1958 wurde zwischen Köln, Esch-sur-Alzette, Lüttich, Rotterdam, Turin und Lille eine Ringpartnerschaft vereinbart. Hierbei sollte das Zusammenrücken Europas auf kommunaler Ebene gefördert werden. Diese besondere Freundschaft war wurde 1983 noch einmal bekräftigt.

Zudem wurde am 3. Juli 1958 ein separater Freundschaftsvertrag zwischen Köln und Esch-sur-Alzette unterzeichnet. Diesem haben sich verschiedene Schulen beider Städte angeschlossen und sind Partnerschaften eingegangen, um insbesondere den Austausch von jungen Menschen beider Länder zu fördern. Darüber hinaus finden regelmäßige Sportwettbewerbe zwischen Mannschaften beider Städte statt. Kulturveranstaltungen wie Ausstellungen und Konzerte sowie der Fachaustausch auf Verwaltungsebene in den Bereichen Soziales und Verkehr runden das Profil der Partnerschaft ab.

Zahlen und Fakten zur Partnerstadt

Mit 26.800 Einwohnerinnen und Einwohnern ist Esch-sur-Alzette die zweitgrößte Stadt des Landes und auch Hauptsitz des Kantons Esch-sur-Alzette. Im Süden des Landes, direkt an der französischen Grenze, gilt Esch als Metropole des Eisens und Stahls in dieser Region. Der Ausländeranteil dieser kosmopolitischen Stadt beträgt etwa 43 Prozent.

Luxemburgs Klima schwankt zwischen dem maritimen Klima der Atlantikzone und dem kontinentalen Klima der osteuropäischen Ebenen. Die Durchschnittstemperatur liegt zwischen 0 Grad Celsius im Januar und etwa 17 Grad Celsius im Juli. Durch den Einfluss des Ozeans sind regelmäßige Niederschläge in den Sommermonaten und durch den kontinentalen Einfluss im Winter schneidende und trockene Kälte wetterbestimmend.

Geschichte

Die erste sichere urkundliche Erwähnung der Stadt stammt aus dem Jahre 1145. Die Abtei Münster lässt sich einen geringen Besitz in "Asch" durch ein Privileg des Papstes bestätigen, der auf eine Schenkung des Grafen von Luxemburg, den Gründer der Münsterabtei, zurückgeht. Ende des 13. Jahrhunderts wird Esch vom Grafen von Luxemburg befreit und erhält das Böhmerrecht. Um 1328 bestätigt Graf Johann der Blinde die Bürgerrechte der Ortschaft.

Wie auch in Köln gab es in Esch Hexenverfolgungen und Hexenprozesse im 16. Jahrhundert. In der Zeit von 1575 bis 1629 wurden 25 Menschen verbrannt, gehängt oder auf andere Weise in fragwürdigen Prozessen verurteilt und hingerichtet.

Im Dreißigjährigen Krieg zwischen 1624 und 1649 wird die Stadt durch Brände, Verwüstungen und Pestepidemien ruiniert. Esch wird zum "Mauvaise Esch". Im Jahre 1671 verliert Esch durch den Generalstatthalter der spanischen Niederlande, Graf von Monterey, seine Stadtrechte. Graf von Monterey war es auch, der die Escher Stadtmauern im gleichen Jahr niederreißen ließ. Der Verlust der Stadtrechte dauerte bis ins Jahr 1906 an.

1742 wird Esch eine selbständige Pfarrei mit dem Namen St. Johann. In dieser Zeit zählte das Pfarreiregister 17 verschiedene Berufsgruppen in der Stadt: Hierzu gehörten unter anderem die Berufsgruppe der Bauern, der Weber, der Schreiner und der Zimmerleute, der Schneider, der Schuster, der Maurer, der Gärtner, der Hirten, der Gerber. Es war einen Notar, ein Lehrer und ein Pfarrer im Register verzeichnet.

Im Jahre 1853 wurde die Postkutschenverbindung Esch - Luxemburg eingeweiht und bereits sechs Jahre später, 1859, baute man den ersten Bahnhof, den Rue St. Antonie. 1860 wurde die Eisenbahnstrecke Esch - Bettemberg eingeweiht, der 1873 die Strecke Esch-Pétange-Athus folgen sollte. Durch die Verlagerung des Schwerpunkts der Eisenindustrie in das Minettebecken im Süden Luxemburgs in den Jahren 1870 bis 1914 kam es zur raschen Entwicklung Eschs vom ländlichen Kantonalhauptort zur Industriestadt. 1870 begann auch die Einwanderungswelle vorwiegend deutscher Arbeiterinnen und Arbeiter sowie von Angestellten in der Schwerindustrie.

Im Jahre 1906 wird Esch wieder offiziell zur Stadt erhoben.

Kultur und Sehenswertes

Ein Anziehungspunkt ist Esch-sur-Alzette auch auf kulturellem Gebiet. Mit vielen Kunstgalerien, Bibliotheken und seinem Theater bietet die Stadt jedem etwas. Dazu gehört auch das Musikkonservatorium, das in einem ehemaligen Schlachthof untergebracht ist. Mit zahlreichen Veranstaltungen, die weit über die Grenzen bekannt sind, bietet es Einheimischen wie Touristinnen und Touristen ein vielseitiges, abwechslungsreiches Programm.

Nicht weit entfernt von den Hüttenwerken finden Besucherinnen und Besucher ein Erholungszentrum mit herrlich angelegtem Park. Dieser bietet einen Wasserfall, einen Rosengarten, beschilderte Wanderwege, Spielplätze, einen erstklassigen Campingplatz, zahlreiche Sportanlagen und ein Wildgehege.

Neben diesen Sehenswürdigkeiten gibt es aber auch eine große Anzahl an Restaurants, Bars und Diskotheken in Esch-sur-Alzette. Zahlreiche Unterhaltungs- und Aufenthaltsmöglichkeiten wie Tanzlokale, Restaurants, Diskotheken, Hotels und Gaststätten laden zum Verweilen und Genießen ein.

Unsere Partner

Verein zur Förderung der Städtepartnerschaft Köln-Esch-sur-Alzette e. V.

© Verein zur Förderung Städtepartnerschaft Köln – Esch-sur-Alzette e.V.

Wir fördern und unterstützen die Beziehungen zwischen den Partnerstädten auf möglichst vielen Ebenen. Über den regelmäßigen kulturellen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Austausch zwischen den Städten entstehen Bindungen, die zu Freundschaften werden können.

Es gibt trotz des Größenunterschieds viele Parallelen zwischen den Städten Köln und Esch-sur-Alzette und eine sehr alte Verbindung im Rahmen der Ringpartnerschaft von 1958. Der im Jahr 2020 neu gegründete Verein zur Förderung der Städtepartnerschaft hat es sich zur Aufgabe gemacht, diese Beziehung auf vielfältige Weise zu fördern.

Der Förderverein Städtepartnerschaft Köln - Esch-sur-Alzette e. V. stellt sich vor
E-Mail an den Städtepartnerschaftsverein Köln - Esch-sur-Alzette

Deutsch-Französisch-Belgische Gesellschaft Köln e. V.

© Deutsch Französische - Belgische Gesellschaft e. V.

Unser Verein hat sich die Förderung und Vertiefung der freundschaftlichen Beziehungen zwischen Deutschen, Franzosen und Belgiern zum Ziel gesetzt und will zum gegenseitigen Verständnis und zur Solidarität zwischen diesen Völkern im Sinne der europäischen Integration beitragen. 

Der Verein, auf Französisch "Société Amicale Franco-Belgo-Allmande", setzt sich nicht nur für die Förderung der Partnerschaft mit Esch-sur-Alzettte ein, sondern betreut auf der Ebene der Bürgerschaft auch die partnerschaftlichen Beziehungen zu Lille und Lüttich. Das Hauptaugenmerk liegt auf der Vermittlung der jeweiligen Kultur sowie auf der Förderung der französischen Sprache.

Die Société Amicale Franco-Belgo-Allmande im Porträt
E-Mail an die Deutsch-Französisch-Belgische Gesellschaft Köln e. V.

Kontakt zur Partnerstadt Esch-sur-Alzette

Internetseite der Stadt Esch-sur-Alzette