Köln in der Region

© Stephan Weiden

Köln ist eng verwobenen mit den Städten und Gemeinden der Region. Daher ist die regionale Zusammenarbeit für uns von besonderer Bedeutung. Die regionale Zusammenarbeit erfolgt mit der Regionalplanung auf formeller Ebene. Das bedeutet, es werden rechtlich bindende Regeln zum Umgang mit Flächen erarbeitet und festgelegt. Zudem erfolgt die regionale Zusammenarbeit auch in verschiedenen informellen Verbünden und Zusammenschlüssen mit vielen Umlandgemeinden Kölns. Hier findet ein informativer Austausch und Überlegungen zum Umgang mit Flächen statt. Hier erfolgt ein regelmäßiger Dialog zur Entwicklung der Region, konkreten Planungsvorhaben und die Erarbeitung gemeinsamer Ideen, um den Herausforderungen unserer Zeit, wie zum Beispiel Klimawandelanpassung, zu begegnen.

Regionalplan und Regionalplanung

© Stadt Köln

Der Regionalplan ist ein Raumordnungsplan. Er dient als Bindeglied zwischen unserer kommunalen Entwicklung und der gesamten Entwicklung des Bundeslandes und gibt uns Planungssicherheit. Sein Ziel ist es, Flächen bedarfsgerecht bis zum Jahr 2046 zur Verfügung zu stellen. 

Der Regionalplan legt die aktuellen und zukünftigen Siedlungs-, Freiraum- und Infrastrukturentwicklungen fachlich integriert in einem Maßstab von 1:50.000 zeichnerisch fest. Zudem werden Ziele und Grundsätze der Raumentwicklung textlich festgelegt. Bei raumbedeutsamen Planungen müssen die festgelegten Ziele durch die nachgeordneten Planungsträger, das sind zum Beispiel Städte und Gemeinden, zwingend beachtet werden.

Festgelegte Grundsätze müssen hingegen im Rahmen einer Abwägung auf nachgeordneten Planungsebenen berücksichtigt werden und sind weniger bindend. In Nordrhein-Westfalen hat der Regionalplan auch die Funktion als Landschafts- und forstlicher Rahmenplan. Der Regionalplan muss nach Paragraph 13 Absatz 1 Nummer 2 Raumordnungsgesetz für die Teilräume der Länder aufgestellt werden, in Nordrhein-Westfalen durch die Regierungsbezirke.

Grundlage der Regionalplanung bilden der Landesentwicklungsplan und das Landesentwicklungsprogramm Nordrhein-Westfalen sowie die bestehenden Planungen der Kommunen und der Träger raumwirksamer Fachplanungen. Für die Stadt Köln ist die Bezirksregierung Köln die federführende Regionalplanungsbehörde.

Die Bezirksregierung Köln überarbeitet derzeit in Abstimmung mit dem Regionalrat den Regionalplan für den Regierungsbezirk Köln. Zu den übergeordneten Zielen der Regionalplanung zählen unter anderem

  • die Sicherung der Daseinsvorsorge
  • die Schaffung gleichwertiger Lebensverhältnisse
  • die Sicherung von Freiräumen
  • der Schutz der natürlichen Lebensgrundlagen
  • die Eröffnung von Zukunftschancen
Weitere Informationen zum aktuellen Regionalplan Köln auf den Seiten der Bezirksregierung Köln

Neuaufstellung Regionalplan

© Bezirksregierung Köln

Der Regionalrat des Regierungsbezirks Köln hat in seiner 5. Sitzung am 10. Dezember 2021 beschlossen, das Aufstellungsverfahren für einen neuen Regionalplan durchzuführen. Dieser bezieht sich räumlich auf den gesamten Regierungsbezirk Köln. Er legt die regionalen Ziele der Raumordnung für die Entwicklung der Region Köln sowie für alle raumbedeutsamen Planungen und Maßnahmen fest. Wesentliche Inhalte sind Vorgaben für den Siedlungsraum, den Freiraum und für die Planung von Infrastruktur. Weiterhin gibt es übergreifende Themen wie Klimaschutz- und Klimaanpassung oder erhaltende Kulturlandschaftsentwicklung.

Öffentliche Auslegung

Mit dem Aufstellungsbeschluss hat der Regionalrat die Bezirksregierung Köln beauftragt, die öffentliche Auslegung zur Neuaufstellung des Regionalplans Köln einzuleiten. Sie haben innerhalb der Auslegungsfrist vom 7. Februar bis 31. August 2022 Gelegenheit, zur Neuaufstellung des Regionalplans Stellung zu nehmen.

