Um die Feiernden zu schützen und bestmöglich die Interessen der Anwohnenden im Bereich der Karnevals-Hotspots zu wahren, setzen wir zur Sessionseröffnung ein umfassendes Sperr- und Sicherheitskonzept um. Mitarbeitende des Ordnungsamtes achten auf die Einhaltung der Regeln. Private Sicherheitsdienste unterstützen sie dabei.
Kwartier Latäng (Zülpicher Viertel)
Nach den Erfahrungen der vergangenen Jahre regeln wir die Zugänge ins Kwartier Latäng. Wir wollen damit eine Überfüllung verhindern und den Einsatz von Rettungskräften ermöglichen.
Es gibt drei Zugänge ins Quartier: Der Hauptzugang befindet sich an der Ecke Zülpicher Straße/Zülpicher Wall, zwei weitere gibt es im Bereich Roonstraße/Beethovenstraße sowie an der Ecke Kyffhäuserstraße/Barbarossaplatz.
Weitere Informationen zum Sicherheitskonzept im Kwartier Latäng finden Sie hier:
Ordnungsamt und Sicherheitsunternehmen sichern die Einhaltung der Regeln
Bis zu 450 Mitarbeitende unseres Ordnungsamtes sind am Elften Elften im Einsatz, um gemeinsam mit der Polizei für Sicherheit und Ordnung im Bereich der Karnevals-Hotspots im Zülpicher Viertel, in der Altstadt und in der Südstadt rund um den Chlodwigplatz zu sorgen. Mehrere hundert Mitarbeitende privater Sicherheitsunternehmen unterstützen unsere Arbeit. Wir haben Sie mit der Glas- und Einlasskontrolle an den Zugängen und der Sicherung von Straßensperren beauftragt. Darüber hinaus werden sie das Glasverbot in der Altstadt und im Zülpicher Viertel überwachen, um Verletzungsgefahren vorzubeugen. In der Südstadt bitten wir Feiernde, freiwillig das Glas abzugeben. Es stehen zahlreiche Mülltonnen zur Verfügung. Die Sicherheitskräfte tragen Westen mit Nummern, die eine eindeutige Identifikation möglich machen. Im Rahmen der Sessionseröffnung führt unser Ordnungsamt gemeinsam mit Jugendamt und Polizei wieder Präventivgespräche mit Gewerbetreibenden und Gastronom*innen zum Thema Jugendschutz. Auch am Elften Elften machen wir Testkäufe.
Hilfsangebote für Feiernde
Um feiernden Minderjährigen im Hotspot Kwartier Latäng unkomplizierte Hilfestellung zu gewährleisten und gefährdende Situationen frühzeitig abzuwenden, verstärkt das Amt für Kinder, Jugend und Familie seine Präsenz vor Ort. Das Jugendamt ist mit knapp 40 Mitarbeitenden im Einsatz. Ein Team von 15 Fachleuten ist im Rahmen des erweiterten Jugendschutz unterwegs. Im Zentrum des Geschehens gibt es für minderjährige Feiernde von 9 bis 23 Uhr ein Unterstützungsangebot. Diese Maßnahme erfolgt in enger Kooperation mit den Ordnungskräften, der Polizei und medizinischen Ersthelfer*innen. Weitere zehn pädagogische Mitarbeiter*innen unterstützen von 10:30 bis 23 Uhr das medizinische Notfallversorgungszentrum (NVZ) der Feuerwehr.
Das Streetwork-Team ist mit 14 Mitarbeitenden von 10 bis 20 Uhr im Kwartier Latäng inklusive Ringe und Aachener Weiher im Einsatz. Die Fachkräfte unterstützen die feiernden Jugendlichen und jungen Erwachsenen und geben zum Beispiel Wasser, kleine Snacks und Taschentücher aus. Zudem hilft das Team bei Orientierungslosigkeit oder anderen Nöten weiter, verständigt bei Bedarf die Sanitätsdienste und steht für diese als Ansprechpartner zur Verfügung.
Sie erkennen die Streetworker*innen an ihren Jacken mit der Aufschrift "Streetwork Köln". Sie sind ansprechbar für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene, die Unterstützung benötigen. Sie sprechen Deutsch, Englisch, Französisch und Arabisch. Im Zülpicher Viertel und für alle übergeordneten Fragestellungen erreichen Sie die Streetworker*innen unter 0152 / 54588630.
Hilfe für Betroffene von sexualisierter Gewalt im öffentlichen Raum
Jegliche Form von sexualisierter Gewalt wird nicht toleriert und ist strafbar. Bei akuter Bedrohung rufen Sie die Polizei unter der Nummer 110 an. Wenn Sie vermuten, dass Sie unter dem Einfluss von K.o.-Tropfen Opfer einer Straftat geworden sind, ist es wichtig, sofort zu handeln. K.o.-Tropfen sind nur kurzzeitig im Blut und im Urin nachweisbar. Suchen Sie bitte umgehend die Polizei auf!
EDELGARD – Beratung und Schutz vor sexualisierter Gewalt im öffentlichen Raum
Eine Anlaufstelle von EDELGARD in Form eines orangenen Pavillons befindet sich am Barbarossaplatz auf Höhe des Salierring 44. Zudem sind zwei mobile Teams mit je zwei Beraterinnen unterwegs, die Mädchen, Frauen und queere Menschen, die von sexualisierter Gewalt betroffen sind, beraten und informieren. Weiterhin gibt es "EDELGARD schützt"-Orte. Diese sind auf der Edelgard-Internetseite abrufbar.
Hilfetelefon "Gewalt gegen Frauen"
Das Hilfetelefon "Gewalt gegen Frauen" ist unter der Telefonnummer 116 016 immer rund um die Uhr erreichbar. Die Beratung ist mit Hilfe von Dolmetscherinnen in 18 Sprachen möglich, weitere Informationen finden Sie auf der Internetseite.
Feuerwehr und Hilfsorganisationen rechnen mit mehr Einsätzen
Am Elften im Elften rechnen wir mit einem erhöhten Einsatzaufkommen, gerade im Rettungsdienstbereich. Zusätzliche Leitstellendisponent*innen verstärken die Leitstelle der Feuerwehr, um eine höhere Verfügbarkeit der Rettungsdiensteinsatzfahrzeuge zu gewährleisten. Zudem gibt es eine temporäre Rettungswache am Rautenstrauch-Joest-Museum. In der Altstadt und am Kwartier Latäng beobachten Feuerwehrleute die Situation, um bei Bedarf frühzeitig tätig werden zu können.
Neben den haupt- und ehrenamtlichen Feuerwehreinsatzkräften sind zum Start in die neue Session Hunderte Mitarbeitende im Haupt- und Ehrenamt der Hilfsorganisationen Arbeiter Samariter Bund (ASB), Deutsches Rote Kreuz (DRK), Deutsche Lebens Rettungsgesellschaft (DLRG), Johanniter Unfall Hilfe (JUH), Malteser Hilfsdienst (MHD) und der Firma Falck im Einsatz.
Übersichtskarte
Sperrungen, Zugänge, Unfallhilfsstellen und glasfreie Zonen finden Sie in unserer Übersichtskarten.