Rondorf soll vom Durchgangsverkehr entlastet werden

In Rondorf sollen circa 1.300 Wohneinheiten in unterschiedlichen Bauformen entstehen. Das geplante Baugebiet soll durch eine neue Stadtbahnlinie an den öffentlichen Personennahverkehr angebunden werden. Darüber hinaus wollen wir den schon heute von starkem Durchgangsverkehr geprägten Stadtteil Rondorf durch eine Entflechtungsstraße entlasten und die Aufenthalts- und Wohnqualität erhöhen. Die durch den Ortskern verlaufende Rodenkirchener Straße (L 92) möchten wir im Sinne des Umweltverbundes umgestalten und damit für zu Fuß Gehende und Radfahrende attraktiver machen. 

 

Der Bau der Entflechtungsstraße ist eine wesentliche Voraussetzung dafür, das neue Wohngebiet zu realisieren. Sie soll die Verkehrsbeziehungen in Rondorf von Nord-Ost nach Süd-West neu regeln und den Stadtteil direkt an das übergeordnete Verkehrsnetz anbinden. Konkret geht es um den Neubau einer Straße mit einer Länge von rund vier Kilometern. Hinzu kommt eine Länge von rund einem Kilometer für den Umbau von einmündenden und querenden Straßen. Neben der Fahrbahn für den motorisierten Individualverkehr soll auf der gesamten Länge ein Geh- und Radweg mit einer Breite von dreieinhalb Metern angelegt werden. 

© IPL CONSULT/Stadt Köln

Die Entflechtungsstraße wird durch eine West-Ost-Achse die B 51 (Brühler Landstraße), beziehungsweise die B 51n (als neue Ortsumgehung Meschenich) mit dem vorhandenen Kreisverkehr L 150 (Kiesgrubenweg) verbinden. Durch eine Nord-Süd-Achse soll außerdem die Anbindung an die L 92 (Kapellenstraße) und an das neue Wohnquartier sichergestellt werden. Diese Anbindung ersetzt teilweise die vorhandene K 31 (Bödinger Straße). 

Zurzeit wird ein Bebauungsplan aufgestellt, um das rund 36 Hektar große Baugebiet nordwestlich des Stadtteils Rondorf zu entwickeln.

Was ist bisher geschehen?

Bereits im Juni 2018 haben wir allen Interessierten erste Überlegungen zur Lage der Entflechtungsstraße im Rahmen einer Veranstaltung öffentlich vorgestellt. In dieser Veranstaltung haben wir sehr viele Anregungen und Hinweise gewonnen und uns intensiv mit den beteiligten Gremien ausgetauscht. Nach einer sehr detaillierten Prüfung der möglichen Alternativen sind wir zu dem Ergebnis gekommen, dass eine südliche Lage mehr Vorteile mit sich bringt als die zunächst favorisierte nördliche Lage der Entflechtungsstraße.   

Bis zu einer öffentlichen Informationsveranstaltung, die wir Anfang März 2020 in der Anne-Frank-Grundschule in Rondorf durchgeführt haben, wurden von uns und Gutachterbüros bereits 16 verschiedene Alternativen für den Verlauf einer Entflechtungsstraße bewertet. Politik und Verwaltung favorisierten letztlich eine südlich verlaufende Anbindung. Die Verwaltung hat inzwischen acht denkbare Trassenverläufe im Rahmen einer kleinräumigen Variantenuntersuchung geprüft. Den Beschluss, die Entflechtungsstraße in ihrem Verlauf südlich der Ortslage Rondorf zu planen, hat der Rat im März 2020 gefasst.

Digitale Informationsveranstaltung am 1. Juli 2021

Auf Grundlage von intensiven Gesprächen mit Vertreter*innen der Bürgerschaft sowie der politischen Gremien haben wir weitergehende kleinräumige Variantenprüfungen zur genauen Lage der Entflechtungsstraße vorgenommen und mit diesen abgestimmt. Die Ergebnisse haben wir allen Interessierten in einer digitalen Informationsveranstaltung am 1. Juli 2021 vorgestellt. In dieser Veranstaltung haben wir ebenfalls über die parallel laufenden Projekte wie beispielsweise die Planung der Stadtbahn nach Rondorf und Meschenich, den Planungsstand für das Wohngebiet sowie die Verlagerung des Galgenbergsees informiert.

Einen Mitschnitt des Livestreams sowie die in der Online-Veranstaltung gezeigte Präsentation zur Entflechtungsstraße stellen wir Ihnen hier zur Verfügung.

Mitschnitt des Livestreams
Präsentation der Veranstaltung
PDF, 4061 kb

Wie geht es weiter?

Nach der Sommerpause 2021 werden wir mit den gewonnen Erkenntnissen eine Beschlussvorlage in die Politik einbringen, um den erweiterten Planungsbeschluss für die Entflechtungsstraße im Rat einzuholen. Auf dessen Grundlage wollen wir den Antrag für das notwendige Planfeststellungsverfahren bei der Bezirksregierung Köln stellen.  

Das Planfeststellungsverfahren

Die Entflechtungsstraße darf nach § 38 des Straßen- und Wegegesetzes des Landes Nordrhein-Westfalen nur realisiert werden, wenn vorher ein Planfeststellungsverfahren durchgeführt und damit das Baurecht geschaffen wurde. Hierbei wird durch die Bezirksregierung geprüft, ob dem Bauvorhaben öffentliche und private Interessen entgegenstehen. Dies können beispielsweise Belange der Gesundheit, des Umweltschutzes, des Denkmalschutzes oder die Inanspruchnahme privater Grundstücke sein. Bis zum Ende des Jahres 2021 möchten wir die Planfeststellung bei der Bezirksregierung Köln beantragen.

Nach Prüfung der Unterlagen durch die Bezirksregierung werden diese bei der Bezirksregierung und im Internet offengelegt. Betroffene sowie interessierte Bürger*innen können sich die Planunterlagen anschauen und sich die Maßnahme erklären lassen. Betroffene haben zudem die Möglichkeit, Einwendungen gegen die Planung vorzubringen.  

Die eingegangenen Einwendungen werden wir prüfen, dazu Stellung nehmen und mögliche Änderungswünsche in der Planung berücksichtigen. Bei einem von der Bezirksregierung einberufenen nicht öffentlichen Erörterungstermin werden Bürger*innen, die Einwendungen gegen die Planung geltend gemacht haben, gehört und die Möglichkeit haben, ihre Bedenken und Anregungen noch einmal zu erörtern. Anschließend erlässt die Bezirksregierung nach gründlicher Abwägung einen Planfeststellungsbeschluss. Auch dieser Beschluss wird erneut offengelegt. Betroffene haben die Möglichkeit, sich den Beschluss anzuschauen und die Möglichkeit, Klage dagegen zu erheben. Wir halten Sie über den jeweiligen Verfahrensstand auf dem Laufenden.

Wissenswertes

Vorlage Rondorf Nord-West, Entflechtungsstraße im Ratsinformationssystem Die geplante Stadtbahnanbindung Rondorf/Meschenich Das Bebauungsplanverfahren Das geplante Wohnquartier - Webseite des Investors AMELIS

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