Die Planunterlagen sowie Informationen zu den Möglichkeiten zur Stellungnahme finden Sie auf der Internetseite der Bezirksregierung:

Zur Beteiligung Neuaufstellung Regionalplan Köln

Kooperationen mit dem Umland

Wir sind eng verwoben mit den Städten und Gemeinden der Region. Arbeits-, Wohn- und Freizeitorte ebenso wie Produktionsstandorte finden sich an verschiedenen Orten in der Region. Sie achten nicht auf Stadt- und Kreisgrenzen. Deshalb ist es für eine wirkungsvolle und nachhaltige Entwicklung unserer Stadt wichtig, mit den Städten und Gemeinden, Kreisen und Institutionen der Region konstruktiv zusammenzuarbeiten. Dies machen wir seit vielen Jahren auf unterschiedlichen Ebenen und in verschiedenen Verbünden, die alle miteinander im Austausch stehen. Dies sind unter anderem:

  • Region KölnBonn e. V.
  • S.U.N. Stadt Umland Netzwerk (linksrheinische Kommunen)
  • K&RN (Kooperation Köln und rechtsrheinische Nachbarn) 

Region Köln/Bonn e. V.

© RegionKölnBonn

Der Region Köln/Bonn e. V. ist ein Zusammenschluss der kreisfreien Städte Köln, Bonn und Leverkusen sowie der Kreise Rhein-Sieg-Kreis, Rhein-Erft-Kreis, Rhein-Kreis Neuss, Oberbergischer Kreis und Rheinisch-Bergischer Kreis. Der Verein wurde 1992 gegründet. Er hat zum Ziel, die regionale Zusammenarbeit zwischen den Kommunen und Kreisen zu stärken und gemeinschaftlich eine strategische Ausrichtung der Region Köln/Bonn zu intensivieren. Dabei liegt der Fokus auf den Arbeitsfeldern Rhein, Natur und Landschaft, Siedlungsentwicklung, Tourismus und Naherholung, Kultur, Strukturpolitik und Wirtschaftsförderung, Energie/Klima und der Beratung zum Fördermittelmanagement.

Weitere Informationen finden Sie auf den Seiten des Region Köln/Bonn e.V.
© Stadt Umland Netzwerk

Das Stadt Umland Netzwerk (S.U.N.)

Der Stadt-Umland-Verbund hat sich im Rahmen des vom damaligen Ministerium für Bauen, Wohnen, Stadtentwicklung und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalens im Juni 2016 initiierten Projektaufrufs "StadtUmland.NRW" gegründet, um sich den Chancen und Herausforderungen des dynamischen Wachstums der Stadtregion Köln zu stellen. Die am Ende ausgezeichneten Verbünde sollten vom Landesministerium in besonderer Weise in Förderprogrammen berücksichtigt und bei der Weiterentwicklung und Umsetzung der in den Zukunftskonzepten formulierten Projekte unterstützt werden.

Das Stadt Umland Netzwerk, S.U.N., ist der Zusammenschluss des Rhein-Erft-Kreises (Konsortialführer) und der Städte Köln, Bedburg, Bergheim, Brühl, Elsdorf, Erftstadt, Frechen, Hürth, Kerpen, Pulheim, Wesseling und Dormagen sowie der Gemeinde Rommerskirchen. Die Geschäftsstelle ist beim Rhein-Erft-Kreis angesiedelt. Grundlage der Kooperation ist ein gemeinschaftlich erarbeitetes Zukunftskonzept unter dem Leitbild "zusammenWACHSEN", das von der Fachjury des Projektaufrufs "StadtUmland.NRW" ausgezeichnet wurde. Zu den aktuellen thematischen Schwerpunkten zählen die Zusammenarbeit im Rahmen der Regionalplanüberarbeitung, des Strukturwandels im Rheinischen Revier sowie die gemeinsame Arbeit im Rahmen des Projektes NACHWUCHS.

Weitere Informationen finden Sie auf den Seiten des Stadt-Umland-Netzwerks
© Stadt Umland Netzwerk

NACHWUCHS – Nachhaltiges Agri-Urbanes zusammenWACHSEN

Das Projekt "NACHWUCHS – Nachhaltiges Agri-Urbanes zusammen-WACHSEN", beschäftigt sich seit Juli 2018 mit nachhaltigen Raumbildern und Siedlungskonzepten für das Gebiet der S.U.N.-Region. Ziel des Forschungsprojektes ist die Entwicklung innovativer, flächensparender Raumstrukturen und zugleich attraktiver Siedlungsformen für das 21. Jahrhundert. Die Flächeninanspruchnahme soll reduziert und die Konflikte zwischen Landwirtschaft und Siedlungsentwicklung sollen minimiert werden.

