Photovoltaik und Schulgarten geplant

Bevor mit dem Erweiterungsbau begonnen werden konnte, musste der in die Jahre gekommene Pavillonbau nordöstlich des Bestandsgebäudes entkernt und zurückgebaut werden. Im Anschluss wurde Glasschaumschotter als lastabtragende Schicht eingebracht. Bei dem Granulat handelt es sich um einen mineralischen Leichtbaustoff, der aus reinem Altglas hergestellt wird und der Wärmedämmung und Stabilisierung dient. Das Granulat besteht aus gebrochenem Schaumglas und ermöglicht wärmebrückenfreies Bauen. Und obwohl erst im Februar 2021 das Baufeld eingerichtet und vorbereitet wurde, wächst der Rohbau bereits deutlich empor.

© Alfred Mithöfer Global Estate GmbH

Der freistehende Erweiterungsbau wird der Sekundarstufe II der Gesamtschule sowie ihrem Ganztagsbetrieb dienen. Im zweigeschossigen Gebäudeteil sollen die Unterrichtsbereiche untergebracht werden, im eingeschossigen Teil der Ganztagsbereich. Die Bruttogrundfläche für den neuen Baukörper beträgt rund 2.200 Quadratmeter. Davon befinden sich etwa 600 Quadratmeter auf dem Dach, wo neben der Lüftungseinrichtung auch eine Photovoltaik-Anlage installiert wird. In den Bestandsgebäuden wird ebenfalls umgebaut und saniert. Hier entstehen neue Selbstlernräume und neue Raumaufteilungen. Zudem werden die Bodenbeläge und Netzwerkverkabelung erneuert. Bei der Neugestaltung des Schulhofes werden neue Bäume gepflanzt. Zudem entsteht entlang der Ostfassade der Turnhalle ein Pflanzbeet für Gräser und Heckenpflanzen. An der Südostecke des Neubaus wird ein Schulgarten angelegt. Auf die Fassade des Neubaus wird abschließend ein dreifarbiger Putz aufgebracht, wie bei den vorhandenen Schulgebäuden. Die Fertigstellung ist für das zweite Quartal 2022 vorgesehen. Der Neubau wird Platz für rund 120 zusätzliche Schüler*innen bieten. 

Vorteile beim Bauen in öffentlich-privater Partnerschaft

Bei der Realisierung von Bauprojekten in öffentlich-privater Partnerschaft besteht ein Zeitvorteil von 24 bis 36 Monaten gegenüber Eigenrealisierung in gewerkeweiser Vergabe. Da wir nur Mieterin sind, übernehmen die privaten Partner*innen im Anschluss zudem den laufenden Betrieb der Gebäude. Im August 2018 war nach nur sechsmonatiger Bauzeit bereits eine Mensa für den Standort in öffentlich-privater Partnerschaft geplant, gebaut, in Betrieb genommen und von der Schülerschaft eingeweiht worden. Damals befanden sich noch drei Schulen vor Ort. Kurz darauf entschied der Rat, die Schul-Nebenstelle in eine selbstständige, integrative Gesamtschule zu überführen.