Stadt, Wohnungswirtschaft und Verbände unterzeichnen Kölner Wohnbündnis

Nach mehrjähriger intensiver gemeinsamer Arbeit ist am 27. November 2017 mit der Unterzeichnung des "Kölner Wohnbündnisses" ein wohnungspolitischer Meilenstein gesetzt worden. Zu diesem Anlass kam das Kölner Wohnungsbauforum zu einer besonderen Sitzung zusammen.

© Stadt Köln

Das Wohnungsbauforum unter Leitung von Oberbürgermeisterin Henriette Reker hat sich seit vielen Jahren als Gremium zum Austausch von Informationen und Erfahrungen rund um das Wohnen in Köln und zu Beratungszwecken etabliert. Träger der gemeinsamen Initiative sind neben uns, vertreten durch Oberbürgermeisterin Reker, die Arbeitsgemeinschaft Kölner Wohnungsunternehmen (köln ag), die Wohnungsbau Initiative Köln (WIK), der Kölner Haus- und Grundbesitzerverein von 1888 (Haus und Grund), der Bundesverband Freier Immobilien- und Wohnungsunternehmen, Landesverband Nordrhein-Westfalen, sowie der Verband der Wohnungswirtschaft Rheinland Westfalen.

Die Vereinbarung gilt für einen Zeitraum bis 2030. Im Kölner Wohnbündnis wird dokumentiert, mit welchen Beiträgen sich die jeweiligen Institutionen einbringen können mit dem Ziel, den Wohnstandort Köln zu stärken und zu profilieren. Es unterstreicht die Notwendigkeit und den Wert der Zusammenarbeit. Das Kölner Wohnbündnis setzt einen Fokus auf die Schaffung von zusätzlichem Wohnraum, vornehmlich von bezahlbaren Geschosswohnungen.

Kölner Wohnbündnis
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Die Attraktivität unserer Stadt, die ihren Ausdruck in steigenden Einwohnerzahlen findet, führt letztlich zu Engpässen in der Wohnraumversorgung. Dies ist kein Luxusproblem, im Gegenteil: Der Druck, schnell zu agieren, ist groß. Und das geht nur im Rahmen einer gemeinsamen Aktion,

betont Oberbürgermeisterin Henriette Reker.

Mit dem Wohnbündnis sollen wichtige Inhalte der Zusammenarbeit erweitert werden, beispielsweise

  • um den wichtigen Wohnungsbestand, in dem sich das Marktgeschehen zum weitaus größten Teil abspielt
  • um die Gestaltung von Wohnquartieren und ihren Infrastrukturen
  • um die demographischen Herausforderungen sowie
  • um die Themenfelder Klimaschutz/Klimaanpassung und Mobilität.

Selbstverständlich bedarf auch die Umsetzung der im Wohnbündnis getroffenen Vereinbarungen der kritischen Begleitung beziehungsweise Prüfung. Insofern hat das Kölner Wohnbündnis einen prozessualen Charakter. Die im Kölner Wohnbündnis vereinbarten Zielsetzungen und Zielzahlen sollen Signalwirkung entfalten und sind, wie in den anderen deutschen Städten mit ähnlichen Vereinbarungen, sehr ambitioniert.

Hervorgegangen ist das Kölner Wohnbündnis aus dem im Februar 2014 vom Rat beschlossenen Stadtentwicklungskonzept Wohnen. Dieses Konzept verfolgt einen integrierten Ansatz und ist ebenfalls gemeinsam mit den wohnungspolitischen und wohnungswirtschaftlichen Akteurinnen und Akteuren erarbeitet worden. Zu den vielen im Zusammenhang mit dem Konzept Wohnen bereits umgesetzten oder eingeleiteten Einzelmaßnahmen zählen unter anderem:

  • das Kooperative Baulandmodell
  • die Mobilisierung von zusätzlichen Wohnflächenpotenzialen und die Zusammenführung zu einem neuen, im Jahr 2018 zu veröffentlichenden Wohnungsbauprogramm 2030
  • die Vergabe von städtischen Grundstücken nach Konzeptqualität
  • die Einrichtung der Wohnungsbauleitstelle
  • die Beschleunigung von Bauleitplanverfahren und
  • die Vorbereitungen zum Erlass so genannter "Sozialer Erhaltungssatzungen".

Alle Unterzeichner und die dahinter stehenden Organisationen und Institutionen müssen sich sehr anstrengen, um die Bautätigkeit in Köln deutlich zu erhöhen. Die Ziele sind ambitioniert. Aber ich bin zuversichtlich, dass das Kölner Wohnbündnis ab dem heutigen Tag zu einer Aufbruchstimmung führen wird und die Wohnungswirtschaft und Verbände sowie alle Beteiligten motiviert, das Engagement weiter mit Hochdruck fortzuführen - zum Wohl unserer Stadt,

so Oberbürgermeisterin Reker.