123 kostenlose Workshops und Abendveranstaltungen im Interim der Zentralbibliothek
Menschen wie Tiere krabbeln, schleichen, klettern, springen, rennen, fliegen, landen, liegen (nur scheinbar untätig) herum. Strom fließt, Codezeilen reihen sich aneinander, Roboter rotieren, Räder rollen, Federn schwingen, Formen oszillieren, Konstruktionen wachsen, Konstellationen wandern – alles verändert sich ständig. Alles in Bewegung. Das ist das Schwerpunktthema des MINT-Festivals der Stadtbibliothek Köln, das während der Herbstferien vom 16. bis 31. Oktober 2026 stattfindet.
Moleküle tanzen, Teilchen schwingen verschieden stark und entscheiden so darüber, ob Substanzen fest, flüssig oder gasförmig daherkommen. Energie ändert ihre Form: Schon die Auftaktveranstaltung, das Theaterstück "Neue Energie für den Grummel-Brummel" am Freitag, 16. Oktober 2026, um 16.30 Uhr im Interim der Zentralbibliothek, Hohe Straße 68-82, thematisiert das – nicht nur für die (Aller-)Kleinsten. Das Festival "MINTköln" möchte auch im neunten Jahr insbesondere Kinder und Jugendliche begeistern: zu forschen, zu experimentieren, sich spielerisch Wissen anzueignen. Denn auch in den Bereichen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik dreht sich (fast) alles eben um Bewegung. Beim Festival "MINTköln 2026" zeigt die Stadtbibliothek zusammen mit vielen Kooperationspartner*innen in 123 lebhaften Einzelveranstaltungen, was diese MINT-Bewegung alles kann.
Anbei eine Veranstaltungsübersicht:
Dienstag, 20. Oktober, 19 Uhr
MOVE! Wie Fortbewegung das Leben bestimmt
Ein Flügelschlag hin zu einem sicheren Rastplatz, ein Sprung in neues Territorium – Fortbewegung scheint selbstverständlich und ist doch entscheidend für das Leben auf der Erde. Die Mobilität der Tiere war für ihre Entwicklung revolutionär und gab ihnen Freiheit: Der Polarfuchs wandert über gefrorene Meere, Schmetterlinge ziehen tausende Kilometer weit und Aale schwimmen auf geheimnisvollen Wegen durch die Ozeane. Doch diese unglaubliche Fähigkeit hat ihren Preis: Sie macht verletzlich. Sophia Kimmig entführt auf eine packende Reise durch die Welt der Fortbewegung – von Schwimmversuchen über den ersten Schritt an Land bis zu den spektakulären Wanderungen unserer Zeit: eines der großen Phänomene des Lebens.
Donnerstag, 22. Oktober, 17 Uhr
Frau im Mond – wie wird man eigentlich Raumfahrtingenieurin?
Raumfahrtmissionen. Doch woher kommt er eigentlich und welche Bedingungen erwarten uns dort? Was genau soll dort erforscht werden und was können wir dabei über die Erde lernen? Einige der Instrumente – Rover, Astronautenanzüge oder Wohnmodule, die dabei zum Einsatz kommen – werden hier in Köln getestet! Das Mondzentrum LUNA vom DLR und der ESA bietet dafür eine einzigartige Mondlandschaft mit Simulationen von Sonnenstrahlung, Mondstaub, reduzierter Schwerkraft und Kratern. Maria Hallinger arbeitet dort als Raumfahrtingenieurin. Sie berichten uns über bisherige Missionstests in LUNA, den Mond und stellt einige offene Forschungsfragen vor. Außerdem erzählt sie uns von ihrem eigenen Weg in die Raumfahrt.
Dienstag, 27. Oktober, 18 Uhr
Und dann hat‘s geknallt! Forschende erzählen von ihren größten Rückschlägen
Was passiert, wenn ein Experiment komplett in die Hose geht? Wenn monatelange Arbeit plötzlich im Müll landet – oder wortwörtlich explodiert? Forschende erzählen offen von ihren größten Fails, chaotischen Experimenten und Momenten, in denen einfach alles schiefgelaufen ist. Unterhaltsam, ehrlich und näher an der Realität von Wissenschaft, als man denkt: Denn hinter fast jeder erfolgreichen Karriere stecken Rückschläge, Fehlversuche und ziemlich absurde Geschichten. Ein Abend über das Scheitern in der Forschung – und warum genau das oft der wichtigste Teil des Erfolgs ist. Zu Gast sind Verena Dzialas (Multimodal Imaging Group / Universitätsklinikum Köln), Maria Hallinger (Raumfahrtingenieurin beim DLR), Massimo Thiel (Doktorand in der Neurobiologie, Universität zu Köln) und Chantal Wissing (Doktorandin in der Neurobiologie, Universität zu Köln), Lars Dittrich (Redakteur bei MaiThink X) moderiert die Veranstaltung.
Donnerstag, 29. Oktober, 18 Uhr
Lieber trocken als nass. Eigenvorsorge bei Hochwasser und Starkregen
Extremereignisse häufen sich in Zeiten des Klimawandels. Die fortschreitende Klimaänderung führt zu immer mehr und heftigerem Starkregen und extremeren Hochwasserereignissen. Der Hochwasserexperte und in den Medien oft als "Hochwasser-Papst" titulierte Reinhard Riku Vogt gibt in seinem Vortrag Tipps zur richtigen Ermittlung der eigenen Hochwassergefährdung und Beispiele und Anregungen für geeignete sinnvolle Schutzmaßnahmen gegen Überschwemmungen aus Starkregen, Kanalrückstau, Flußhochwasser und Grundhochwasser.