Prof. Dr. Diemert wiedergewählt sowie als Stadtdirektorin und Kämmerin bestätigt
Der Rat der Stadt Köln hat am Donnerstag, 8. Oktober 2026, zwei neue Beigeordnete für jeweils acht Jahre gewählt und folgte damit dem Vorschlag von Oberbürgermeister Torsten Burmester sowie der vom Rat eingesetzten Findungskommission.
Çiğdem Bern soll das künftige Dezernat I "Allgemeine Verwaltung, Personal und Digitalisierung" übernehmen. Falk Schnabel soll das neu geschaffene Dezernat IX "Sicherheit, Ordnung und Recht" führen.
Der Stadtrat folgte zudem dem Vorschlag von Oberbürgermeister Torsten Burmester, Prof. Dr. Dörte Diemert für eine weitere Amtszeit als Beigeordnete wiederzuwählen. Ihr wird weiterhin die Leitung des Dezernats II, "Finanzen und Gleichstellung" wie auch die Funktionen der Stadtdirektorin und der Stadtkämmerin übertragen.
Mit den Personalentscheidungen wird zugleich die im Frühjahr vereinbarte Neuordnung der Kölner Verwaltungsstruktur umgesetzt. Ziel ist es, zentrale Querschnittsaufgaben der Verwaltung stärker zu bündeln und das Thema Sicherheit in einem eigenen Dezernat organisatorisch zu verankern.
Prof. Dr. Dörte Diemert ist bereits seit Januar 2019 Stadtkämmerin der Stadt Köln und leitet das Finanzdezernat. Seit dem 1. Juli 2026 ist sie zudem Stadtdirektorin und damit allgemeine Vertreterin des Oberbürgermeisters. Zuvor war die Juristin unter anderem Stadtkämmerin und Stadtdirektorin der Stadt Duisburg sowie beim Deutschen Städtetag für Kommunalfinanzen zuständig.
Prof. Dr. Dörte Diemert:
Gemeinsam mit einem hochmotivierten Team haben wir in den vergangenen Jahren wichtige Weichen gestellt – ich denke nur an den Umgang mit der Corona-Pandemie, den Rückkauf der Messe-Nordhallen, unsere Sustainable-Finanzierungen am Kapitalmarkt und große Beteiligungsprojekte wie die Rheinlandkooperation. Gleichzeitig stellen uns die Haushaltskrise und die Transformation der Stadt vor neue Herausforderungen. Ich freue mich daher sehr, dass der Rat mir erneut das Vertrauen ausspricht und werde mich auch künftig dafür einsetzen, dass wir finanziell solide handeln und verantwortungsvolle Lösungen für unsere Stadt finden.
Die Juristin Çiğdem Bern, 1977 in der Türkei geboren, verfügt über langjährige Erfahrung in unterschiedlichen Bereichen der Kommunalverwaltung. Seit 2020 ist sie Beigeordnete der Stadt Krefeld und verantwortet dort das Dezernat für Innere Verwaltung, Bürgerservice und Feuerwehr mit Aufgaben unter anderem in Verwaltungssteuerung, E-Government und Informationstechnik. Zuvor war sie Beigeordnete in Viersen und Erste Beigeordnete in Bad Honnef. Vor ihrer kommunalen Laufbahn war Bern in verschiedenen Führungs- und Fachfunktionen bei der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben tätig.
Çiğdem Bern:
Ich bedanke mich für das mir entgegengebrachte Vertrauen. Ich werde mich mit Leidenschaft und großem Engagement für die Belange der Kölnerinnen und Kölner einsetzen, um dem Vertrauen gerecht zu werden. Ich freue mich auf die Zeit in Köln und die Zusammenarbeit mit ganz vielen tollen Menschen, die sich jeden Tag für die Stadt Köln engagieren. Mit dem Dezernat Allgemeine Verwaltung, Personal und Digitalisierung übernehme ich zentrale Aufgaben, die für die Zukunftsfähigkeit der Stadt Köln von großer Bedeutung sind. Denn eine leistungsfähige, moderne und bürgernahe Verwaltung ist eine Voraussetzung dafür, dass die vielfältigen Herausforderungen bewältigt werden können.
Der 57-jährige Jurist Falk Schnabel ist seit November 2023 Polizeipräsident in Hamburg und trägt dort Verantwortung für rund 11.000 Mitarbeitende sowie einen Haushalt von rund 1,1 Milliarden Euro. Von April 2022 bis Oktober 2023 war Schnabel Polizeipräsident in Köln. Zuvor leitete er unter anderem die Polizei Münster und die Staatsanwaltschaft Düsseldorf. Mit Schnabel kehrt ein mit Köln und den besonderen Anforderungen einer Millionenstadt bereits vertrauter Verwaltungsmanager in die Domstadt zurück.
Falk Schnabel:
Ich freue mich riesig auf die neue Aufgabe. Köln ist mir aus meiner Zeit als Polizeipräsident bekannt und ans Herz gewachsen. Die Themen Sicherheit, Ordnung und Recht, für die ich in Köln nun aus neuer Perspektive Verantwortung übernehmen darf, begleiten mich schon mein gesamtes Berufsleben. Mit dem neu zugeschnittenen Dezernat, insbesondere wenn später auch noch das Gesundheitsamt hinzukommt, besteht das Potential, zwei zentrale Herausforderungen für die Zukunft einer Großstadt nachhaltig anzugehen: Die Sicherheit im öffentlichen Raum und der Schutz der Bevölkerung angesichts hybrider Bedrohungen.