Die Kommunale Gesundheitskonferenz ist als Pflichtaufgabe der Kommune im § 24 des Gesetzes über den öffentlichen Gesundheitsdienst des Landes Nordrhein-Westfalen mit ihren Zielen, ihren Aufgaben und ihrer Arbeitsweise verankert.
Den Link zum Gesetz über den öffentlichen Gesundheitsdienst des Landes Nordrhein-Westfalen finden Sie hier:

Gesetz über den öffentlichen Gesundheitsdienst des Landes Nordrhein-Westfalen

Der Rat der Stadt Köln hat am 3. Februar 2000 die Einrichtung der Kommunalen Gesundheitskonferenz Köln beschlossen. Vorgängerinstitution war seit 1991 das "Kölner Gesundheitsforum" mit seinem Koordinierungsausschuss.

Aufgaben

Die Kommunale Gesundheitskonferenz Köln berät Fragen der gesundheitlichen Versorgung in der Stadt, mit dem Ziel der Koordinierung.

Durch Kooperation der an der gesundheitlichen Versorgung Beteiligten wirkt die Gesundheitskonferenz auf ein bedarfsgerechtes, flexibles, qualitätsorientiertes und wirtschaftliches Versorgungsnetz hin.

Sie entwickelt bei Bedarf Handlungsempfehlungen zur Verbesserung der Gesundheitsversorgung. Die Umsetzung der erarbeiteten Handlungsempfehlungen erfolgt unter der Selbstverpflichtung der Beteiligten.

Die Kommunale Gesundheitskonferenz Köln hat sich die folgende Geschäftsordnung gegeben:

Geschäftsordnung der Kommunalen Gesundheitskonferenz
PDF, 42 kb

Arbeitsweise

Die Konferenz tagt in der Regel zwei Mal pro Jahr. Ihre Mitglieder und deren Stellvertreterinnen und Stellvertreter werden vom Rat der Stadt Köln namentlich berufen. Der Vorsitz der Kommunalen Gesundheitskonferenz Köln obliegt der Gesundheitsdezernentin/dem Gesundheitsdezernenten. Die Sitzungen sind grundsätzlich nicht öffentlich.

Zusammensetzung

Der folgende Link gibt über die Zusammensetzung der Kommunalen Gesundheitskonferenz Köln Auskunft:

Zusammensetzung der Kommunalen Gesundheitskonferenz Köln

Arbeitsgruppen

Eines der Kernelemente der Kommunalen Gesundheitskonferenz Köln sind ihre Arbeitsgruppen. Sie werden aus den Mitgliedern der Gesundheitskonferenz, externen Fachleuten sowie Betroffenen und Angehörigen von Selbsthilfegruppen gebildet. Die Arbeitsgruppen schlagen der Kommunalen Gesundheitskonferenz bei Bedarf Handlungsempfehlungen zum Beschluss vor. Die Arbeit der Arbeitsgruppen ist themen- beziehungsweise problembezogen und in der Regel zeitlich befristet. Auch die Sitzungen der Arbeitsgruppen sind grundsätzlich nicht öffentlich.

Derzeit bestehen folgende Arbeitsgruppen:

Arbeitsgruppe Essstörungen

Der bestehende Arbeitskreis Essstörungen wurde mit Beschluss der Kommunalen Gesundheitskonferenz Köln vom 25. April 2005 als Arbeitsgruppe Essstörungen unter dem Dach der Kommunalen Gesundheitskonferenz Köln aufgenommen. In der Arbeitsgruppe tauschen sich Institutionen und freiberuflich tätige Fachkräfte zu fachlichen Themen aus und beschäftigen sich mit Fragen der Weiterentwicklung beziehungsweise Verbesserung der gesundheitlichen Versorgung von Menschen mit gestörtem Essverhalten oder Menschen, die von einer entsprechenden Erkrankung (beispielsweise Magersucht, Bulimie, Binge-Eating-Störung) betroffen sind.

Die Broschüre "Ess-Störungen" beinhaltet Informationen und Hilfsangebote in Köln zum Thema Essstörungen und spricht in erster Linie Betroffene sowie deren Angehörige an. Sie ist jedoch auch für Fachleute eine wertvolle Unterstützung.

Broschüre "Ess-Störungen"
PDF, 945 kb

Arbeitsgruppe Kinder- und Jugendpsychiatrische Versorgung

Die Arbeitsgruppe Kinder- und Jugendpsychiatrische Versorgung wurde im November 2014 nach vielen Jahren ihrer aktiven Arbeit unter das Dach der Kommunalen Gesundheitskonferenz Köln aufgenommen.
Ihr gehören unter anderem Vertreterinnen und Vertreter der Kölner Kliniken für Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie, der Kölner Schulen, der freien Träger der Jugendhilfe, der Kölner Stadtverwaltung, der politischen Parteien, des Landschaftsverbandes Rheinland sowie niedergelassene Kinder- und Jugendpsychiaterinnen und –psychiater an.

Derzeit beschäftigt sie sich mit der Kooperation zwischen den Versorgerinnen und Versorgern der Erwachsenenpsychiatrie und der Kinder- und Jugendpsychiatrischen Versorgung sowie mit der Versorgung von Kindern und Jugendlichen mit einer psychischen Erkrankung und einer geistigen Behinderung.

Arbeitsgruppe Krankenhausplanung

Die Kommunale Gesundheitskonferenz kann zum regionalen Planungskonzept (Krankenhausplanung) der Krankenhausträger und der Verbände der Krankenkassen eine Stellungnahme abgeben (§ 14 Absatz 1 des Krankenhausgestaltungsgesetzes Nordrhein Westfalen). Hierzu hat die Kommunale Gesundheitskonferenz die Arbeitsgruppe Krankenhausplanung eingesetzt. Sie bereitet aus Patientinnen- und Patientensicht beziehungsweise aus Betroffenensicht Handlungsempfehlung zu regionalen Planungskonzepten für die Kommunale Gesundheitskonferenz Köln vor.

Der Arbeitsgruppe Krankenhausplanung gehören Vertreterinnen und Vertreter der Selbsthilfe, der Stadt AG Behindertenpolitik, der Migrantinnen und Migranten, der Seniorenvertretung sowie des Gesundheitsladens Köln e. V. an. 

Arbeitsgruppe Migration und Gesundheit

Die Arbeitsgruppe Migration und Gesundheit hat ihre Arbeit vor mehr als 20 Jahren und damit lange vor der Einrichtung der Kommunalen Gesundheitskonferenz Köln aufgenommen. Sie besteht unter anderem aus Vertreterinnen und Vertretern der Migrantenselbstorganisationen, der freien Wohlfahrtsverbände, der Kölner Stadtverwaltung, der politischen Parteien sowie der ambulanten und stationären Einrichtungen. Die Arbeitsgruppe beschäftigt sich mit gesundheitsbezogenen Themen der Migrantinnen und Migranten. Sie hat unter anderem mehrere Fachtagungen zum Thema Migration und Gesundheit mitorganisiert, zuletzt die Fachtagung am 25. Juni 2012 zum 20jährigen Bestehen "Gesundheitsversorgung von Migrantinnen und Migranten in Köln – 20 Jahre AG Migration und Gesundheit in Köln". Der "Kölner Gesundheitswegweiser für Migrantinnen und Migranten", der Teil des von ihr entwickelten "Kommunalen Gesundheitskonzeptes für Menschen mit Migrationshintergrund in Köln" ist, wurde von der Arbeitsgruppe Migration und Gesundheit herausgegeben und mehrfach aktualisiert. Zur Zeit befindet sich der Gesundheitswegweiser in der Überarbeitung.

Selbsthilfebeirat

Die Selbsthilfe ist eine wichtige und notwendige Ergänzung der professionellen gesundheitlichen Versorgung, die unter dem Dach der Kommunalen Gesundheitskonferenz als Selbsthilfebeirat verankert ist. Das Kernelement der Selbsthilfe ist die Kompetenz der Betroffenen.
Dem Selbsthilfebeirat gehören Vertreterinnen und Vertreter der Selbsthilfe, der Krankenkassen, der Kölner Stadtverwaltung, der politischen Parteien sowie weitere Akteure des Gesundheitswesens an. Er beschäftigt sich mit Themen der finanziellen Selbsthilfeförderung sowie der Weiterentwicklung der gesundheitlichen Selbsthilfe.

Untern dem folgenden Link finden Sie Informationen zur Selbsthilfeförderung:

Selbsthilfeförderung

Geschäftsführung

Das Gesundheitsamt Köln als untere Gesundheitsbehörde nimmt die Geschäftsführung der Kommunalen Gesundheitskonferenz Köln wahr (§ 23 Gesetz über den öffentlichen Gesundheitsdienst des Landes Nordrhein-Westfalen).

Haben Sie Fragen zur Kommunalen Gesundheitskonferenz Köln und ihren Arbeitsgruppen, dann wenden Sie sich bitte an die Geschäftsführung,
Telefon: 0221 / 221-24646.

E-Mail an Geschäftsführung Kommunale Gesundheitskonferenz