Kölner Delegation besucht Klausenburg
Anlässlich des 50-jährigen Bestehens der Städtepartnerschaft zwischen Köln und Klausenburg (Cluj-Napoca) reiste eine Kölner Delegation vom 28. bis 31. Mai 2026 in die zweitgrößte Stadt Rumäniens. Unter der Leitung von Bürgermeisterin Teresa De Bellis-Olinger setzten die Teilnehmenden wichtige Impulse für die zukünftige Zusammenarbeit in den Bereichen Wirtschaft, Bildung und Kultur. Begleitet wurde die Bürgermeisterin unter anderem vom ehemaligen Bürgermeister Dr. Ralph Heinen, dem Vorsitzenden des Städtepartnerschaftsvereins Dorian Sitner sowie rund 90 Vertreter*innen aus sechs Kölner Karnevalsgesellschaften.
Klausenburgs Bürgermeister Dan Tarcea würdigte die vielfältigen und historisch gewachsenen Verbindungen zwischen den beiden Städten. Besonders nach dem Fall der Berliner Mauer im Jahr 1989 leisteten Kölner Institutionen wie die Feuerwehr entscheidende Aufbauhilfe. Bürgermeisterin De Bellis-Olinger erinnerte in ihrer Ansprache an die historischen Parallelen: Bereits 1969 legte der damalige Direktor des Römisch-Germanischen Museums Köln, Otto Doppelfeld, mit der Ausstellung "Römer in Rumänien" den Grundstein für die Partnerschaft und verwies auf die gemeinsamen römischen Wurzeln beider Metropolen.
Ein zentraler Schwerpunkt des Jubiläumsbesuchs lag auf der Förderung der Jugend. Seit Anfang dieses Jahres existiert dank engagierter Lehrkräfte ein lebendiger Schüleraustausch zwischen dem Kölner Gymnasium Aachener Straße und dem National College George CoÈ™buc in Klausenburg.
Auch die akademische und berufliche Ausbildung stand im Fokus: Beim Besuch der BabeÈ™-Bolyai-Universität informierte sich die Delegation über die rund 100.000 Studierenden, die dort international in den Sprachen Rumänisch, Englisch, Deutsch und Ungarisch ausgebildet werden. Dass die deutsche Sprache vor Ort weiterhin eine große Rolle spielt, bestätigte Alexandra Rusu vom Goethe-Zentrum Klausenburg. Florin Sabou, Präsident des Deutschsprachigen Wirtschaftsclubs Nordtranssilvanien, betonte zudem das erstklassige
Die wirtschaftlichen Beziehungen waren ein Schwerpunkt der viertägigen Reise. Als Wirtschaftsvertreter aus Köln nahmen Michael Jäger, Vorstand der REWE Group – deren Vertriebslinie Penny in Rumänien den sechsten Platz im Einzelhandel belegt – sowie Mark Cali von der Flughafen Köln/Bonn GmbH teil. Cali führte Gespräche mit dem Ziel, eine direkte Flugverbindung zwischen Köln und Klausenburg wieder aufzunehmen.