© Stadt Köln

Sie möchten ein Stück Natur vor Ihrer Haustür hegen und pflegen? Verantwortung übernehmen für das Ortsbild sowie zur Verbesserung der Umwelt und des Klimas für Pflanzen und Tiere beitragen?

Dann sind Sie hier richtig! Wir suchen engagierte Bürger*innen, die eine Patenschaft für ein Baumbeet oder eine Grünfläche in unseren Straßen, Grünanlagen oder auf Plätzen übernehmen.

Die wichtigsten Fragen zum Thema ehrenamtliche Grün-Patenschaft haben wir für Sie in untenstehenden Videos zusammengefasst.

YouTube-Video: Im Gespräch mit Patenbetreuer Gerd Böckmann
YouTube-Video: Im Gespräch mit Baumbeetpatin Verena Koll

So können Sie bei der Grünpflege helfen

  • lockern Sie den Boden des Beetes, damit Luft und Feuchtigkeit eindringen können. Die Baumwurzeln dabei bitte nicht beschädigen
  • gießen Sie das Beet mit sauberem Wasser. Jungbäume können in Trockenzeiten ein- bis zweimal pro Woche mehrere Eimer Wasser vertragen
  • entfernen Sie das Unkraut
  • nehmen Sie bei Beschädigungen oder Krankheiten bitte Kontakt mit uns auf
  • bewässern Sie das Beet einen Tag vor der Bepflanzung
  • tauchen Sie den Erdballen bei "Topfpflanzen" vor dem Einsetzen in einen Eimer Wasser
  • gießen Sie Stauden und Sträucher am Wurzelhals

Um ein leichteres Bepflanzen des Beetes zu ermöglichen, können Sie Pflanzerde aufgetragen, Schichtstärke im Mittel 5 Zentimeter. Rund um den Stamm müssen 50 Zentimeter freigehalten werden. Ebenso dürfen Sie die Lüftungsöffnungen nicht abdecken.

Einige Pflegearbeiten werden ausschließlich von uns ausgeführt. Hierzu zählt insbesondere der Gehölzschnitt von Bäumen und Sträuchern. Zudem werden, falls erforderlich, Schäden und Krankheiten der Gehölze fachgerecht von uns behandelt.

Weitere praktische Tipps und Pflanzenempfehlungen

  • Wenn der Boden sichtlich abgesackt ist, können Sie zusätzlich Erde oder Mutterboden ausgleichend auffüllen. Stärkerer Bodenauftrag ist nicht zulässig, da hierdurch die Wurzelatmung eingeschränkt und Fäulnis begünstigt wird.
  • Wässern Sie den Boden einen Tag bevor Sie mit der Bepflanzung beginnen möchten. Feuchter Boden lässt sich leichter bearbeiten.
  • Vor dem Einsetzen von Pflanzen, die sich in Plastiktöpfen befinden, sollten Sie den Erdballen in einen Eimer mit Wasser tauchen, damit er dieses aufsaugen kann.
  • Gießen Sie Stauden oder Sträucher immer direkt am Wurzelhals, damit sie auch genügend Wasser erhalten.
  • Das Auflegen von feinem Rindenmulch dämmt übrigens die Verdunstung und verhindert somit das Austrocknen des Beetes. Zudem kann Unkrautwuchs verhindert oder verringert werden.
Pflanzenempfehlungen
PDF, 286 kb

