DOSB hat sich auf Mitgliederversammlung für Bewerberregion entschieden

Auf seiner außerordentlichen Mitgliederversammlung in Baden-Baden hat der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) zwischen den zwei verbliebenen Konzepten für die Austragung der Olympischen und Paralympischen Spiele 2036, 2040 oder 2044, KölnRheinRuhr und München, entschieden. Die Entscheidung der Delegierten fiel zugunsten der Münchener Bewerbung aus.

Oberbürgermeister Torsten Burmester:

Herzlichen Glückwunsch an München. Der DOSB hat eine Entscheidung getroffen, und die respektieren wir selbstverständlich. Ab heute haben wir einen deutschen Bewerber. Jetzt gilt es, alle Kräfte zu bündeln und München für die bestmöglichen Chancen im internationalen Wettbewerb zu unterstützen. Denn unser gemeinsames Ziel bleibt, Olympische und Paralympische Spiele wieder nach Deutschland zu holen.

Natürlich hätten wir uns heute ein anderes Ergebnis gewünscht. KölnRheinRuhr hat mit großer Leidenschaft für seine Idee von nachhaltigen, inklusiven und mitreißenden Spielen gekämpft. Mein besonderer Dank gilt dem Land Nordrhein-Westfalen, unseren Partnerstädten, dem organisierten Sport, unseren Partnern aus Wissenschaft, der Wirtschaftsinitiative und den vielen Menschen, die diesen Weg mit unermüdlichem Einsatz mit uns gegangen sind. Sie alle haben gemeinsam etwas geschaffen, auf das wir stolz sein können. Noch vor weniger als einem Jahr hätten uns nur wenige zugetraut, ein hervorragendes Konzept auf hohem internationalem Niveau einzureichen.
Wir waren auf Augenhöhe mit München, am Ende haben Nuancen entschieden. Mein Respekt gilt ebenso Berlin für eine starke Bewerbung und Hamburg, das den nationalen Bewerbungsprozess mit vielen guten Ideen bereichert hat. Und was mir besonders wichtig ist: Dieser Weg endet für Köln heute ausdrücklich nicht. Die Bewerbung hat in unserer Stadt etwas ausgelöst. Sie hat Menschen zusammengebracht, neue Partnerschaften geschaffen, Ideen hervorgebracht und eine Aufbruchstimmung für den Sport erzeugt. Genau diese wollen wir bewahren."

Die Bewerbung KölnRheinRuhr sah vor, die Olympischen und Paralympischen Spiele auf mehrere Kommunen mit Köln als "Leading City" zu verteilen. Mit mehr als 17 Millionen zu verkaufenden Tickets waren die zuschauerstärksten Wettbewerbe überhaupt geplant.

Olympia war ein starkes Ziel. Mehr Sport und Bewegung für die Menschen in Köln bleibt unser Ziel. Wir werden den Rückenwind nutzen, um Köln als Sportstadt weiterzuentwickeln. Unser langfristiges Ziel ist, dass Bewegung nicht mehr als einzelnes Angebot wahrgenommen wird, sondern als selbstverständlicher Bestandteil des Lebens, vom Spitzensport bis zum Sportverein im Veedel, von unseren Sportstätten bis zu niedrigschwelligen Angeboten für Kinder, Jugendliche und ältere Menschen. Gemeinsam mit der Deutschen Sporthochschule Köln, dem Stadtsportbund und weiteren Partnern haben wir dafür erste Ideen entwickelt. Mit 'Veedel in Bewegung' wollen wir einen Prozess anstoßen, der Sport, Gesundheit und Begegnung noch stärker dorthin bringt, wo die Menschen leben. So schmerzhaft die heutige Entscheidung im ersten Moment ist: Ich freue mich auf den Weg, den wir jetzt gemeinsam einschlagen. Die Olympia-Bewerbung hat Köln zusammengebracht. 'Veedel in Bewegung' soll diesen Zusammenhalt lebendig halten. Wir nehmen die Energie aus Sport, Wissenschaft, Gesundheit, Bürgerschaft und Wirtschaft mit und machen daraus konkrete Bewegung vor Ort – nicht irgendwann, nicht nur für ein Großereignis, sondern jetzt, in den Kölner Veedeln",

erklärt Oberbürgermeister Burmester.

Stadt Köln - Amt für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit