Sicherheitsaktionen zum Beginn des neuen Schuljahres

Am Mittwoch, 2. September 2026, beginnt in Köln das neue Schuljahr. Für Kinder sind die ersten Wochen nach den Ferien im Straßenverkehr herausfordernd. Dies gilt vor allem für die große Zahl der Schulanfänger*innen.

Mit verschiedenen Aktionen möchten die Stadt Köln und ihre Partner*innen insbesondere Autofahrer*innen dafür sensibilisieren, dass Kinder als schwächste Verkehrsteilnehmer*innen besondere Aufmerksamkeit und Rücksicht benötigen.

Der "Arbeitskreis Sicherheit im Straßenverkehr" ruft daher wieder zur Rücksicht gegenüber Schüler*innen auf. Der Expertenkreis setzt sich zusammen aus: Vertreter*innen der Kölner Verkehrs-Betriebe (KVB), der Polizei Köln, der Verkehrswacht Köln e.V. und verschiedener Ämter der Stadt Köln. Gemeinsam werden hier Aktionen für mehr Sicherheit und ein besseres Miteinander im Straßenverkehr entwickelt.

Begleitend zum Schulbeginn sind ab Dienstag, 1. September 2026, folgende Maßnahmen geplant:

Plakatkampagne "Aufgepasst! Für die Sicherheit der Kinder!"
Mit der Kampagne "Aufgepasst! Für die Sicherheit der Kinder" ruft die Stadt Köln von Dienstag, 1. September, bis Montag, 14. September 2026, alle Verkehrsteilnehmer*innen zur Rücksichtnahme gegenüber Schulkindern auf. Die Plakate werden stadtweit auf 160 großformatigen Werbeanlagen präsentiert. Parallel wird bis Montag, 7. September 2026, mit der Dooring-Kampagne "Rücksicht mit Rückblick" auf rund 110 Werbeflächen an die Gefahr beim Öffnen von Autotüren erinnert.

Banner und Hinweise auf elektronischen Haltestellenanzeigern
Die Verkehrswacht Köln und die KVB rufen mit rund 70 "Augen auf! – Schule hat begonnen"-Bannern Autofahrer*innen zu besonderer Vorsicht und Rücksicht auf. Die KVB appellieren zudem mit der dynamischen Fahrgastinformation an Haltestellen: "MORGEN geht die Schule wieder los! Bitte achtet im Straßenverkehr auf die Kinder, besonders an Ampeln, Zebrastreifen, Überwegen und Kreuzungen".

"Der sichere Weg ist das Ziel" – Ordnungsamt der Stadt Köln begleitet den Schulstart
Das Ordnungsamt beteiligt sich mit der Überwachung des ruhenden und fließenden Verkehrs auch in diesem Jahr an den Maßnahmen zur Schulwegsicherung.

Vor vielen Einrichtungen wie Schulen und Kindergärten gilt zur Sicherheit bereits eine zulässige Höchstgeschwindigkeit von 30 Stundenkilometern. Um eine angepasste Fahrweise zu erreichen, überwacht das Ordnungsamt mit stationären und semistationären Messanlagen (Starenkästen und Blitzanhänger) überwiegend vor Schulen und Kindergärten die Einhaltung der Geschwindigkeit. Zusätzlich gibt es täglich an mehrfach wechselnden Schulstandorten mobile Tempokontrollen, in enger Abstimmung mit der Polizei. Im Anschluss an diese Schwerpunktaktion, von Schulbeginn bis Anfang Oktober, werden die Kontrollen in Schulnähe im Rahmen der regelmäßig stattfindenden Tempomessungen im Stadtgebiet fortgesetzt.

Nicht allein zu schnelles Fahren führt immer wieder zu teilweise schweren Unfällen mit Kindern. Eine Gefahr geht auch von falsch abgestellten Autos aus, die die Sicht von Kindern und Autofahrer*innen versperren. Vor Schulen sind in der Regel Halteverbotszonen eingerichtet, damit die Übersicht für Autofahrerende gewahrt bleibt und um zu verhindern, dass sich durch unachtsam geöffnete Fahrzeugtüren ("Dooring") Unfälle ereignen.

Wer hier mit seinem Auto hält oder parkt, setzt die Schulkinder unübersichtlichen und gefährlichen Situationen aus. Dies gilt auch für die Eltern, die ihre Kinder bringen und direkt vor der Schule aussteigen lassen. Falschparkende, die den Straßenverkehr beeinträchtigen, Bushaltestellen, Zebrastreifen oder Fußgängerüberwege zuparken und damit vor allem Schulkinder gefährden, müssen mit Verwarn- oder Bußgeldern rechnen.