Dabei werden Trends wie neue Wohn- und Lebensformen, intelligente Mobilität und der bevorstehende Strukturwandel berücksichtigt. Bearbeitet wird das Forschungsprojekt vom S.U.N. in einem Verbund mit der Universität Bonn, der Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen, der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule Aachen und den beiden Forschungsinstituten gaiac und empirica. Das Vorhaben wird über die Projektlaufzeit von fünf Jahren mit 2,4 Millionen Euro vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert. Dabei sind drei Jahre für Forschung und Entwicklung vorgesehen und zwei Jahr für die Umsetzung.

Weitere Informationen zum Projekt NACHWUCHS – Nachhaltiges Agri-Urbanes zusammen-WACHSEN finden Sie auf der Seite des Projektes

Köln und rechtsrheinische Nachbarn - K&RN

© StadtUmland.NRW

2016 gründete sich die rechtsrheinische Kooperation "Köln und rechtsrheinische Nachbarn" im Rahmen des Projektaufrufs "Stadt Umland.NRW" vom damaligen Ministerium für Bauen, Wohnen, Stadtentwicklung und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalens.

Die Städte Köln, Leverkusen, Bergisch Gladbach, Rösrath, Troisdorf, Niederkassel sowie der Rheinisch-Bergische-Kreis und der Rhein-Sieg-Kreis arbeiten seitdem konstruktiv zusammen, begleitet und unterstützt vom Region Köln/Bonn e. V. und dem Zweckverband Nahverkehr RheinSieg, VRS. 

Ziel ist es, den Herausforderungen des dynamischen Wachstums der Stadtregion Köln sowie bestehenden Zukunftsaufgaben zu begegnen, wie beispielsweise der Klimawandelanpassung. Räumlich-funktionale Zusammenhänge enden nicht an Stadtgrenzen.

Grundlage der inhaltlichen Arbeit der Kooperation ist ein gemeinschaftlich erarbeitetes "Regiebuch" mit Schlüssel- und Impulsprojekten zur regionalen Abstimmung und zur Vorbereitung anschließender kommunaler Planungen. Konkret wurde auf Initiative der Kooperation bereits eine Machbarkeitsstudie für ein RadPendlerRouten-Konzept erarbeitet.

Zur Beschlussvorlage Machbarkeitsstudie leistungsfähige RadPendlerRouten im Rechtsrheinischen

Metro KLIMA LAB

Das Projekt Metro "METRO-KLIMA-LAB – Konzept zur klimatischen Qualifizierung des metropolitanen Landschaftsraums Niederkassel-Troisdorf-Köln" ist ein interkommunales Gemeinschaftsvorhaben der Städte Köln, Troisdorf und Niederkassel mit Unterstützung des Rhein-Sieg-Kreises und begleitet vom Region KölnBonn e.V. Es wurde im März 2021 als Projekt zum Bundesprogramm zur "Anpassung urbaner Räume an den Klimawandel" beim Bundesinstitut für Bau-, Siedlungs- und Raumforschung, BBSR, eingereicht und in einem ersten Schritt positiv beschieden.

Mit dem Metro KLIMA-LAB soll für den Landschaftsraum zwischen Niederkassel, Troisdorf und Köln, an dessen Rand mehr als 100.000 Menschen leben, ein Freiraumkonzept zur Klimawandelanpassung erarbeitet werden, das den Raum durch multicodierte Maßnahmen – bspw. im Rahmen eines anschließenden durchführungsorientierten Fördervorhabens – zu einem resilienten "METRO-KLIMA-PARK" entwickelt.

Der im Projekt betrachtete Stadt- und Kreisgrenzen überschreitende Landschaftsraum ist mit ca. 47 Quadratkilometern einer der wichtigsten zusammenhängenden Freiräume im Verflechtungsraum der Rheinschiene mit bedeutsamen Funktionen für das Stadt- und Stadtrandklima sowie für eine verbrauchernahe Landwirtschaft.

Aktuell erfolgt die Vorbereitung der Projektantragsstellung. Mit einem Beginn der knapp zweijährigen Bearbeitung wird im 3. Quartal 2022 gerechnet.

METRO-KLIMA-LAB – ein interkommunales Projekt im Bundesprogramm zur "Anpassung urbaner Räume an den Klimawandel" im Ratsinformationssystem

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