Kunst- und Museumsbibliothek zeigt Collagenarbeiten von Kölner Künstler*innen

Die Kunst- und Museumsbibliothek der Stadt Köln (KMB) zeigt vom 7. März bis 19. April 2026 die Ausstellung "Zwischen Dekonstruktion und Montage - Von Collagen und Liebesaffären zu Köln". Zur Ausstellungseröffnung in der Kunst- und Museumsbibliothek am Freitag, 6. März 2026, um 18 Uhr, Heinrich-Böll-Platz/Bischofsgartenstraße 1, Eingang: Filmforum, Köln-Innenstadt, begrüßt Dr. Elke Purpus, Direktorin der Kunst- und Museumsbibliothek (KMB). Die Einführung im Rahmen der Ausstellungseröffnung wird Dr. Uta Brandes, Vorstandsvorsitzende des Fördervereins der Kunst- und Museumsbibliothek, halten. Parallel wird die 13. "EDITIONALE 2026" in der KMB eröffnet.

In der Ausstellung "Dekonstruktion und Montage – Von Collagen und Liebesaffären zu Köln" widmet sich die KMB ausschließlich dem Thema Collagen. Präsentiert werden in Vitrinen auf insgesamt vier Etagen aktuelle Papiercollagen, Collagenbücher, collagierte Pappen und Kladden von Kölner Künstler*innen. Die Vitrinen-Ausstellung wurde kuratiert von Ulrike Jagla-Blankenburg. Das Prinzip der Collage liegt bekanntlich darin, aus Elementen bestehender und gültiger Ordnungen neue Welten zu schaffen. Ein in vielerlei Hinsicht relevantes wie aktuelles Thema für die KMB der Stadt Köln. Schon der Ausstellungstitel benennt es doppeldeutig: Dekonstruktion und Montage – doch was bedeuten hier die Liebesaffären zu Köln?

Einerseits weil Kölner Künstler*innen sich diesem Thema gewidmet haben, weil sie mitunter auch Bezug nehmen auf Ort und Raum der Ausstellung (der KMB), weil sie mit teilweise ironisch-kritischem und sinnbildhaftem Unterton lokale Verhältnisse von Bau- und Städteplanung reflektieren und dabei nicht zuletzt auch individuell-menschliche Befindlichkeiten bebildern. Dies alles zwischen Chaos und Schönheit, Liebreiz und Groteske, Poesie und Dokumentation – und zugleich gültig über Kölner Grenzen hinweg.

Andererseits, weil die Bedeutung der Liebesaffäre schon allein im Terminus Technicus steckt, denn im Begriff Collage scheint die Mehrdeutigkeit des Mediums bereits angelegt zu sein. Das Substantiv Collage leitet sich vom französischen Verb "coller" ab und meint nicht allein das Einkleben und Zusammenfügen von Material auf einer Oberfläche. In der Umgangssprache benennt es auch eine verbotene Liebesaffäre, wobei das Partizip Perfekt "collé" sich auf etwas Imitiertes, Gefälschtes und Vorgetäuschtes bezieht. So bebildert die Ausstellung nicht allein das Thema Collage an sich, sondern katapultiert es zugleich in einen übergreifenden und aktuellen Köln-Kontext.

Weitere Informationen zu den ausstellenden Künstler*innen und zum Veranstaltungsprogramm sind abrufbar unter kunst- und museumsbibliothek - dokumentationszentrum kunst | 2026 Collagen und Liebesaffären

Für weitere Informationen steht Dr. Elke Purpus, Direktorin der Kunst- und Museumsbibliothek Köln, telefonisch unter 0221/221-22438 oder per E-Mail an elke.purpus@stadt-koeln.de zur Verfügung.

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