Verwaltung: Unterstützung von Ordnungskräften, Suchthilfe und Anwohnerschaft

Angesichts der aktuellen Haushaltslage hat die Stadtverwaltung einen kostenreduzierten Entwurf für eine Fortsetzung des soziokulturellen Programms am Ebertplatz vorgelegt. Während das Planungsverfahren weiter voranschreitet, verfolgt die eingereichte Beschlussvorlage das Ziel, die Arbeit der Ordnungsbehörden und Suchthilfeeinrichtungen am Platz auch weiterhin durch Personal sowie ein soziokulturelles Programm zu unterstützen, um bis zum Umbau ein attraktives, sicheres Umfeld zu schaffen.

Der Platz soll regelmäßig durch Platzmanager*innen und Kunstraumaufsichten betreut werden, zudem können sich auch in den Folgejahren Bürger*innen, Initiativen und lokale Gruppen weiterhin in Gremien oder über externe Projektanträge engagieren. Ein Winterprogramm ist weiterhin vorgesehen, um den Platz in der dunklen Jahreszeit zu beleben. Auch das Containercafé soll weiterhin betrieben werden.

Die Budgetplanung sieht aktuell – inklusive aller Personalkosten – eine Reduktion auf rund 260.000 Euro jährlich vor, weniger als die Hälfte des bisherigen Budgets. Die Einsparungen betreffen vor allem kostenintensive Formate wie die beliebten und temporär wirksamen EbertPlatz- und EbertPänzKonzerte. Alternativ werden kostengünstigere und bereits erprobte Angebote wie z.B. Flohmarkt-Tage, Kinder-, Spiel- und Bewegungsangebote, Konzerte mit unverstärkter Musik und Quizformate angeboten.

Der Beschluss für ein Platzprogramm wurde bereits 2017 von der Bezirksvertretung Innenstadt gefasst. Die zweite, an ein Büro vergebene Phase der Zwischennutzung endete im Dezember 2025 und wurde zum Jahreswechsel nochmals bis Ende Mai 2026 verlängert. Ziel bleibt es, den Ebertplatz durch ein gemeinsames Platzprogramm mit Stadtgesellschaft, Anwohnerschaft, Ordnungskräften und Suchthilfeeinrichtungen zu einem sicheren und lebendigen Ort zu machen. Soziokulturelle und weitere niederschwellige Angebote tragen wesentlich zur Belebung und sozialen Durchmischung bei, was aus kriminalpräventiver und stadtsoziologischer Sicht als Erfolgsfaktor gilt.

Die Einsparungen machen im Gegenzug mehr Eigenengagement von lokalen Kulturschaffenden sowie die Einwerbung von Dritt- und Fördermitteln notwendig.

Das Planungsverfahren für den Platz wird parallel erarbeitet, eine Verkehrsvariante wurde bereits im März 2025 beschlossen. Noch im Laufe des Jahres soll der politisch geforderte Variantenentscheid für das Umbauverfahren in die politische Beratung gegeben werden.

Bedarfsfeststellungsbeschluss Ebertplatz - Weiterführung eines Platzmanagements und -programms 2026-2030 Stadt Köln - Amt für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit