Oberbürgermeister ehrt ihr Engagement für Geschlechtergerechtigkeit
Die Stadt Köln hat am Freitag, 2. Oktober 2026, zum vierten Mal den Else-Falk-Preis verliehen. Preisträgerin des Else-Falk-Preises 2026 ist Irene Franken. Eine unabhängige Jury hatte die Kölner Historikerin bereits im Vorfeld als Preisträgerin ausgewählt. Oberbürgermeister Torsten Burmester überreichte ihr die Auszeichnung im Rahmen einer Preisverleihung am Abend in der Piazzetta des Historischen Rathauses.
Viel von dem, was Frauen in Köln leisten, geschieht leise: in Vereinen, in Nachbarschaften, in Institutionen, ohne große Bühne. Der Else-Falk-Preis macht diese Verdienste sichtbar, präsentiert Vorbilder und ermutigt, es ihnen gleichzutun.
In diesem Jahr waren 20 Frauen nominiert, die sich in herausragender Weise für die Gleichstellung der Geschlechter einsetzen. In einem mehrstufigen, kriteriengeleiteten Verfahren hat die Jury aus dieser Zahl bereits im Vorfeld die Preisträgerin ausgewählt, deren Wirkung sich für und in Köln besonders hervortat. Bei der Preisverleihung würdigte auch Dr. Maria Beckermann, Frauenärztin und Mitgründerin der Stiftung Frauen*leben in Köln, in ihrer Laudation das Wirken von Irene Franken.
Irene Franken ist als Historikerin und Publizistin durch ihren Fokus auf Frauengeschichte über die Grenzen der Stadt bekannt. Zusammen mit Gwen Edith Kiesewalter gründete sie 1984 das Frauengeschichtsprojekt "Frau Dr. Faust meets Agrippina", aus dem sich 1986 der Kölner Frauengeschichtsverein gründete. Seit dieser Zeit konzipiert sie Museumsführungen und Stadtexkursionen speziell für Frauen sowie zahlreiche Ausstellungen – unter anderem in Kooperation mit dem Anne-Frank-Haus Amsterdam, dem NS-Dokumentationszentrum der Stadt Köln, dem Sozialdienst katholischer Frauen und dem Landschaftsverband Rheinland.
Der Preis ist mit 5.000 Euro dotiert und wird alle zwei Jahre verliehen. Die Preisträgerin erhält zudem eine Trophäe, die in einem Kooperationsprojekt mit der ecosign / Akademie für Gestaltung von Ayla Gillessen entworfen wurde.