Im Juni 2016 wurde das Radverkehrskonzept als Handlungsrahmen für künftige Planungen des Radverkehrs beschlossen. Erarbeitet haben wir es unter enger Einbindung der breiten Öffentlichkeit sowie der Fachverbände. Das Konzept enthält 166 Einzelmaßnahmen zur Entwicklung der Radverkehrsinfrastruktur in der Innenstadt. Wir haben zunächst zwischen kurzfristig, mittelfristig und langfristig umsetzbaren Maßnahmen unterschieden. In der weiteren Bearbeitung hat sich gezeigt, dass eine Umsetzung ausschließlich nach Realisierungszeiträumen nicht praktikabel ist.

Zur Priorisierung der Maßnahmen haben wir daher Radverkehrsachsen festgelegt, die für die Radverkehrsentwicklung von hoher Bedeutung sind und auf denen wir in relativ kurzer Zeit den Ausbau der Radverkehrsinfrastruktur umsetzen können. Im Fokus unserer Bemühungen steht die Radverkehrsförderung auf den Ringen. Berücksichtigt haben wir auch Maßnahmen aus dem sogenannten "Eimer-Plan", über den wir kurzfristig komfortable Radverkehrsinfrastruktur durch Ummarkierungen und kleinere Umbauten einrichten. Zudem haben wir die Umsetzung von Fahrradstraßen entlang der Wälle und in der Nord-Süd-Verbindung priorisiert.

Wofür wurde das Radverkehrskonzept entwickelt?

Um den wachsenden Bedürfnissen der Bürgerinnen und Bürger nach einer zukunftsorientierten, menschengerechten und umweltverträglichen Verkehrsentwicklung Rechnung zu tragen, haben wir ein Strategiepapier zur Mobilitätsentwicklung unter dem Titel "Köln mobil 2025" erarbeitet. Darin haben wir das Ziel definiert, bis 2025 den Verkehrsanteil des sogenannten "Umweltverbunds" auf zwei Drittel zu erhöhen. Unter dem Umweltverbund versteht man die zu Fuß, auf dem Fahrrad oder per ÖPNV zurückgelegten Strecken.

Die Steigerung des Radverkehrsanteils spielt für die Realisierung dieses ehrgeizigen Ziels eine wichtige Rolle. Daher muss Radfahren in Köln sicherer und attraktiver werden. Im Radverkehrskonzept Innenstadt haben wir Hauptrouten des Radverkehrs in einem Radverkehrsnetzplan zielgruppengerecht definiert und die erforderlichen Maßnahmen für eine attraktive Gestaltung dieser Hauptrouten beschrieben.

Wie kam das Radverkehrskonzept Innenstadt zustande?

Von Frühjahr 2014 bis Sommer 2016 entwickelten zwei Ingenieurbüros im Rahmen eines umfangreichen Beteiligungsverfahrens das Konzept. Dabei haben wir Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Initiativen, Vereinen und Verbänden in Facharbeitskreisen sowie Bürgerinnen und Bürger mit Infoveranstaltungen eingebunden. Folgende Veranstaltungen fanden statt:

  • Erste Bürgerbeteiligungsveranstaltung im April 2014: "Wo stehen wir? Was wollen wir erreichen?"
  • Erste Facharbeitskreissitzung im Juni 2014: "Radverkehrsführungen, Unfallanalyse und Zukunftsvisionen"
  • Zweite Bürgerbeteiligungsveranstaltung im Oktober 2014: "Netzplanung, Anregungen, Handlungsschwerpunkte"
  • Zweite Facharbeitskreissitzung im Juni 2015: "Netzplanung, Fahrradstraßen, Big 5-Maßnahmen"
  • Dritte Bürgerbeteiligung im Dezember 2015/Januar 2016: Vorstellung des Konzepts in einer ersten Fassung. Bis Mitte Januar 2016 konnten Anregungen, Hinweise und Kritik geäußert werden.

Das Radverkehrskonzept wurde im Frühjahr 2016 im Verkehrsausschuss und in der Bezirksvertretung Innenstadt diskutiert und im Juni 2016 vom Verkehrsausschuss beschlossen. Es dient uns somit als Handlungsrahmen für die zukünftigen innerstädtischen Verkehrsplanungen.

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