Sie sind eine professionelle Künstlerin oder ein professioneller Künstler und suchen einen privaten Atelierraum? Dann unterstützen wir Sie gerne.

Unser Angebot

Wir betreuen zahlreiche Ateliers in insgesamt 14 Atelierhäusern, wobei die Mietpreise in diesen Atelierhäusern verhältnismäßig günstig und zum Teil subventioniert sind.

Aktuell werden alle diese städtischen und städtisch geförderten Atelierräume befristet für fünf Jahre vermietet. Nach Ablauf dieser Frist kann sich die Künstlerin oder der Künstler erneut um einen Mietvertrag für fünf Jahre bewerben. Das Kulturamt holt zur Entscheidung immer ein Votum des zuständigen Atelierbeirates ein. Grundlage unserer Atelierförderpraxis ist das aktuell gültige Atelierförderkonzept, das zur Zeit überarbeitet wird.

Seit 2010 vergeben wir alle fünf Jahre außerdem Mietzuschüsse für privat angemietete Ateliers. Darüber hinaus fördern wir ganzjährig einen möglichen Ausbau Ihres neu angemieteten (Atelier-)Raumes. Schul-, Laien- und semiprofessionelle Nutzungen sind von der Förderung ausgeschlossen. Die Räume müssen in Köln liegen und von der Vermieterin oder dem Vermieter langfristig zur Nutzung als Atelier überlassen werden. Die Ausbauzuschüsse werden ohne Votum des Atelierbeirates direkt vom Kulturamt nach interner Prüfung vergeben. Die Atelierförderung ist eine freiwillige Leistung. Es besteht kein Rechtsanspruch auf eine Förderung. 

Wichtiger Hinweis:

Beachten Sie bitte, dass unsere Übersicht der städtischen Atelierhäuser keine Hinweise enthält, welche Atelierräume derzeit oder in Kürze für eine Anmietung zur Verfügung stehen. Diese Informationen erhalten Sie nur über unsere Suche in der Atelierdatenbank (siehe unten).

Übersicht der städtischen Atelierhäuser
Förderkonzept Bildende Kunst, 2012 (siehe Modifizierung des Altelierförderkonzepts Seite 15)

Atelierdatenbank

Seit April 2015 bietet Ihnen unsere Atelierdatenbank eine Übersicht über Ateliers in Köln.

Sie finden hier eine weiterführende Beschreibung unserer städtischen Atelierräume.
Darüber hinaus erhalten Sie die Möglichkeit, sich über private Atelierräume in Köln zu informieren, die beispielsweise von Kunstvereinen oder privaten Immobilienbesitzern angeboten werden. Sie erhalten hier auch Angaben zur Größe und Lage des Ateliers und bei freien Ateliers den Hinweis auf den Mietpreis.

Ateliersuche

Als Immobilienbesitzerin oder -besitzer beziehungsweise Vermieterin oder Vermieter von Atelierräumen können Sie hier Ihr Angebot an Künstlerinnen und Künstler kostenlos eintragen.

Eintrag in die Atelierdatenbank

Bewerbung um ein städtisches Atelier

Sie möchten sich für eines unserer Ateliers bewerben und wissen nicht, welche Voraussetzungen erfüllt sein müssen?

Wir haben Ihnen das Bewerbungsverfahren kurz zusammengefasst:

Voraussetzungen und Bewerbungsunterlagen

  • Erfolgreicher Abschluss eines Studiums in einem bildnerischen Fach (beispielsweise Kunstakademie, Werkkunstschule, Fachhochschule, Kunsthochschule für Medien)
  • Autodidaktinnen und Autodidakten sind zugelassen, sofern sie die nachstehenden Voraussetzungen erfüllen und überzeugend darlegen:
    - kontinuierliche künstlerische Tätigkeit über mindestens drei Jahre (innerhalb der letzten fünf Jahre)
    - relevante Ausstellungspraxis

Den Bewerbungsbogen senden Sie bitte ausgefüllt und unterschrieben mit Ihrer Vita und Ihren Arbeitsproben an:

Stadt Köln
Kulturamt
Beate Riebesam
Richartzstraße 2-4
50667 Köln

Über Ihre Bewerbung entscheidet der Atelierbeirat.

Merkblatt zur Bewerbung um einen städtischen Atelierraum Bewerbungsbogen für Atelier suchende Künstlerinnen und Künstler

Atelierbeirat

Um die Auswahl der Bewerberinnen und Bewerber für unsere Ateliers möglichst objektiv zu gestalten, bewertet seit 2007 ein Beirat die künstlerische Professionalität und macht Vorschläge für die Vergabe der freien Ateliers.

Mitglieder

Der Atelierbeirat setzt sich aus jeweils einer Vertreterin oder einem Vertreter der folgenden Institutionen zusammen:

  1. Kölnischer Kunstverein e. V., derzeit Nikola Dietrich
  2. Bundesverband Bildender Künstler e. V., derzeit Fabian Hochscheid
  3. Opekta e. V., derzeit Denise Winter (auf Vorschlag des Netzwerkes Art Initiatives Cologne – AIC)
  4. Kulturamt, derzeit Nadine Müseler
  5. ohne institutionellen Auftrag, derzeit Galerie Martinetz, Petra Martinetz

Die Mitglieder sind für die Dauer von fünf Jahren nominiert.

Ateliervergabeprogramm - Bewertungskatalog für den Atelierbeirat
PDF, 257 kb

Vermittlung nicht städtischer Ateliers

Neben der Bewerbung für ein städtisches Atelier können Sie sich mit dem folgenden Fragebogen in eine Liste der Künstlerinnen und Künstler eintragen lassen, die ein Atelier suchen. Diese Personen erhalten eine Mitteilung per E-Mail, wenn ein passendes Atelier angeboten wird. Hierbei handelt es sich nicht um städtische Ateliers.

Fragebogen zum Eintrag in die Liste der Atelier suchenden Künstlerinnen und Künstler

Zuschuss für den Einbau und Ausbau von Atelierräumen

Sie haben einen Raum gefunden, den Sie als Atelier nutzen möchten, der aber noch hergerichtet werden muss? Falls Sie nicht über ausreichend finanzielle Mittel hierzu verfügen und als professionelle Künstlerinnen oder Künstler tätig sind, können Sie bei uns einen Zuschuss zu Ihrer Ausbaumaßnahme beantragen. Nutzen Sie dazu bitte das Online-Formular. Alle weiteren Informationen enthält unser Merkblatt.

Merkblatt zur Gewährung eines Zuschusses für den Einbau und Ausbau von Atelierräumen Antrag auf Gewährung eines Zuschusses für den Einbau und Ausbau von Atelierräumen

Fortschreibung des Konzeptes zur Förderung von Künstlerateliers in Köln

2001 wurde das erste Konzept zur Förderung von Künstlerateliers in Köln beschlossen, das strategische Grundsätze und Schwerpunkte der Atelierförderung der Stadt Köln festgelegt hat. Im Jahr 2007 erfolgte eine umfängliche Fortschreibung dieses Konzeptes und 2012 eine Aktualisierung im Hinblick auf einzelne Punkte, als integraler Teil des "Förderkonzeptes Bildende Kunst"(S. 15).

01 - Konzept Zur Förderung Von Künstlerateliers In Köln _2001
PDF, 720 kb
02 - Fortschreibung Atelierkonzept 2007
PDF, 133 kb
Foerderkonzept-bildende-kunst-2012-12-04
PDF, 113 kb

Am 27. September 2019 hat das zuständige Referat für Bildende Kunst und Atelierverwaltung des Kulturamtes zu einer Kick-Off-Veranstaltung eingeladen, um mit einer weiteren Fortschreibung des Atelierförderkonzeptes zu beginnen. Der Fokus des Kick-Offs lag auf dem "Input aus der Szene". In einem zweiten Treffen Anfang 2020 wird das Kulturamt zu diesen Eingaben und konkreten Raumideen Bezug nehmen und ihre Überlegungen zu dem Thema präsentieren.

Kick-Off-Veranstaltung am 27. September 2019

Ergebnisse der Atelierumfrage 2017/2018

Zur Bestandsaufnahme der Arbeitssituation von Kölner Künstlerinnen und Künstlern haben wir Ende 2017 eine umfassende Online-Umfrage veranlasst. Insgesamt haben 465 Kunstschaffende der Sparten Malerei, Zeichnung, Bildhauerei, Installation, Fotografie, Medienkunst, Video, Konzeptkunst und Performance an der Befragung teilgenommen:

Die Umfrage zeigt erstmals ein Gesamtbild der Bestände an Ateliers, Lagerflächen und Werkräumen, die sich direkt in künstlerischer Hand befinden, und offenbart den großen zusätzlichen Bedarf der Bildenden Kunst an unterschiedlichen Arbeitsräumen.

