Insekt in mehreren Stadteilen nachgewiesen – keine unmittelbare Gesundheitsgefahr
Exemplare der Tigermücke sind mittlerweile in sieben Kölner Stadtteilen nachgewiesen worden. Niederschläge in Verbindung mit sommerlichen Temperaturen haben zu optimalen Brutbedingungen für das Insekt geführt. Die Stadt Köln bittet alle Bürger*innen mitzuhelfen, die Ausbreitung der Tigermücke einzudämmen und eine Etablierung zu vermeiden. Die asiatische Tigermücke ist klein und auffällig gemustert. Im Gegensatz zu vielen heimischen Arten ist sie auch tagsüber sehr stechfreudig. Dadurch wird sie beim Aufenthalt im Freien als sehr lästig empfunden.
Übertragung von Infektionskrankheiten
Das Insekt gilt als potenzieller Überträger von Krankheitserregern wie dem Dengue-, Zika- oder Chikungunya-Virus. Die Erkrankungen kommen bei Reiserückkehrer*innen aus Gebieten, in denen die genannten Viruserkrankungen verbreitet sind, vor. In Deutschland gibt es laut Robert Koch-Institut (RKI) bislang aber keinen bestätigten Fall, bei dem eine der genannten Erkrankungen durch einen Stich der Tigermücke übertragen wurde. Eine unmittelbare Gesundheitsgefahr besteht daher in Köln derzeit nicht.
Brutverhalten der Tigermücke
Tigermücken legen ihre Eier von April bis Oktober bevorzugt in kleinsten Wasseransammlungen ab. Ideale Brutstätten sind daher beispielsweise Blumentopfuntersetzer, Tiertränken, Gießkannen, Eimer, Regentonnen, Regenrinnen, alte Autoreifen, Verpackungsmüll oder herumliegendes Spielzeug. Die Weibchen kleben die Eier sehr fest an die Innenwand von wassergefüllten Gefäßen. Die Eier des Insekts sind sehr widerstandsfähig und können Trockenheit und Frost bis minus 10 Grad Celsius überstehen, was eine Überwinterung in unserer Region ermöglicht. Es wird empfohlen, solche Gefäße regelmäßig zu leeren, Regentonnen abzudecken, Regenrinnen zu reinigen sowie Wasserstellen für Tiere einmal pro Woche zu säubern.
Meldung von Verdachtsfällen
Um potenzielle Ausbreitungsherde frühzeitig zu erkennen, ruft das Gesundheitsamt der Stadt Köln Bürger*innen weiterhin dazu auf, Funde der Tigermücke mit Foto und Benennung des Fundortes per E-Mail an tigermuecke@stadt-koeln.de zu melden. Auffällige Mücken können an den Mückenatlas gesendet werden, damit die Insekten dort bestimmt werden können: Der Mückenatlas - Deutschland kartiert die Stechmücken