Das Ordnungsamt achtet besonders auf Fahrzeuge, die in Eckbereichen parken. Diese behindern die Sicht gerade für Kindergartenkinder und Grundschüler*innen und verursachen immer wieder Unfälle. Das Ordnungsamt wird solche Verstöße konsequent ahnden und Autos gegebenenfalls auch abschleppen.

Aushang von Geschwindigkeitsanzeigetafeln
Neben Geschwindigkeitskontrollen führen die Stadt und die Verkehrswacht eine gemeinsame Aktion zur Geschwindigkeitsreduzierung durch. Vier Wochen lang werden vor insgesamt neun Schulen in allen Stadtbezirken Geschwindigkeitsanzeigetafeln installiert. Die Anlagen werden jeweils am Straßenrand, zumeist an Lichtmasten montiert. Sie ermitteln die Geschwindigkeit vorbeifahrender Fahrzeuge und zeigen diese per LED-Signal an. Die Anzeige, die mit einem Symbolbild kombiniert ist, soll Verkehrsteilnehmer*innen auf ihre Fahrgeschwindigkeit aufmerksam machen und zu einer angepassten Fahrweise anhalten.

Die Betreuung und Installation der Geräte erfolgt durch die Verkehrskadetten der Verkehrswacht Köln. Die Anlagen an den linksrheinischen Schulen wurden bereits installiert und gehen ab Dienstag, 1. September 2026, für die Dauer von vier Wochen in Betrieb. Im Rechtsrheinischen erfolgt die Aktion aus Kapazitätsgründen erst ab 16. September 2026 für die Dauer von vier Wochen.

Die Anlagen kommen an diesen Schulen zum Einsatz:
Gemeinschaftsgrundschule (GGS) Zwirnerstraße (Köln-Innenstadt), GGS Godorfer Straße (Köln-Immendorf), GGS Breslauer Straße (Köln-Weiden), Montessori-Grundschule Am Pistorhof, Standort Frohnhofstraße (Köln-Ehrenfeld), GGS Neusser Straße (Köln-Weidenpesch), Freie Waldorfschule Weichselring (Köln-Chorweiler), GGS Humboldtstraße (Köln-Porz), GGS Europaring (Köln-Neubrück) und Katholische Grundschule (KGS) Alte Wipperfürther Straße (Köln-Mülheim).

Mittwoch, 2. September, bis Freitag, 4. September 2026: "i-Dötzchen unterwegs"
Mit Lokalkolorit machen Variotafeln Kraftfahrer*innen auf Schulkinder im Straßenverkehr aufmerksam. Die strategisch positionierten Verkehrshinweistafeln erreichen auch ortsfremde Verkehrsteilnehmer*innen, die in die Stadt einfahren. Nur wenn Meldungen zu akuten Störungen vorliegen, müssen diese vorrangig geschaltet werden.

Freitag, 4. September 2026:

  • "Denk- und Dankzettelaktion" an einer Grundschule
    Die Polizei führt ab 7.30 Uhr eine Präventionsaktion mit Schüler*innen der KGS Zugweg durch. Bei dieser Aktion sprechen Kinder Verkehrsteilnehmer*innen persönlich an und appellieren mit Denk- und Dankzetteln.      
  • Auftaktveranstaltung „Augen auf! Schule hat begonnen“
    Die Verkehrswacht Köln lädt gemeinsam mit dem "Arbeitskreis Verkehrserziehung" der Kölner Schulen (AVEK) um 9.30 Uhr in die Mathilde-von-Mevissen-Grundschule, Gellertstraße 4-6, Köln-Nippes, ein. Traditionell beginnt die Veranstaltung mit einer Aufführung des Hänneschen-Theaters. Hänneschen und Freunde zeigen den Kindern, wie wichtig es ist, auf dem Schulweg und darüber hinaus immer die Augen offen zu halten. Ergänzt wird die Aufführung mit einem Programm, das von den Schülerinnen und Schülern selbst gestaltet wird.

Wichtige Hinweise für Eltern von "i-Dötzchen" in Bezug auf den Schulweg ihrer Kinder sind unter www.stadt-koeln.de/schulweg auf der Internetseite der Stadt Köln zusammengestellt.

Stadt Köln - Amt für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit