Kostenreduziertes Bauen durch optimierte Standards

Fokus und Ausgangslage: Worum ging es?

© PantherMedia / Andriy Popov
  • Kritische Überprüfung bautechnischer Standards im Hochbau mit klarem Schwerpunkt auf dem Neubau, um Kostenfaktoren beziehungsweise Einsparpotenziale für den Wohnungsbau herauszuarbeiten
  • Fokus: Durch die Bauherrschaft beeinflusste oder durch DIN Normen, allgemein anerkannte Regeln der Technik oder Landesgesetze beeinflusste Wohnungsbaustandards

Strategische Zielsetzung: Was ist das Ziel?

Ziel ist die nachhaltige Reduzierung von Herstellkosten im Wohnungsbau, um Anreize für Neu- und Ausbau von Wohnraum zu schaffen sowie Miet- und Betriebskosten dauerhaft zu senken. Hierbei sollten weder grundlegende Anforderungen an gesunde Wohnverhältnisse und Schutzziele noch sicherheitsrelevante Aspekte in Frage gestellt werden. Als methodische Grundlage diente die Adaption und strategische Weiterentwicklung des bereits bekannten "Hamburg-Standards".

Methodischer Ansatz: Wie war das Vorgehen?

Die mitwirkenden Fachleute analysierten bestehende Baustandards und hinterfragten gängige, oft kostentreibende Komfort- und Technikansprüche in der Planungspraxis. In Unterarbeitsgruppen wurden technische Gewerke und Bauteile systematisch auf Einsparmöglichkeiten untersucht. Übergreifend fand eine juristische Bewertung statt, um die rechtssichere Umsetzbarkeit der Vorschläge im realen Markt- und Verwaltungskontext zu gewährleisten. Parallel wurden die Maßnahmen quantifiziert und ihr konkretes Einsparpotenzial definiert.

Erarbeitete Praxiswerkzeuge: Was wurde erarbeitet?

Maßnahmenkatalog mit Impulsen an Dritte und die Wohnungswirtschaft

Insgesamt wurden über 50 Einzelmaßnahmen zur Baukostensenkung, die durch die Bauherrenschaft selbst beeinflussbar oder durch DIN Normen, den allgemein anerkannten Regeln der Technik oder Landes- und Bundesgesetze beeinflusst sind, identifiziert und bewertet. Die erarbeiteten Lösungsvorschläge im Arbeitskreis "Baustandards" weisen ein identifiziertes Kostenreduktionspotenzial von rund 1.300 Euro brutto pro Quadratmeter Wohnfläche auf. Angelehnt an den Hamburg-Standard gliedert sich der Maßnahmenkatalog anhand der Untergruppen zur Baukonstruktion, Gebäudetechnik, Barrierefreiheit, Schallschutz und Brandschutz. Insgesamt wurden 27 Maßnahmen aus dem Hamburg-Standard in den Maßnahmenkatalog des Arbeitskreises integriert.

Der Maßnahmenkatalog beinhaltet Einzelmaßnahmen, die sich an die Bauherrenschaft richten und von diesen eigenständig zur kostenbewussten Planung und Umsetzung von Bauvorhaben angewandt werden können. Weiter wurden konkrete Empfehlungen und Impulse zur Kostenreduktion an die Gesetzgebung auf Landesebene sowie an weitere Regelungswerke ausgearbeitet.

Sie möchten mehr zu den sechs Themenfeldern und den Einzelmaßnahmen wissen? Dann klicken Sie einfach auf eine der folgenden Themenfeld-Kacheln.

weiterführende Inhalte

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Rechtssichere Umsetzung

Die Untergruppe "Rechtssichere Umsetzung" im Arbeitskreis "Baustandards" nahm eine Querschnittsaufgabe wahr und unterstützte die Identifikation und Ausarbeitung von Maßnahmen zur Kostenreduktion. Dabei lag der Schwerpunkt darauf, aufzuzeigen, welche weiteren Schritte für eine rechtssichere Umsetzung erforderlich sind. Ziel der Untergruppe war es, frühzeitig rechtliche Umsetzungshürden zu identifizieren, bauordnungsrechtliche Planungssicherheit zu schaffen und potenzielle Konfliktfelder bei der späteren Umsetzung zu minimieren.

Im Mittelpunkt standen insbesondere die Prüfung der Umsetzbarkeit auf Bundes- und Landesrechtsebene, die Entwicklung geeigneter Lösungsansätze für deren Umsetzung sowie die Auseinandersetzung mit Mustervertragsklauseln im Verhältnis zu späteren Nutzer*innen. Hinsichtlich der Mustervertragsklauseln wurden insbesondere auf die Erkenntnisse aus der Initiative "Kostenreduziertes Bauen" in Hamburg Bezug genommen.

Die Unterlagen aus der Hamburger Initiative zur rechtssicheren Umsetzung finden Sie hier. Die Ergebnisse der Untergruppe zur rechtssicheren Umsetzung im Rahmen der Initiative "Köln baut bezahlbar | Wohnen für alle" können Sie in Kürze im Downloadbereich abrufen.

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