Dialog abgeschlossen – Empfehlungen werden an die Politik übergeben

Wie soll sich die Deutzer Freiheit zukünftig entwickeln? Mit dieser Frage haben sich die Teilnehmer*innen des „Dialog Deutzer Freiheit“ über sechs Monate intensiv beschäftigt. Von Januar bis Juni 2026 kamen sie in vier Terminen mit ihren unterschiedlichen Perspektiven zusammen. Die gemeinsam erarbeiteten Empfehlungen hat die Verwaltung der Bezirksvertretung Innenstadt in ihrer heutigen Sitzung vorgelegt, sie können im Ratsinformationssystem der Stadt Köln unter SessionNet | Ergebnisse der Workshops zur Deutzer Freiheit abgerufen werden. 

Der Dank gilt allen Beteiligten für ihre Zeit und ihr Engagement. Der "Dialog Deutzer Freiheit" hat gezeigt, dass mit unterschiedlichen Sichtweisen ein konstruktiver und respektvoller Austausch möglich ist. Ziel war es, eine Perspektive für die Deutzer Freiheit zu schaffen, die von vielen getragen wird. Die Empfehlungen der Teilnehmer*innen setzen wichtige Impulse für die Entwicklung der Mobilität in Deutz.

Örtliche Akteur*innen und Anwohner*innen an einem Tisch
Am "Dialog Deutzer Freiheit" beteiligt waren Vertreter*innen sieben lokaler Vereine und Interessengruppen sowie Institutionen mit unmittelbarem Bezug zur Deutzer Freiheit. Ergänzt wurde die Gruppe durch zwölf zufällig ausgewählte Bürger*innen aus der Nachbarschaft. Darüber hinaus nahmen Vertreter*innen der Stadtverwaltung als Expert*innen an den Sitzungen teil. Die methodische Vorbereitung, Moderation und Dokumentation des Dialogprozesses erfolgte durch ein extern beauftragtes Moderationsbüro.

Neue Impulse für die Deutzer Freiheit
Die Teilnehmer*innen haben unterschiedliche Zukunftsideen und Szenarien für die Deutzer Freiheit entwickelt. Sie möchten beispielsweise, dass die Deutzer Freiheit lebenswerter wird und die Aufenthaltsqualität zunimmt. Die Deutzer Freiheit soll sich zu einem klimaangepassten Ort zum Wohle aller weiterentwickeln. Dabei gilt es, die Erreichbarkeit für Anwohner*innen, Gewerbe, Einzelhandel, Besucher*innen, Gäste und mobilitätseingeschränkte Menschen jederzeit zu ermöglichen.

Zu zahlreichen Themen konnte ein breiter Konsens erzielt werden. So wünschen sich die Teilnehmer*innen etwa mehr Grün und Beschattung, mehr Sicherheit für den Fußverkehr und eine bessere Ordnung des ruhenden Verkehrs. In einzelnen Fragen bestehen weiterhin unterschiedliche Einschätzungen, beispielsweise zur Einrichtung einer Fußgängerzone. Auch auf einen Mindestumfang an öffentlichem Parkraum konnten sich die Teilnehmer*innen nicht einigen.

So geht es weiter
Ein Großteil der Ideen richtet sich als Empfehlung an Politik und Verwaltung. Darüber hinaus wurden auch Vorschläge erarbeitet, die keiner politischen Beschlussfassung bedürfen und ohne Unterstützung der Verwaltung umgesetzt werden können. Diese Ideen können durch das Engagement von Vereinen, Initiativen, Institutionen, Gewerbetreibenden und weiteren Akteur*innen der Stadtgesellschaft verwirklicht werden. Die Teilnehmer*innen haben die Maßnahmen auch zeitlich einsortiert, vieles kann sofort oder kurzfristig umgesetzt werden, anderes braucht mehr Zeit.

Hintergrund
Auf Grundlage eines Beschlusses der Bezirksvertretung Innenstadt nach einem entsprechenden Antrag einer Bürgerinitiative hatte die Stadt Köln von Juni 2022 bis August 2023 die Deutzer Freiheit zu großen Teilen autofrei gestaltet. Mit dem Verkehrsversuch sollte geprüft werden, wie sich eine autofreie Deutzer Freiheit auf die Lebensqualität der Menschen vor Ort sowie die Geschäfte und Gastronomie in Deutz auswirkt. Zudem wurde im August 2023 ein Stimmungsbild über das städtische Online-Beteiligungsportal erhoben. Die Ergebnisse hat die Stadt Köln 2024 in einer Informationsveranstaltung vorgestellt. Die Bezirksvertretung Innenstadt hat die Verwaltung beauftragt, mit lokalen Vertreter*innen einen Workshop zur zukünftigen verkehrlichen Gestaltung der Deutzer Freiheit durchzuführen. Ein externes Moderationsbüro hat die Verwaltung dabei unterstützt und sichergestellt, dass der Dialog ausgewogen und zielgerichtet verläuft.

Stadt Köln - Amt für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit