Henriette Reker trägt sich in das Goldene Buch der Stadt Köln ein

Auf Einladung von Oberbürgermeister Torsten Burmester fand am Dienstag, 13. Januar 2026, um 17 Uhr im Historischen Rathaus eine Festsitzung des Rates der Stadt Köln statt, in deren Rahmen sich die ehemalige Oberbürgermeisterin Henriette Reker in das Goldene Buch der Stadt Köln eingetragen hat.

Gemeinsam haben Burmester und Reker zwei Porträts von Reker für die Galerien der ehemaligen Stadtoberhäupter enthüllt. Neben den Mitgliedern des Rates der Stadt Köln waren Persönlichkeiten aus der Stadtgesellschaft und Wegbegleiter*innen von Henriette Reker eingeladen.

Henriette Reker war vom 22. Oktober 2015 bis 31. Oktober 2025 die erste Oberbürgermeisterin der Stadt Köln. Ihre Amtszeit war von tiefgreifenden gesellschaftlichen, politischen und städtischen Herausforderungen geprägt und zugleich von dem Anspruch, Köln als offene, vielfältige und zukunftsorientierte Stadt weiterzuentwickeln.

Oberbürgermeister Torsten Burmester:

Henriette Reker stellte mit dem ersten Arbeitstag als Oberbürgermeisterin alles Persönliche hinter ihr Amt. Ihre klare Priorität lautete: Köln. Alles andere hatte sich unterzuordnen. Ein hoher Anspruch an sich selbst. Immer erreichbar und immer bereit, an die eigenen Grenzen zu gehen – oder sogar darüber hinaus, wenn es denn im Sinne dieser Stadt wäre. Disziplin, Leistungsbereitschaft, ein Arbeitsethos, was einige vielleicht sogar als 'preußisch' bezeichnen würden. Alles für Köln – zehn Jahre lang! Sie haben Köln gedient, liebe Frau Reker, mit jeder Faser Ihres Seins. Meinen herzlichsten Dank hierfür und meinen großen Respekt vor Ihrer Leistung als erste Oberbürgermeisterin in Kölns 2000-jähriger Stadtgeschichte."  

Mit der Aufnahme der Porträts in die Reihe der ehemaligen Stadtoberhäupter wird ein bedeutender Abschnitt der jüngeren Stadtgeschichte dauerhaft sichtbar gemacht. Ein Porträtfoto von Henriette Reker wird künftig neben dem Ratssaal gezeigt. Ein Ölgemälde der Künstlerin Helena Parada Kim wird neben dem Amtszimmer des Oberbürgermeisters angebracht. Die Malerin ist Tochter spanisch-koreanischer Eltern, wurde in Köln geboren und wuchs hier auf. Sie steht für eine zeitgenössische Porträtauffassung und ist bekannt für geradezu altmeisterliche Großformate, die immer auch die Frage nach Identität aufwerfen.

Henriette Reker:

Ich habe mich für Helena Parada Kim entschieden, weil ihre Kunst Brücken baut – zwischen Kulturen, zwischen Tradition und Gegenwart. Das war auch immer mein Anspruch. Die Kölner Künstlerin Helena Parada Kim hat ihn in eine eigenständige, sensible Bildsprache übersetzt und hält ihn damit in dem Porträt, das künftig Teil der Kölner Stadtgeschichte sein wird, lebendig."   

Am Mittwoch, 14. Januar 2026, lädt das Kölnische Stadtmuseum zur Veranstaltung "Kunst trifft Amt – Kölner Oberbürgermeisterin im Porträt. Henriette Reker und ihre Porträtmalerin im Gespräch mit dem Kölnischen Stadtmuseum" ein. Im Mittelpunkt steht hier die Geschichte des Porträts als künstlerische Gattung und als Teil städtischer Erinnerungskultur – im Allgemeinen wie auch mit besonderem Fokus auf das Porträt der ehemaligen Oberbürgermeisterin. In einem Gespräch geben Henriette Reker, Helena Parada Kim sowie der zuständige Kurator für Gemälde des Kölnischen Stadtmuseums, Dr. Volker Hille, Einblicke in den Entstehungsprozess, die künstlerischen Entscheidungen und das Verhältnis von Amt, Person und Bild.

Helena Parada Kim:

Das Porträt der ehemaligen Oberbürgermeisterin meiner Heimatstadt Köln für das Rathaus zu malen, hatte für mich eine besondere Bedeutung. Frau Reker stand stets für ein offenes und liberales Köln – mit dieser Haltung als in Köln verwurzelte Künstlerin identifiziere auch ich mich."

Festsitzung Henriette Reker und Torsten Burmester© Stadt Köln: Tom Zygmann
Stadt Köln - Amt für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit