Am 24. November 1999 bekam Dr. h. c. Norbert Burger (24. November 1932 bis 16. Mai 2012) die Kölner Ehrenbürgerwürde verliehen.

Burger war 19 Jahre, von 1980 bis 1999, Oberbürgermeister der Stadt Köln. Bereits 1963 war er als Verwaltungsbeamter zur Stadt Köln gekommen und konnte schon damals als Leiter des Schulverwaltungsamtes im Schul- und Bildungsbereich wichtige Entwicklungen und Neuerungen auf den Weg bringen, etwa die Gründung von zehn städtischen Gymnasien oder den Aufbau eines differenzierten Sonderschulwesens. Als Dezernent für Jugend und Soziales verdreifachte er die Anzahl der städtischen Kindergärten und strukturierte die Alten- und Pflegeheime um.

Während der Amtszeit Burgers als Oberbürgermeister entwickelte sich Köln immer mehr zu einer wichtigen Medienstadt. Burger erkannte die Probleme und Chancen, die mit dieser neuen wirtschaftlichen Entwicklung verbunden waren, und nutzte sie. Seit 1990 wurde das Gelände des ehemaligen Güterbahnhofes Gereon in den Mediapark verwandelt.

Maßgeblich beteiligt war Burger auch an der Förderung von Bio- und Gentechnologie in den 1990er Jahren sowie am Ausbau der Kölner Verkehrsinfrastruktur. Beispielhaft sind dabei der Anschluss Kölns an das internationale Hochgeschwindigkeitsnetz der Bahn oder der Ausbau des öffentlichen Personennahverkehrs zu nennen.

Ein weiterer Schwerpunkt in Norbert Burgers Wirken als Repräsentant Kölns war sein Engagement für die Kölner Städtepartnerschaften. Während seiner Amtszeit konnte er die Zahl von zwölf auf 23 erhöhen und so die internationalen Beziehungen Kölns weiter ausbauen.