Feuerwehr Köln richtet Notfallversorgungszentrum und Kälteinsel ein

Das Wochenende hat die Einsatzkräfte der Feuerwehr Köln vor große Herausforderungen gestellt: Am Samstag, 27. Juni 2026, bei Temperaturen von bis zu 40 Grad Celsius verzeichnete die Leitstelle von 0 Uhr bis 0 Uhr insgesamt 1.136 Einsätze, davon entfielen 936 auf den Rettungsdienst, 170 auf die Feuerwehr. An normalen Tagen sind es rund 500 Einsätze.

Die Hitze hält auch am heutigen 28. Juni 2026 weiter an. Die Feuerwehr Köln hat erneut die Anzahl der Rettungs- und Notarzteinsatzfahrzeuge erhöht: 17 zusätzliche Rettungswagen (RTW) und drei Notarzteinsatzfahrzeuge (NEF) sind derzeit im Stadtgebiet unterwegs. Heute waren es mit Stand 18 Uhr bisher 687 Einsätze der Feuerwehr und des Rettungsdienstes – davon entfielen rund 600 auf den Rettungsdienst.

Notfallversorgungszentrum und Kälteinsel in Messehalle

Um die durch den massiven Patientenzustrom stark belasteten Kölner Krankenhäuser zu entlasten, wurde ab 2 Uhr ein Notfallversorgungszentrum (NVZ) in einer Messehalle in Betrieb genommen. Mit Unterstützung einer Einheit aus dem Oberbergischen Kreis konnten Patient*innen, die keine permanente ärztliche Überwachung benötigten, aus den Kliniken ausgelagert und dort durch Rettungsdienstpersonal betreut werden.

Das NVZ wird auch am heutigen Sonntag, 28. Juni 2026, wieder mit rund 50 Plätzen betrieben, dieses Mal mit einer Einheit des DRK. Ziel der Maßnahme ist es, die Krankenhausaufnahmen zu entlasten und einen schnellstmöglichen Normalbetrieb in den Häusern zu ermöglichen.

Zusätzlich hat die Feuerwehr in Zusammenarbeit mit verschiedenen Hilfsdiensten eine Kälteinsel in der Messehalle 3.2 in Köln-Deutz eingerichtet. Hier können sich von der Hitze stark Betroffene in einem klimatisierten Bereich aufhalten. Es stehen im NVZ und in Messehalle 3.2 insgesamt 360 Feldbetten zur Verfügung, um auszuruhen, sich abzukühlen und gegebenenfalls medizinische Hilfe in Anspruch zu nehmen. Besucher*innen werden gebeten, Verpflegung selbst mitzubringen.

Die wichtigsten Schutzmaßnahmen bei Hitze im Überblick:

  • Regelmäßig trinken, auch ohne Durst (Wasser, Saftschorlen, elektrolytreiche Getränke)
  • Körperliche Anstrengung in den heißen Mittagsstunden vermeiden
  • Sonne meiden, Schatten und kühle Räume aufsuchen
  • Nasse Tücher auf Kopf, Handgelenke und Schienenbeine legen
    Kinder und Tiere niemals im Auto lassen – auch nicht kurz, auch nicht im Schatten

Ein Sonnenstich äußert sich durch Kopfschmerzen, geröteten Kopf, Schwindel, Übelkeit und Nackensteifigkeit. Betroffene sollten sofort in den Schatten, hingelegt, gekühlt und mit Flüssigkeit versorgt werden. Ein Hitzschlag hingegen ist ein medizinischer Notfall: Körpertemperatur über 40 Grad, heiße und trockene Haut, kein Schwitzen, Verwirrtheit oder Bewusstlosigkeit erfordern den sofortigen Notruf 112.

Stadt Köln - Amt für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit