Stadtradeln 2026: Ganz Köln auf den Sätteln – Stadt radelt in die finale Woche
Noch eine Woche bleibt den radelnden Kölner*innen noch, sich beim Stadtradeln von ihrer fahrradaktivsten Seite zu zeigen. 11.878 Fahrradfahrer*innen sind mit Köln wieder auf dem Weg zu einem weiteren Rekord. Wenn Wetter und Laune freundlich bleiben, haben die Stadtradler*innen noch bis einschließlich Dienstag, 30. Juni 2026, Zeit, eine neue Zielmarke zu setzen.

Die Zwischenbilanz der Aktion nach zwei Wochen: 767 Teams haben bislang (Stand Montag, 22. Juni 2026) rund 1,4 Millionen Fahrradkilometer zurückgelegt und dabei bereits rund 212 Tonnen CO2 eingespart. Die Teams "Polizei Köln" und "Gesunde Uniklinik Köln" liegen – gemessen an der Kilometerleistung – derzeit vorne, bei den teilnehmenden Schulen ist es das Elisabeth-Gymnasium Köln-Pesch.

In der letzten "Stadtradeln"-Woche werden noch einige Kilometer zusammenkommen. Aufsteigen lohnt sich in jedem Fall noch bis zum letzten Aktionstag am Dienstag, 30. Juni 2026. Anmeldungen sind unter Stadtradeln Köln - Registrieren möglich.

Im bundesweiten Wettbewerb, der jährlich zwischen 1. Mai und 30. September stattfindet, geht es darum, innerhalb von drei Aktionswochen möglichst viele Alltagswege klimafreundlich mit dem Fahrrad zurückzulegen. Die teilnehmenden Kommunen legen den Aktionszeitraum selbst fest. Angesprochen sind von Berufspendler*innen über Freizeitradelnde, Radsportler*innen und Fahrradfans alle, die einfach mal aufs Rad steigen wollen. Jeder Kilometer zählt – besonders, wenn er einen Autokilometer ersetzt. Dabei rückt "Stadtradeln" den Nutzen des Fahrradfahrens für Gesundheit und Klima in den Fokus der Öffentlichkeit. Die Stadt Köln möchte mit "Stadtradeln" für die Idee einer nachhaltigen, umweltbewussten Mobilität auf zwei Rädern begeistern und zum Umstieg aufs Fahrrad motivieren. Dass Strecken insbesondere im innerstädtischen und innenstadtnahen Bereich auf dem Fahrrad schneller und komfortabler zurückgelegt werden können als auf vier Rädern, ist vielen noch nicht bewusst. Das Fahrrad verfügt über ein großes Potenzial für lebenswerte Städte und für effektiven Klimaschutz.
Die Anmeldung zur Teilnahme und der Eintrag der zurückgelegten Strecken sind ganz einfach online über Stadtradeln Köln - Registrieren oder über die kostenfreie "Stadtradeln“-App möglich. Mit der App können Teilnehmende die geradelten Strecken bequem via GPS automatisch erfassen und ihrem Team und ihrer Kommune gutschreiben lassen. Wo die Fahrten grundsätzlich stattfinden, ist unerheblich, denn Klimaschutz wirkt grenzenlos, auch im Urlaub und im Nachbardorf.

Im Sonderwettbewerb "Schulradeln NRW", der Teil von "Stadtradeln" ist, treten auch in diesem Jahr wieder viele Kölner Schüler*innen, Eltern und Lehrkräfte in die Pedale. Mehr Informationen zum Schulradeln sind unter https://www.stadtradeln.de/schulradeln-nrw verfügbar.
"Stadtradeln" ist eine internationale Kampagne des Klima Bündnis und wird in Köln vom Dezernat für Mobilität der Stadt Köln organisiert.  

Weitere Informationen sind abrufbar unter:
Registrierung: Stadtradeln Köln - Registrieren
Schulradeln: Zum Wettbewerb Schulradeln
Mitteilung zum Stadtradeln: Mitteilung aus dem Ratsinformationssystem    

Köln-Innenstadt: Johannisstraße ist Fahrradstraße
Die Stadt Köln hat die Johannisstraße fahrradfreundlicher gestaltet. Im Abschnitt zwischen Goldgasse und Machabäerstraße wurde auf rund 300 Metern eine Fahrradstraße eingerichtet. Neue Fahrradbügel bieten rund 100 Abstellplätze für Fahrräder. Zusätzlich sind zwei Mobilstationen für Leihräder, E‑Scooter und Lastenräder entstanden. So haben Fußgänger*innen auf den Gehwegen mehr Platz, sie können sich freier und sicherer bewegen.

Es sind 14 Autoparkplätze zwischen Breslauer Platz und Brandenburger Straße (meist auf der westlichen Straßenseite) sowie fünf Parkplätze auf Höhe Johannisstraße 82 bis 88 (östliche Straßenseite) entfallen. Dadurch konnte die Straße so gestaltet werden, dass der Sicherheitsabstand zu parkenden Autos eingehalten wird.

Zur deutlichen Kennzeichnung der Fahrradstraße und als Wiedererkennungsmerkmal wurden großflächige Fahrradstraßenpiktogramme und eine rote Begleitlinie markiert. Beschilderungen machen auf die Fahrradstraße aufmerksam. Trennstreifen zu parkenden Autos schützen vor Unfällen beim Türöffnen ("Dooring"). Klare Parkmarkierungen sorgen für ausreichend breite Fahrgassen und verhindern unübersichtliches Parken.