Bitte beachten Sie bei der Grünpflege

  • verwenden Sie keine chemischen Mittel und Depotdünger
  • halten Sie den Stammbereich und Wurzelanläufe im Radius von circa 50 Zentimeter frei
  • Lüftungskappen müssen freigehalten werden
  • legen Sie keine losen Steine oder Gegenstände auf und an den Baumscheiben
  • Keine Baulichkeiten und Gegenstände, wie Gabionen, Bänke oder ähnliches auf den Baumscheiben
  • Keine Gegenstände in den Bäumen und keine Stammummantelung
  • Pflanzen Sie keine stark Wasser zehrenden Unterpflanzungen, wie zum Beispiel Sonnenblumen
  • Pflanzungen sollten im Mittel nicht höher als 70 bis 80 Zentimeter sein. Entscheidend ist eine ausreichende Einsehbarkeit für alle Verkehrsteilnehmenden vom Kind bis zum Erwachsenen
  • Bauliche Einfassungen wie zum Beispiel Holzumrandungen, Zäune, Aufkantungen sollten nicht tiefer als 20 Zentimeter sein und dürfen nicht über die Baumscheibe hinaus gebaut werden. Eine Höhe von 50 Zentimeter darf nicht überschritten werden
  • Einfassungen müssen fest miteinander verbunden und im Untergrund wurzelschonend verankert sein. Verwenden Sie zum Beispiel Bodenanker (Pfosten, Pflöcke) zum Eindrehen oder Einschlagen und keine Betonfundamente
  • Einfassung dürfen keine scharfen Kanten, Spitzen und hervorstehende Teile aufweisen
  • Pflanzungen und Einfassungen müssen mit der Außenkante der Baumbeete abschließen
  • Wo ein Gießring vorhanden und somit die gezielte Wassergabe möglich ist, müssen Sie vom Wassersack absehen. Der Kunststoffring kann komplett mit Wasser gefüllt werden

Es handelt sich bei den oben genannten Punkten um Hinweise, die auch je nach Standort eventuell leicht variieren können. Wichtig hierbei ist, die Sicherheit für den jeweiligen Verkehr und dessen Teilnehmenden zu schützen!

  • Bäume unter drei Jahren (zu erkennen an dem Dreibock und am Stammanstrich) sind besonders empfindlich und bedürfen einer besonderen Pflege. Bitte lesen Sie hier:
Auflagen für junge Bäume mit Grießrand/Gießring

Interesse an einer Patenschaft?

Haben wir Ihr Interesse geweckt? Dann freuen wir uns auf Ihren Anruf oder Ihre E-Mail:

Telefon: 0221 / 221-32845

E-Mail: 67-Ehrenamt@stadt-koeln.de

Als Zeichen Ihres Engagements erhalten Sie von uns ein Beetschild mit Hinweis auf die bestehende Patenschaft und eine Wildkräutermischung, damit sich auch die Bienen und andere Insekten an Ihrem Baumbeet erfreuen können. 

Und alle Pat*innen, von denen wir eine E-Mail-Adresse haben, bekommen vierteljährliche Rundbriefe mit gärtnerischen Tipps, interessanten Informationen zum städtischen Grün sowie Hinweise zu Veranstaltungen und Führungen im Grünen.

Wegweiser für grüne Patenschaften
PDF, 6500 kb
Hier finden Sie nähere Informationen zu unserer Wildkräutermischung Amt für Landschaftspflege und Grünflächen

Sie pflegen bereits ein Beet, haben aber keine Patenschaft. Was jetzt?

Wenn uns auffällt, dass Beete im Stadtgebiet ohne Absprache oder Patenschaft gepflegt werden und die Pflege des Beetes nicht in allen Bereichen den städtischen Pflegehinweisen entspricht, wird versucht Kontakt mit den entsprechenden Bürger*innen aufzunehmen. Nach Prüfung durch unseren Betrieb kann dann evtuell eine Patenschaft vereinbart werden.

Erfolgt die gewünschte Rückmeldung durch die Bürger*inen innerhalb einer Frist von vier Wochen nicht, sind wir leider gezwungen, die eingebrachten Pflanzen und Aufbauten wieder zu entnehmen. Wir sind für die Sicherheit im öffentlichen Grün verantwortlich, ebenso müssen Verkehrsteilnehmende vor evtuellen Gefahren wie Sichtbeeinträchtigung an Fahrbahnrändern etc. geschützt werden.