Etwa die Hälfte der Teilnehmerinnen und Teilnehmer gab an, derzeit ein Atelier zu haben. 137 Personen verfügen im Augenblick über kein Atelier; ungefähr die Hälfte diese Personenkreises kann sich kein Atelier leisten. So sind auch die Kosten mit Abstand der wichtigste Faktor bei der Ateliersuche.

199 Befragte (54,22 Prozent) gaben an, zurzeit auf der Suche nach einem geeigneten Arbeitsraum zu sein. Im Ergebnis zeigt die Umfrage, dass dabei die Innenstadt (inklusive Deutz), Ehrenfeld und Nippes die beliebtesten Stadtbezirke sind. Dort werden nach dem Stand der Umfrage derzeit schon die meisten Ateliers angemietet. Aber auch die Stadtteile Mülheim und Kalk sind für 20 Prozent der Befragten potenziell von Interesse. Ungefähr ein Viertel der Befragten wäre bereit, sich einen Atelierraum zu teilen.

Die durchschnittlich gesuchte Mindestgröße für ein Atelier beträgt etwa 40 Quadratmeter, als optimal werden durchschnittlich 70 Quadratmeter angesehen. Die monatlichen Gesamtkosten für ein Atelier sollten – nach Vorstellung der Künstlerinnen und Künstler – durchschnittlich 320 Euro nicht überschreiten. Die Mietdauer sollte für über 80 Prozent der Befragten unbefristet sein.

Vor allem die steigenden Mietpreise, die Atelierverdrängung und der Mangel an bezahlbaren Arbeitsräumen werden von Künstlerinnen und Künstlern hervorgehoben. Ein Teil des Arbeitsraumbestands wird als gefährdet angesehen: 169 der Kunstschaffenden schätzen ihr Atelier aufgrund von Umwandlung (58), Mieterhöhung (52) oder Kündigung (36) als bedroht ein.

152 Teilnehmerinnen und Teilnehmer haben Interesse an einem Wohnatelier mit einer durchschnittlichen Größe von 114 Quadratmetern zu einem Preis von durchschnittlich 795 Euro Gesamtmiete.

Sichere, trockene Lagerräume mit flexiblen Öffnungszeiten, angrenzend oder in der Nähe der Ateliers gelegen, sind für 73 Künstlerinnen und Künstler ein Thema. Sie suchen im Schnitt bereits seit 17 Monaten ein Lager von etwa 26 Quadratmetern. Etwa ein Viertel der Atelierfläche wird als Lager genutzt. Stauraum im Atelier ist demnach auch für 132 Teilnehmende ein wichtiger Aspekt bei der Ateliersuche. Bei den Lagerräumen sind die Kosten ebenfalls das wichtigste Auswahlkriterium. Gewünschte Lagerstandorte sind vorzugsweise linksrheinisch, aber 41 Künstlerinnen und Künstler können sich auch eine Lageranmietung rechtsrheinisch vorstellen.

Mehr als die Hälfte wünscht sich öffentlich zugängliche, für verschiedene Arbeiten ausgestattete Werkstätten. Hierbei ist eine Druckwerksatt (115 Personen) nach dem Fotolabor (81) und der Medienkunstwerkstatt (78) der mit Abstand gefragteste Raum. 111 Kunstschaffende wären auch bereit, ihre Werkstätten für andere Kunstschaffende zu öffnen.

Ausblick

Die Ergebnisse der Umfrage fließen in die Überarbeitung des "Förderkonzeptes Bildende Kunst" ab 2019 ein, bei dem wir aus gegebenem Anlass mit dem Thema Atelierförderung beginnen möchten. Die Umfrage und deren Auswertung haben ebenfalls zum Ziel, eine adäquate Arbeitsgrundlage für einen bei den Runden Tischen zur Kulturentwicklungsplanung angedachten Raummanager und die Verbesserung der räumlichen Infrastruktur zu sein.

Wir bedanken uns bei allen Künstlerinnen und Künstlern, die sich für die Raumumfrage Zeit genommen haben!

Die gesamten Ergebnisse der Online-Befragung zur Ateliersituation und zum Atelierbedarf in Köln stellen wir Ihnen nachfolgend zum Download bereit:

Datenanalyse der Ateliersituation und des Atelierbedarfes in Köln
PDF, 1334 kb

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