© Köln-Rio Städtepartnerschaftsverein e. V.

Städtepartnerschaft bedeutet Neugierde erzeugen, aufeinander zugehen, sich kennenlernen, sich austauschen, klein planen und groß träumen, Distanz abschaffen, Vorurteile abbauen, Respekt zeigen...

Für mich persönlich bietet die Partnerschaft zwischen meiner Geburtsstadt Rio de Janeiro und meinem langjährigen Zuhause und dem Geburtsort meiner Kinder, Köln, meine beiden geliebten Heimaten zu verbinden. Zwei schöne, jecke Städte, die bei allen Unterschieden auch erstaunliche Gemeinsamkeiten haben. Sei es der Karneval, dessen Bedeutung man nicht unterschätzen sollte, oder auch die offene, humorvolle, solidarische Grundstimmung der Bewohner*innen an Rhein und Guanabara-Bucht. Vielleicht auch eine etwas großspurige, schlampige Mentalität, die so manches Projekt gefährdet.

Sehr gefreut habe ich mich über die aufrichtige Anteilnahme von Oberbürgermeisterin Henriette Reker nach dem gewaltsamen Tod der Stadträtin Marielle Franco und über die Hilfe nach dem Brand des Historischen Museums in Rio de Janeiro. Überhaupt fühle ich mich als Carioca und neue Vorsitzende des Köln-Rio e. V. in Köln sehr wohl und freue mich über das Engagement von Stadtverwaltung und Politik.

Für das Jubiläumsjahr haben wir uns trotz Corona einiges vorgenommen. Unser jährliches Brasilonia-Festival konnte zwar diesmal nur als Stream laufen, aber unsere Ausstellungseröffnung mit Joana Stange und Musik von Denise Krammer war dann schon öffentlich. Im Spätsommer und Herbst wird es dann eine musikalische Lesung mit Elvira Santos und Wolfram Fuchs am 1. August in der Zentralbibliothek und ein kleines Köln-Rio-Festivälchen im Rahmen des Bühnensommers am 27. August in Odonien geben. Weitere Veranstaltungen sind in Planung und auch unsere regelmäßigen offenen Köln-Rio-Treffs können wir hoffentlich bald wieder anbieten.

Dabei vergessen wir natürlich nicht unser soziales Engagement gegen die aktuellen Krisen in Brasilien, insbesondere für die durch die Covid-Pandemie und politische Misswirtschaft betroffenen ärmsten Bevölkerungsgruppen, zum Beispiel in der Favela da Maré.

Bleibt der Dank an alle, die unsere junge Städtepartnerschaft in den letzten zehn Jahren unterstützt haben, und die Hoffnung, dass es sich auch in Rio bald wieder zum Guten wendet.

Abraços und alles Gute!


Marcia Ramalho – Vorsitzende Köln-Rio Städtepartnerschaftsverein e. V. 

Der Köln-Rio Städtepartnerschaftsverein stellt sich vor

Impressionen vom Brasilonia-Festival

© Köln-Rio Städtepartnerschaftsverein e.V.
Rechts im Bild: Die Vorsitzende Marcia Ramalho
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