Grippeimpfung 2011/2012
Jahr für Jahr erkranken in saisonalen Influenzawellen, meist von Ende Dezember bis März, zwischen fünf und 20 Prozent der Bevölkerung an der Grippe. Influenza kann vor allem bei chronisch Kranken, Älteren und Schwangeren zu einer schweren, unter Umständen lebensbedrohlichen Erkrankung führen. Aus diesem Grunde darf diese Infektion nicht unterschätzt werden.
Zeitpunkt für die Grippeimpfung noch nicht zu spät
So lange man noch annehmen kann, dass man nicht mit dem Grippevirus infiziert ist, ist die Grippeimpfung nicht zu spät, auch wenn der Januar schon überschritten wurde.
Hygieneempfehlungen
Wir empfehlen Ihnen, die Hände häufig zu waschen, bei Husten, Niesen und Naseputzen Einmaltaschentücher nur einmal zu verwenden und direkt zu entsorgen, Händegeben einzuschränken und Räume häufig zu lüften.
Impfung von Schwangeren
Die Erfahrungen aus dem pandemischen Influenzaverlauf haben gezeigt, dass Schwangere ein erhöhtes Risiko für schwere und unter Umständen tödliche Krankheitsverläufe haben. Daher empfiehlt die Ständige Impfkommission am Robert Koch-Institut (STIKO) die Impfung aller Schwangeren gegen die saisonale Influenza. Dies hat auch noch den positiven Nebeneffekt, dass die Mutter dem Neugeborenen eine Immunität gegen die Influenza mitgibt.
Risikogruppen - wer braucht den Schutz besonders?
Nach wie vor bleibt es bei der STIKO-Empfehlung der regelmäßigen jährlichen Impfung für Personen ab dem vollendeten 60. Lebensjahr.
Ferner ist die Impfung von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen mit erhöhter gesundheitlicher Gefährdung infolge eines Grundleidens empfohlen. Solche Grundleiden sind.
- Chronische Krankheiten der Atmungsorgane
- Chronische Herz-Kreislauf-, Leber- und Nierenkrankheiten
- Diabetes und andere Stoffwechselkrankheiten
- Chronische neurologische Krankheiten, zum Beispiel Multiple Sklerose
- Personen mit angeborenen oder erworbenen Immundefekten mit T- und/oder B-zellulärer Restfunktion
- HIV-Infektion
Das Durchimpfen des medizinischen Personals sowie der Personen in Einrichtungen mit umfangreichem Publikumsverkehr ist eine weitere Empfehlung der STIKO.
Die Grippeschutzimpfung schützt nicht gegen die Vogelgrippe.
Auch in dieser Impfsaison werden wieder Millionen Dosen Impfstoff bereit stehen, heißt es beim Paul-Ehrlich-Institut. Dieses Institut ist für die Freigabe von Impfstoffen zuständig.
Wenn Sie zu den obigen Risikogruppen gehören, dann überprüfen Sie auch Ihren Schutz gegen Pneumokokken. Denn diese Bakterien können die durch eine Virusgrippe geschwächten Patientinnen und Patienten zusätzlich infizieren und beispielsweise Lungenentzündung, Hirnhautentzündung oder eine Mittelohrentzündung auslösen.
Sicherheit und Verträglichkeit dieser Impfstoffe
Hat das Paul Ehrlich-Institut einen dieser Impfstoffe zum Impfen freigegeben, darf man davon ausgehen, dass die Anwendung am Menschen unter Beachtung der Gegenanzeigen (Kontraindikationen) in der Regel unbedenklich ist, ferner die Wirkung nachgewiesen ist.
Das vor der Impfung durchzuführend Impfgespräch stellt sicher, dass mögliche Gegenanzeigen (Kontraindikation) erkannt werden. Impfungen ohne Nebenwirkungen gibt es nicht, sie treten jedoch eher selten als häufig auf. Mögliche Nebenwirkungen sind lokale Schmerzen an der Injektionsstelle bis hin zu Nebenwirkungen wie Fieber, Muskel- und Gliederschmerzen, Übelkeit.

