Stadtverwaltung veröffentlicht aktuellen Stand zur Baustelle in Rodenkirchen

Auf der Baustelle für den Neubau des Bezirksrathaus Rodenkirchen haben die Rohbauarbeiten begonnen und sind im Untergeschoss sowie in der Tiefgarage bereits weit fortgeschritten. Die Bodenplatte und die Außenwände des Hauptgebäudes stehen nahezu komplett. Zurzeit wird die Decke über dem Untergeschoss betoniert.

Die bauliche Fertigstellung, die technische Inbetriebnahme, die Übergabe sowie der Einzug der Verwaltung verzögernsich jedoch gegenüber der ursprünglichen Planung um drei Quartale und dauern voraussichtlich bis zum Ende des dritten Quartals 2028. Die Politik war dazu bereits informiert worden.

Die Ursachen dafür sind vielfältig und ergeben sich aus einer Verkettung verschiedener terminrelevanter Einflüsse: Die Erstellung der Ausschreibungsunterlagen zur Vergabe der Leistungen für die Neubaumaßnahme an ein Generalunternehmen dauerte ungewöhnlich lange. Der Vergabeprozess hat aufgrund eines hohen Aufkommens an Bieterfragen mehr Zeit in Anspruch genommen. Das Generalunternehmen wurde schließlich im November 2025 beauftragt, nahm die Arbeit unverzüglich auf und erarbeitet die sogenannte Ausführungsplanung. Im Juni starteten die Rohbauarbeiten.

Aus dem insgesamt sehr hohen Abstimmungs- und Koordinationsaufwand im Projekt ergeben sich teilweise technisch notwendige Planungsanpassungen. Auch archäologische Untersuchungen und Funde (Historische Hofanlage aus dem 19. Jahrhundert) haben die Zeitschiene für die Herstellung der Baugrube beeinflusst.

Die Gebäudewirtschaft hat bereits Maßnahmen eingeleitet, um Risiken zu reduzieren und die Fertigstellung zu stabilisieren. Zugleich machen sich jedoch geopolitische Einflüsse und damit einhergehende krisenbedingte Preis- und Materialschwankungen auf dem Markt bemerkbar. Die aktuelle Kostenprognose für das Projekt beträgt 85,1 Millionen Euro brutto.

Der Rohbau erfolgt in vier Bauabschnitten. Zunächst werden die beiden Verwaltungsgebäude errichtet, anschließend wird die Tiefgarage in zwei Abschnitten gebaut. Das neue Bezirksrathaus entsteht zudem nach einem besonderen Nachhaltigkeitskonzept. Geplant wird dazu, in Anlehnung an die Passivhausbauweise, mit einer extensiven Dachbegrünung sowie Photovoltaikanlagen auf den Dächern. Teile des Abbruchmaterials des alten Bezirksrathauses sollen als Recycling-Beton für die neuen Fassadenelemente genutzt werden. Das neue Bezirksrathaus wird das erste städtische Gebäude, das ganz ohne fossile Brennstoffe auskommen wird. Vor allem die Planung für die Technische Gebäudeausrüstung (TGA) ist dadurch außergewöhnlich.

Der aktuelle Sachstandsbericht für das Projekt ist einsehbar im Ratsinformationssystem.

SessionNet | Sachstand zum Bezirksrathaus Rodenkirchen, Stand 10. September 2026 Stadt Köln - Amt für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit