Stadt Köln organisiert Maibaumverkauf

Auch in Köln ist die Tradition des Maibaum-Setzens nach wie vor lebendig. Zwar ist das Organisieren der Birken in der freien Natur vielleicht unterhaltsam oder auch spannend, aber leider verboten. Um verliebten Kölner*innen Konflikte mit dem Strafgesetzbuch und dem Landeswaldgesetz zu ersparen, hat das Amt für Landschaftspflege und Grünflächen eine legale Möglichkeit geschaffen, um an einen Maibaum zu gelangen.

Ein Unternehmen verkauft am Donnerstag, 30. April 2026, von 9 bis 21 Uhr an fünf Orten im Kölner Stadtgebiet Birken. Der Preis liegt bei 10 Euro pro laufenden Meter. Ein drei Meter hoher Baum kostet also 30 Euro. Zum Schmücken der Birken sind zudem buntes, wasserfestes Krepppapier und Holzherzen inklusive Beschriftung im Angebot.

Verkaufsstellen im rechtsrheinischen Stadtgebiet:

  • Brück:                          Parkplatz Erkermühle am Brücker Mauspfad
  • Dünnwald:                   Parkplatz Birkenweg

Verkaufsstellen im linksrheinischen Stadtgebiet:

  • Longerich:                   Parkplatz an der Neusser Landstraße/Ecke Geestemünder Straße
  • Sülz:                           Parkplatz an der Gleueler Straße/Ecke Militärringstraße
  • Rodenkirchen:             Schillingsrotter Straße, Straßenrand gegenüber der Einfahrt zum Parkplatz am Forstbotanischen Garten
Zu weiteren Informationen

Darüber hinaus findet am Donnerstag, 30. April 2026, von 8 bis 18.30 Uhr (solange noch Maibäume verfügbar sind) auch ein Maibaumverkauf durch das Umweltbildungszentrum auf Gut Leidenhausen in Köln-Porz-Eil statt (10 Euro / Meter). Hier können neben frisch geschlagenen Maibäumen auch kleine getopfte Maibäume (15 Euro) und Krepp-Papier erworben werden.

Zu weiteren Informationen

Im Internet sind weitere private Anbieter und Verkaufsstellen abrufbar. Wem es zu viel Mühe macht, seinen Maibaum selbst abzuholen, findet im Internet Anbieter, die den Baum auch nach Hause liefern. Weitere Auskünfte erhalten gibt es auch bei der städtischen Forstverwaltung telefonisch unter 0221/221-34650

Köln-Nippes: Mehr Sicherheit für den Fußverkehr am Erzbergerplatz

Die Stadt Köln hat zwei "Freie Ecken" an der Schillstraße/Erzbergerplatz in Nippes eingerichtet und auch die anderen Zugänge zum Erzbergerplatz freigeräumt. Das Überqueren der Straße wird für die Fußgänger*innen durch freie Sicht sicherer und besonders Kinder gelangen sicher zum Spielplatz auf dem Erzbergerplatz. Gleichzeitig können die Kfz- sowie Radfahrer*innen die Bereiche gut überblicken und Rettungsfahrzeuge kommen zuverlässig um die Ecke.

An der Seite des Erzbergerplatzes Richtung Neusser Straße hat die Stadt Köln die parkenden Autos vom Gehweg auf die Straße verlegt. Parkscheinautomaten und Straßenschilder wurden dort und an der Schillstraße am Fahrbahnrand positioniert, so dass die Gehwege frei bleiben. An der Schillstraße zum Schillplatz hin wurden Lastenradabstellplätze sowie eine Abstellfläche für Sharing-E-Scooter und -Räder eingerichtet und zahlreiche Radabstellbügel montiert. Statt ihre Fahrräder auf der Rasenfläche abzustellen, können Anwohnende nun bequem die neuen Möglichkeiten nutzen und die Wiese schützen.

Die Einrichtung der freien Ecken und Zugänge zum Platz resultiert aus dem 2023 durchgeführten Fußverkehrs-Check und steht im Zusammenhang mit der 2025 erfolgten Wiederherstellung des denkmalgeschützten Platzes zum Schutz der Rasenflächen und dem Pflanzen neuer Bäume. Rund sechs Parkplätze sind entfallen. Der Erzbergerplatz grenzt an zwei Bewohnerparkgebiete, die rund 3.130 Parkplätze beinhalten.

Die Straßenverkehrsordnung (StVO) regelt, dass der Fahrbahnrand vor und hinter einer Kreuzung beziehungsweise Einmündung von der Fahrbahnkante jeweils auf einer Länge von fünf Metern von parkenden Fahrzeugen freizuhalten ist. Gibt es in Fahrtrichtung rechts neben der Fahrbahn einen baulich angelegten Radweg, müssen sogar acht Meter frei bleiben. Die Realität sieht häufig anders aus: Oft werden Fahrzeuge zu dicht an Kreuzungen abgestellt. Das Konzept "Freie Ecke" der Stadt Köln soll mehr Verkehrssicherheit bringen.

Zu weiteren Informationen

Massive Grünflächen-Beschädigungen am Ebertplatz erschweren Pflegearbeiten

Das Amt für Landschaftspflege und Grünflächen hat in den vergangenen Tagen am Ebertplatz massive Beschädigungen an Grünflächen festgestellt. Unbekannte haben hier Rasenstücke hinter einer Einfassung entfernt und diese in Richtung eines Baumes geworfen. Nach ersten Einschätzungen könnte dadurch bewusst eine Nutzung der Einfassung – etwa für das Befahren mit Skateboards – erleichtert worden sein. Für die Stadt ergeben sich daraus jedoch praktische Probleme: Durch die entfernten Rasenflächen wird die reguläre Pflege, insbesondere das Mähen, erheblich erschwert. Zudem entsteht ein zusätzlicher Arbeitsaufwand für die Wiederherstellung und Instandhaltung der betroffenen Flächen.

Ein vergleichbarer Vorfall ereignete sich bereits vor einiger Zeit im Theodor-Heuss-Park. Dort reagierte die Stadt mit dem Einbau von Findlingen, um das Befahren der Einfassungen zu unterbinden und die Grünflächen nachhaltig zu schützen.

Die Stadt Köln bittet alle Bürger*innen um einen respektvollen Umgang mit öffentlichen Grünanlagen. Beschädigungen führen nicht nur zu zusätzlichen Kosten, sondern beeinträchtigen auch die Aufenthaltsqualität für alle Nutzer*innen.

Baumfrevel in Köln-Holweide

Das Amt für Landschaftspflege und Grünflächen hat einen Fall von Baumfrevel in Köln Mülheim-Holweide registriert. Auf dem Parkplatzgelände der städtischen Kleingartenanlage Paradiesgarten am Schlagbaumsweg kam es zu einer Sachbeschädigung an insgesamt fünf Bäumen. Dabei wurden diese Bäume auf nicht fachgerechte Art und Weise beschnitten beziehungsweise verstümmelt sowie ein Kirschbaum gefällt. Bei den geschädigten Bäumen handelt es sich um wirtschaftliche Total- und Teilschäden. Die Schadenshöhe beläuft sich auf etwa 5.000 Euro. Es wird Strafanzeige wegen Sachbeschädigung gestellt.

Ein Ort der Poesie: Anderland 7

Bei "Anderland", dem Kölner Festival zur Poesie, steht am Montag, 27. April 2026, 19.30 Uhr, die Lyrik im Zentrum des Abends. Zu Gast in der Stadtbibliothek sind diesmal Mara Genschel, Anja Kampmann und Nasima Sophia Razizadeh. Mara Genschel, geboren in Bonn, lebt in Berlin und arbeitet an der performativen Dimension von Literatur in unzähligen Publikationen und interdisziplinären Projekten. Sie war unter anderem Fellow im International Writing Program (Iowa) und im International Writer's Workshop (Hongkong) und wurde mit dem Werkstipendium des Deutschen Literaturfonds gefördert. 2022 brachte sie mit ihrem Auftreten die Jury des Bachmannpreises aus dem Konzept. Zuletzt erschienen von ihr "Midlife-Prosa" (Engeler 2024), "Das narzisstische Skript" (text + kritik 2025) sowie eine regelmäßige Glosse in SWR Kultur. Seit Herbst 2024 lehrt sie außerdem an der Kunsthochschule für Medien Köln. Anja Kampmann wurde 1983 in Hamburg geboren. Sie studierte an der Universität Hamburg und am Deutschen Literaturinstitut in Leipzig. Sie debütierte bei Hanser mit dem Gedichtband "Proben von Stein und Licht" (Lyrik Kabinett, 2016). Ihr erster Roman "Wie hoch die Wasser steigen" (2018), wurde vielfach übersetzt, für den Preis der Leipziger Buchmesse sowie den Deutschen Buchpreis nominiert und war Finalist für den National Book Award in den USA. 2021 erschien der Gedichtband "Der Hund ist immer hungrig", der mit dem Günter Kunert Literaturpreis für Lyrik ausgezeichnet wurde. 2025 folgte der Roman "Die Wut ist ein heller Stern". Für ihre Werke erhielt sie 2024 den Marie-Luise-Kaschnitz-Preis. Nasima Sophia Razizadeh, 1991 in Frankfurt am Main geboren, ist Dichterin. Ihr Debüt "Sprache und Meer" erschien 2023 bei Matthes & Seitz Berlin / Rohstoff. Es folgten die im Wallstein Verlag erschienenen Gedichtbände "Die Goldwaage"(2024) und "Entschwebung" (2026). Sie lebt zurzeit in Köln. Es handelt sich um eine Veranstaltung des Literatur-in-Köln Archivs (LiK) in Kooperation mit der Buchhandlung Bittner und dem Institut für Deutsche Sprache und Literatur I der Universität zu Köln. Karten sind im Vorverkauf über die Buchhandlung Bittner telefonisch unter 0221/ 2574870 oder per E-Mail an info@bittner-buch.de erhältlich. Restkarten gibt es gegebenenfalls an der Abendkasse. Der Eintritt kostet zwölf Euro, ermäßigt zehn Euro. Veranstaltungsort: Interim Zentralbibliothek, Hohe Straße 68-82, Köln-Innenstadt.

Werkstatt für fußgänger*innenfreundliches Winzer- und Pantaleonsveedel

Die Stadt Köln ist eine von vier Modellkommunen im Projekt "Besseres Klima in Kommunen geht gut" des Fachverbands Fuss e.V.. Ziel des Projekts ist es, gemeinsam mit der Bürgerschaft Ideen für Maßnahmen zu entwickeln, die zur Klimaanpassung beitragen und gleichzeitig die Bedingungen für den Fußverkehr verbessern – etwa mit Bäumen, Sitzgelegenheiten und mehr Platz auf den Gehwegen. In Köln stehen dabei das Winzerveedel und Teile des Pantaleonsveedels im Fokus. Nachdem im Sommer 2025 Quartiersbegehungen mit Interessierten aus dem Veedel sowie ein "Geh-Klima-Check" stattgefunden haben, geht es nun mit einer Werkstatt weiter.

Die Werkstatt findet am Montag, 4. Mai 2026, von 18 bis 20 Uhr in der Aula des Friedrich-Wilhelm-Gymnasiums, Severinstraße 241, Köln-Innenstadt, statt. Ab 17.30 Uhr ist Zeit für ein gemeinsames Ankommen. Aufgrund der begrenzten Teilnehmerzahl ist eine formlose Anmeldung bis zum 29. April 2026 per E-Mail an fussverkehrsbeauftragte@stadt-koeln.de erforderlich. Die Anmeldung sollte Name und Anschrift enthalten.

Wer im Winzer- oder Pantaleonsveedel wohnt, arbeitet oder regelmäßig zu Fuß unterwegs ist, kann sich aktiv beteiligen. Besonders eingeladen sind die Quartiersgeher*innen, die bereits an den Begehungen mitgewirkt haben.   

In der Werkstatt blicken wir gemeinsam auf die Ergebnisse der durchgeführten Begehungen zurück. Daraus haben wir erste konkrete Vorschläge für ein klimafreundliches und fußgänger*innenfreundliches Veedel entwickelt, die wir gemeinsam mit den Bewohner*innen diskutieren wollen. Daneben suchen wir Ideen und Mitwirkende für einen in diesem Sommer geplanten Aktionstag,

erläutert Britta Buch, Fußverkehrsbeauftragte der Stadt Köln.

Der Klimawandel ist auch auf Kölner Straßen spürbar: Heiße Sommertage, Stürme und Starkregen belasten Menschen und Infrastruktur. Besonders Fußgänger*innen sind diesen Bedingungen direkt ausgesetzt. Gleichzeitig spielt der Fußverkehr eine zentrale Rolle für die Mobilitätswende und das Erreichen der Klimaziele. Umso wichtiger ist es, Gehwege sicher, komfortabel und klimaangepasst zu gestalten.

Das Projekt möchte modellhaft Lösungen für klimaangepasste und fußgänger*innenfreundliche Veedel entwickeln – gemeinsam mit den Menschen vor Ort. Auch das Projekt der "Freien Ecke" soll in die Planungen einfließen. Das Modellprojekt wird von der Stadt Köln gemeinsam mit Fuss e.V. und der Phineo gAG umgesetzt und im Rahmen der "Initiative Mobilitätskultur" von der Chrysantil Stiftung gefördert. Neben Köln nehmen die Städte Hannover, Luckenwalde und Nürtingen teil.

Stadt erweitert Toilettenangebot: Neues WC an der Uniwiese ist in Betrieb

Stadt Köln und Abfallwirtschaftsbetriebe Köln GmbH (AWB) haben eine neue öffentliche Toilette an der Uniwiese im Bereich Bruno-Kisch-Weg/Meister-Ekkehart-Straße in Betrieb genommen. Sie ist barrierefrei, kostenfrei, rund um die Uhr geöffnet und steht allen Geschlechtern zur Verfügung. Es handelt sich um eine Trockentoilette des Start-ups "Holy Shit". Im Innenraum befindet sich ebenfalls ein Urinal, welches für alle Geschlechter nutzbar ist. Die Trockentoilette ist Teil eines Innovationsprojekts, dessen Ziel es ist, Nährstoffe aus verdauten Lebensmitteln zurück in den Kreislauf zu bringen. Dieser Ansatz dient der Schonung von Ressourcen und dem lokalen Nährstoffrecycling. Die Toilette wird täglich von den AWB gereinigt.

Zu Standorten und Öffnungszeiten Stadt Köln - Amt für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit