Nachdem bereits erste Kontakte zu Istanbul bestanden, wurde 1997 die Partnerschaft mit der türkischen Stadt am Bosporus offiziell besiegelt. Sie sollte zum einen als wesentliche Stütze der Demokratie dienen, zum anderen auch den Austausch von Wissen und Kultur beider Partner anregen. Ein wichtiges Anliegen ist die Weiterentwicklung der traditionellen deutsch-türkischen Beziehungen.

Da beide Partner in den Bereichen Wirtschaft und Kultur eine wichtige Rolle spielen, stehen von Anfang an Kulturveranstaltungen wie Ausstellungen, Lesungen und Theateraufführungen im Vordergrund der gemeinsamen Aktivitäten. Den Bewohnerinnen und Bewohnern beider Städte bieten sich in den Vorträgen über Musik und Kultur des anderen oder durch Besuche zahlreiche Gelgenheiten zum gegenseitigen Kennenlernen. Insbesondere die Schülerschaft und Jugendliche haben durch gegenseitige Besuche Kontakte knüpfen können. Auch die Universitäten, insbesondere die Medizinischen Fakultäten kooperieren miteinander.

Zahlen und Fakten zur Partnerstadt

Als einzige Stadt der Welt befindet sich Istanbul gleichzeitig auf zwei Kontinenten: Europa und Asien. Die Stadt erstreckt sich über eine Fläche von 5.591 Quadratkilometern. Das Marmarameer, der Bosporus und das goldene Horn sorgen für eine Dreiteilung Istanbuls.Mit über 10 Millionen Menschen ist Istanbul die am dichtesten besiedelte Stadt der Türkei. Die Mehrheit der Bevölkerung gehört dem islamischen Glauben an. Angehörige des griechisch-orthodoxen, christlichen und jüdischen Glaubens bilden Minderheiten.In der Stadt mit den sieben Hügeln sind die Sommer feuchtheiß und die Winter mild.

Geschichte

Dank der vorzüglichen geographischen Lage am Bosporus, wo sich zwei Kontinente berühren, wurde schon früh eine Stadt gegründet. Von hier aus hatte man die Kontrolle über den Seeweg vom Schwarzen Meer ins Mittelmeer und über den Landweg von Südeuropa nach Vorderasien.

Die erste Städtegründung erfolgt im Jahr 660 vor Christus durch dorische Griechen. Nach ihrem Gründer Byzas erhält die neue Stadt den Namen Byzantinon.

Im 4. Jahrhundert unternimmt der makedonische König Philip II. den erfolglosen Versuch, die Stadt einzunehmen. Der Legende nach wurde die Bevölkerung durch den Mond vor dem Angriff gewarnt. Noch heute ist der Halbmond, der auf der türkischen Flagge zu sehen ist, das Wahrzeichen der Stadt. Im Jahre 324 nach Christus wurde die Stadt bei Machtstreitigkeiten durch den römischen Kaiser Konstantin, der der Stadt den Namen Konstantinopel verlieh, stark zerstört. Konstaninopel wird zur Hauptstadt des römischen Reiches.

Im 14. Jahrhundert schwächen Bürgerkriege, Erdbeben und eine Pestepidemie die Stadt. Im 18. Jahrhundert führt die zunehmende Bedeutung des englischen und niederländischen Überseehandels zu einer wirtschaftlichen Krise. Im 19. Jahrhundert werden die Bereiche Heer, Verwaltung, Wirtschaft und Gesetzgebung nach europäischem Vorbild reformiert.

1923 wird als Folge der Unabhängigkeitsbestrebungen die Türkische Republik ausgerufen. Obwohl Ankara nun Hauptstadt des neuen Staates wird, ist Istanbul noch immer kulturelles und wirtschaftliches Zentrum. Das Militär übernimmt in den Jahren 1960 und 1972 die Macht. 1973 wird die Bosporus - Brücke als einer der längsten Hängebrücken der Welt eingeweiht, was der wirtschaftlichen Entwicklung der asiatischen Stadtteile zu Gute kommt.

Kultur und Sehenswertes

Die Metropole Istanbul kann mit einer großen Vielzahl an kulturellen Angeboten aufwarten. Internationalen Bekanntheitsgrad hat das Städtische Symphonieorchester erlangt. Alljährlich findet im Sommer das Istanbul-Festival, das mit Kammermusik, Opernaufführungen, modernem Tanztheater, Jazz sowie Folklore eine große Vielfalt bietet. Das traditionelle Schattentheater, fester Bestandteil der Kultur des osmanischen Reiches, hat heutzutage an Bedeutung verloren. Immer seltener sieht man die Aufführung eines Schattenspiels, das mit musikalischer Begleitung ein Streitgespräch zwischen zwei unterschiedlichen Freunden darstellt.

Immer wieder ergibt sich die Gelegenheit, auf den Spuren der Vergangenheit zu wandeln. Besonders gut kann man dies im Archäologischen Museum Arkeoloji Müzesi oder im Museum für Altorientalische Kunst, Eski Sark Eserleri Müzesi, tun. Eine der Hauptattraktionen ist sicherlich die Hagia Sophia, das geistige Zentrum des byzantischen Reiches. Nach der Eroberung Istanbuls durch die Osmanen wurde die ehemals christliche Kirche zur Hauptmoschee der Stadt umgewandelt.

Das türkische Bad, Hamam genannt, hat über seine ursprünglich religiöse Bedeutung hinaus seit jeher auch eine kommunikative Funktion. Insbesondere für Frauen bot sich hier die Gelegenheit, sich in größeren Gruppen auszutauschen. In den Teestuben treffen sich die Männer zu einem Schwätzchen, oder um das beliebte Nationalspiel Tavla zu spielen, das wir als Backgammon kennen.

Am 23. April wird die Unabhängigkeit von den Osmanen gefeiert. Ein anderes beliebtes Fest ist Seker Bayram, das Zuckerfest. Nach dem Fastenmonat Ramadan wird drei Tage lang gefeiert und besonders die Kinder werden mit viel Süßigkeiten verwöhnt.

Trotz der modernen Bauten ist noch heute die osmanische Architektur allgegenwärtig. Darüber hinaus trifft man auch auf Bau- und Kunstdenkmäler der Antike und der byzantinischen Zeit. Neben Befestigungsanlagen und Palästen prägen die mehr als 3.000 Moscheen mit ihrer prunkvollen Ausstattung das Stadtbild. Von Weitem erblickt man schon die sieben Hügel, die jeweils mit einer Moschee versehen sind. Ein touristisches Muss ist sicher ein Besuch der Hagia Sophia, Symbol des christlich - orthodoxen Glaubens aus der byzantinischen Zeit. Unter den Osmanen wurde sie zur Moschee umgebaut. Der Basar Kapali Carsi, der zu einem eigenen Stadtteil herangewachsen ist, lädt dazu ein, das typisch orientalische Flair mit Handel und Feilschen zu genießen.

Sehr beliebt sind die ausgedehnten Strände am Schwarzen Meer, aber sehenswert sind sicher auch die Prinzeninseln im Marmarameer, auf die die byzantinischen Herrscher verbannt wurden. Wer ein wenig das Landesinnere bereisen möchte, sollte eine Fahrt mit dem legendären Orient-Express unternehmen, dessen Endhaltestelle sich in Istanbul befindet.

Unsere Partner

Verein zur Förderung der Städtepartnerschaft Köln - Istanbul e. V.

© Städtepartnerschaftsverein Istanbul Köln e. V.

Wir möchten mit unserer Arbeit einen Beitrag zur Völkerverständigung zwischen Deutschen und Türken leisten.

Seit 1997 gestaltet der Städtepartnerschaftsverein mit großem Engagement im Rahmen von ganz unterschiedlichen Projekten zu einer Vielzahl von Themenfeldern die freundschaftlichen Beziehungen zwischen beiden Städten und ihren Bürgerinnen und Bürgern. 

Der Verein zur Förderung der Städtepartnerschaft Köln - Istanbul im Porträt
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Kontakt zur Partnerstadt Istanbul

Offizielle Internetseite der Stadt Istanbul (auf Türkisch und Englisch)