In der Zeit des Nationalsozialismus sind zahlreiche Kunstwerke und Kulturgüter meist jüdischen Opfern des Regimes unrechtmäßig entzogen worden. Davon gelangten Objekte zwischen 1933 und 1945, aber auch noch danach, in die Museen der Stadt Köln.

Kurz nach dem Krieg wurde damit begonnen, diese Werke in den Sammlungen ausfindig zu machen und den Opfern beziehungsweise ihren Nachkommen wieder zurückzugegeben. 53 Gemälde sowie sechs Skulpturen gingen in diesem Zusammenhang an Frankreich, die Niederlande sowie an jüdische Opfer.

Da auch nach mehr als 50 Jahren die Herkunft von Objekten in deutschen und anderen Museen noch nicht abschließend geklärt war, setzten sich 1998 Vertreter von 44 Nationen in den USA zusammen und vereinbarten in der sogenannten Washingtoner Erklärung die Erforschung und Rückgabe von Kunstobjekten an Opfer des NS-Regimes nach Ablauf von Verjährungsfristen.

Seither arbeiten wir die Bestände in den acht städtischen Museen kontinuierlich auf. Dies sowohl mit einer eigens dafür eingerichteten Stelle für Provenienzforschung im Museumsreferat der Stadt als auch mit gezielten Projekten in einzelnen Museen. So sind beispielsweise mit Unterstützung der Sal. Oppenheim-Stiftung die Gemäldebestände des Wallraf-Richartz-Museums untersucht worden und die Arbeitsstelle für Provenienzforschung hat bei der Untersuchung der Sammlung Josef Haubrich im Museum Ludwig finanziell zur Seite gestanden. In diesem Zusammenhang kam es zu einer Neupräsentation der Sammlung Haubrich und einem Ausstellungskatalog zu den Gemälden und Skulpturen.

Washingtoner Konferenz, Resultate und aktuelle Projekte

Am 3. Dezember 1998 fand die Washingtoner Konferenz über Vermögenswerte aus der Zeit des Nationalsozialismus mit Vertreterinnen und Vertretern aus 44 Nationen statt. Diese verpflichteten ihre Museen zur Provenienzforschung und zum "fairen und gerechten" Ausgleich mit den früheren jüdischen Eigentümerinnen und Eigentümern sowie deren Erbinnen und Erben. Unabhängig von Verjährungs- und Ausschlussfristen war es nun möglich, zahlreiche ungeklärte Fälle erstmals oder erneut aufzurollen.

Grundsätze der Washingtoner Konferenz

Die Ergebnisse der bisherigen Tätigkeit dienten als Grundlage für die Rückgabe von Kunstobjekten an die Opfer des NS-Regimes beziehungsweise ihre Nachfahren. Wesentliche Resultate haben wir für Sie zusammengestellt.

Aktuelle Restitutionen Aktuelle Projekte Weitere Resultate der Provenienzforschung

Kontakt

Referat für Museumsangelegenheiten
Provenienzforschung
Richartzstraße 2-4
50667 Köln

Telefon: 0221 / 221-22520
Telefax: 0221 / 221-24005

E-Mail an Provenienzforschung