Die Einrichtung der Fahrradstraße ist der erste Abschnitt der geplanten rund 1,2 Kilometer langen Fahrradstraßenachse bis zur Riehler Straße. Die Achse soll künftig das Gerichtsviertel – beginnend an der Riehler Straße – mit dem Kölner Hauptbahnhof verbinden. Sie ist Teil des Radverkehrskonzepts Innenstadt, das insgesamt über 80 Fahrradstraßenabschnitte vorsieht (www.stadt-koeln.de/rvki).

Fahrradstraßen machen das Radfahren in Köln sicherer, schneller und angenehmer. Sie entstehen dort, wo schon viele Radfahrende unterwegs sind oder wo eine Straße als ruhige Alternative zu stark befahrenen Routen dient. Schritt für Schritt entsteht so ein Netz aus Fahrradstraßen, das die wichtigsten Verbindungen in der Stadt abdeckt.

Tauschschrank am Eierplätzchen in der Südstadt ist zurück
Ab sofort können Kölner*innen den Tauschschrank am Eierplätzchen in der Südstadt wieder nutzen. Unter dem Titel "Geben und Nehmen" finden Menschen hier einen regengeschützten Platz, um funktionsfähige Gegenstände mit anderen Menschen zu tauschen oder zu verschenken. Der Tauschschrank funktioniert also ähnlich wie ein Bücherschrank.

Der Tauschschrank war im Sommer 2023 im Rahmen der Kooperation zwischen dem Innovationsbüro der Stadt Köln und der Köln International School of Design (KISD) der TH Köln entstanden. Nach zweieinhalb Jahren reger Benutzung benötigte der Schrank eine Reparatur. Er hat neue Türen, rostfreie Einlegeböden und einen frischen Anstrich erhalten. Unmittelbar nach der erneuten Aufstellung war der Schrank bereits wieder mit Gegenständen zum Tauschen gefüllt.

Dass der Tauschschrank am Eierplätzchen so gut funktioniert, liegt auch an den Patinnen aus der Anwohnerschaft, die sich um den Schrank kümmern – so dass er immer einsatzbereit ist und nur gut erhaltene Gegenstände enthält. So leisten alle Beteiligten einen Beitrag zu Nachhaltigkeit und der Reduzierung von Abfall.

Am Freitag, 26. Juni 2026, um 14.30 Uhr, wird die offizielle Eröffnung des Tauschschranks auf dem Eierplätzchen mit Anwohnenden gefeiert.    

Buchbesprechung "Das amerikanische Beben"
Die Historikerin Christina Morina lebte mit ihrer Familie 2024 und 2025 für ein Jahr als Gastprofessorin an der New School for Social Research in New York. Aus nächster Nähe erlebte sie das fatale Comeback von Donald Trump und die verheerenden Folgen für die amerikanische Demokratie, die sich auch im Alltag der Menschen widerspiegeln. Sie war nach Amerika gekommen, um zur Geschichte der Demokratie zu forschen und zu lehren. Und plötzlich wurde sie Zeugin des großangelegten Versuchs, diese zu zerstören.

In ihrem Buch "Das amerikanische Beben" beschreibt sie auf sehr persönliche Weise, wie Trumps Angriff die Demokratie in ihrem Kern erschüttert hat. Zugleich stellt sie die aktuellen Ereignisse in einen größeren Zusammenhang: Was unterscheidet die deutschen Demokratie-Erfahrungen von denen der Amerikaner*innen? Wie kann man eine demokratische Ordnung gegen antidemokratische Angriffe schützen? Und welche Lehren lassen sich aus dem amerikanischen Beben für die Demokratie in Deutschland ziehen?

Am Dienstag, 30. Juni 2026, um 19 Uhr, findet das Gespräch zwischen Autorin Christina Morina und Journalistin Alexandra Eul im Interim der Zentralbibliothek statt. Einlass auf der Hohe Straße 68-82 ist ab 18.30 Uhr. Der Eintritt kostet 8,- € bzw. 6,-/4,- € ermäßigt; Karten sind im Vorverkauf bei Kölnticket oder an der Abendkasse erhältlich.

Christina Morina wurde in Frankfurt an der Oder geboren und verbrachte ihre Kindheit in der DDR. Sie studierte Geschichte, Politikwissenschaft und Journalistik an der Universität Leipzig und der Ohio University und promovierte an der University of Maryland. Sie ist Professorin für Zeitgeschichte an der Universität Bielefeld und erhielt unter anderem 2024 für ihr Buch "Tausend Aufbrüche. Die Deutschen und ihre Demokratie seit den 1980er Jahren" den Deutschen Sachbuchpreis.

Alexandra Eul studierte Theater-, Film- und Fernsehwissenschaft, Psychologie und Politik in Köln und Barcelona und absolvierte an der Hamburg Media School die Ausbildung zur Journalistin. Sie war Redakteurin beim Kölner Stadtanzeiger, Emma und den DLF Nachrichten. Sie arbeitet heute als freie Autorin und Radio-Journalistin.

Stadt Köln - Amt für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit