Antworten auf häufig gestellte Fragen rund um die 3. Baustufe Nord-Süd Stadtbahn haben wir hier für Sie zusammengestellt.

Wann wurde die Verwaltung vom Rat mit der Planung beauftragt?

Für die 3. Baustufe haben wir vier Planungsvarianten ausgearbeitet. Der Rat hat am 29. Januar 2008 den Beschluss für die damalige Variante 4 gefasst und uns beauftragt, die Planung hierfür weiter zu verfolgen.

Gab es zu diesem Zeitpunkt bereits die Möglichkeit der aktiven Bürgerbeteiligung?

Nach Erstellung der Vorplanung haben wir bereits 2013 mit Informationsveranstaltungen und Workshops intensiv für das Vorhaben geworben und gemeinsam mit den Anlieger*innen mögliche Verbesserungen an der Planung ausgearbeitet.

Seit wann liegt der Planfeststellungsbeschluss vor?

Der Planfeststellungsbeschluss der Bezirksregierung Köln liegt uns seit dem 22. April 2016 vor.

Warum haben die Arbeiten erst im Oktober 2017 begonnen?

Aufgrund von Klagen gegen den Planfeststellungsbeschluss konnten die Arbeiten nicht im Herbst 2016 beginnen, weil wir zunächst die Entscheidung des Oberlandesgerichts Münster abwarten mussten.

Wurde alles unternommen, um die Baumfällungen zu minimieren?

Ziel einer jeden Planung ist es, den Eingriff in den Bestand von Bebauung und Natur so gering wie möglich zu halten. In diesem Zusammenhang wurden selbstverständlich auch Möglichkeiten für den Verbleib der Bäume untersucht. In der nach allen Abwägungen gewählten und letztlich auch planfestgestellten Variante ist der Verbleib von 233 Straßenbäumen und rund 70 Bäumen auf der Gehölzfläche an der Heidekaul leider nicht möglich gewesen.

Als Ausgleich werden wir gemäß der im Rahmen des Planfeststellungsverfahrens durchgeführten landschaftspflegerischen Begleitplanung insgesamt 384 Einzelbäume neu pflanzen. Davon sind 222 Bäume als Ersatz der bestehenden Bäume entlang der Bonner Straße geplant. Weitere 162 Einzelbäume werden wir gemäß der Auflage aus dem Planfeststellungsbeschluss in Abstimmung mit der Unteren Landschaftsbehörde im Stadtgebiet pflanzen. Der Rat hat in seiner Sitzung vom 16. Dezember 2014 beschlossen, dass diese Ersatzpflanzungen hauptsächlich zur kompletten Vervollständigung von lückenhaften Alleen in den Stadtteilen im Umfeld der Bonner Straße erfolgen sollen.

Darüber hinaus erfolgt in diesem Zusammenhang eine Ergänzung bestehender Straßenbaumreihen im direkten Umfeld der Bonner Straße um etwa 80 weitere Bäume, zusätzlich zu dem im Planfeststellungsverfahren festgeschriebenen Ausgleich. Die neu zu pflanzenden Bäume werden bereits über einen Stammumfang von 20 bis 25 Zentimetern verfügen. Dies entspricht einer Baumgröße von circa 4 Metern vom Boden aus (ohne Wurzelballen). Die Bäume erreichen bereits nach etwa fünf bis sechs Jahren einen Stammumfang von circa 40 Zentimetern und eine Höhe von circa sieben Metern.

Für die südlich der Heidekaul entfallenden 70 Bäume (Gehölzfläche) ist Mitte 2020 mit 2.090 Quadratmetern eine ebenso große neue Gehölzfläche auf dem Gelände der ehemaligen Tankstelle Ost entstanden. 

Als weitere Maßnahme wird auf ganzer Strecke der Stadtbahn, mit Ausnahme von Kreuzungsbereichen, das Gleis als Rasengleis ausgeführt. Hierdurch entsteht eine neue und fast 12.000 Quadratmeter große Grünfläche.

Welche Bedeutung hat die 3. Baustufe der Nord-Süd Stadtbahn für die Zukunft?

Der neu entstehende Alleecharakter der Bonner Straße und das Rasengleis als mittiges grünes Band werden nach Abschluss der Arbeiten zu einer Aufwertung der Bonner Straße beitragen und das Stadtklima nachhaltig positiv beeinflussen. Die 3. Baustufe ist damit ein wichtiger Schritt, um den Anteil des öffentlichen Personennahverkehrs am gesamten Verkehrsaufkommen zu erhöhen.

Denn nur mit einem stetigen Ausbau des öffentlichen Personennahverkehrs wird es uns und der KVB gelingen, trotz wachsender Stadtbevölkerung das Verkehrsaufkommen insgesamt und damit auch die Feinstaubbelastung zu reduzieren.

Wird es temporäre und/oder dauerhafte Tempolimits geben?

Ja, in der Baustelle haben wir ein Tempolimit von 30 Kilometer pro Stunde festgelegt.

Wie kommen Bauverzögerungen zustande?

Die Bauarbeiten haben wir mit dem Bau einer provisorischen Umgehung des Kreisverkehr, eines sogenannten Bypasses, und einer zusätzlichen Fahrspur von der Bundesautobahn 555 in den Verteilerkreis begonnen. Hierbei ist es zu unplanmäßigen Verzögerungen gekommen, da der Bypass im Bereich der Wasserschutzzone II liegt. Dort haben wir auch die Trinkwassergewinnung zu berücksichtigen. Dadurch müssen zum Beispiel Straßenoberflächen nach der Öffnung innerhalb eines Tages wieder verschlossen werden. Hinzu kommt, dass bei bestimmten Witterungslagen, wie Starkregen und Frost, keine Arbeiten erfolgen dürfen. Untersuchungen auf Kampfmittel nehmen zusätzlich Zeit in Anspruch.

Wie gehe ich vor, wenn es durch die Baumaßnahmen zu Schäden an meinem Eigentum kommt?

Entlang der Bonner Straße sowie an allen angrenzenden Straßen im Einflussbereich der Baumaßnahme haben wir eine bauliche Beweissicherung durchgeführt. Damit haben wir den Ist-Zustand dokumentiert. Die Erstbeweissicherung ist 2016/2017 im Rahmen der vorauslaufenden Maßnahmen der RheinEnergie AG erfolgt. Eine Zwischenbeweissicherung ist 2020/2021 durchgeführt worden. Nach Abschluss der Arbeiten findet eine Endbeweissicherung statt. 

Sollte es während der Baumaßnahme zu Schäden an Ihrem Gebäude gekommen sein, können Sie bei Interesse eine Schadensaufnahme durch unsere öffentlich bestellten und vereidigten Sachverständigen durchführen lassen. Hierbei wird unter anderem der unmittelbare Zusammenhang des Schadens mit der Baumaßnahme geprüft sowie der Zustand vor und nach der Baumaßnahme sichergestellt. Das Verfahren der Schadensfeststellung ist für private Eigentümer*innen und für Gewerbetreibende identisch. In beiden Situationen wird die Beweissicherung von externen Sachverständigen durchgeführt, nachdem Sie den Schaden an uns gemeldet haben. Werden Schäden an Ihrer Immobilie festgestellt, werden wir den Sachverhalt mit unserer Rechtsabteilung klären. Diese wird Sie im weiteren Verlauf kontaktieren, um den weiteren Ablauf zu erläutern.

Bei weiteren Fragen zur Schadensregulierung wenden Sie sich gerne an das Informationsbüro auf der Bonner Straße 242.

Mit welchen Umleitungen für öffentliche Verkehrsmittel, Fuß-, Fahrrad- und Autoverkehr sind zu rechnen?

Die Bonner Straße wird für den Bauabschnitt Raderberggürtel und Schönhauser Straße zeitweise zur Einbahnstraße in Richtung Chlodwigplatz. Mithilfe der zusätzlichen Fahrspur am Verteilerkreis wird der Fahrzeugverkehr über die Militärringstraße und Brühler Straße beziehungsweise über die Militärringstraße Richtung Rheinufer umgeleitet. Für den Fuß- und Radverkehr schildern wir Ausweichstrecken über die Brühler Straße, Urfelder Straße, Hitzelerstraße und Sinziger Straße in Raderthal beziehungsweise über die Koblenzer Straße, Goltsteinstraße und Pferdmengesstraße in Marienburg aus. Dadurch wird der Verkehr entlang der Bonner Straße entlastet.

Der Busverkehr wird während der gesamten Bauzeit aufrechterhalten. In Richtung Verteilerkreis werden die Buslinien über die Brühler Straße und den Raderberggürtel umgeleitet. Durch die Sperrung der Fahrbahn Richtung Süden wird auch die Buslinie 132 betroffen sein. Sie wird deshalb voraussichtlich zwischen dem 5. und 35. Monat während der Bauarbeiten in Fahrtrichtung Meschenich/Rondorf umgeleitet. Die Linie verkehrt in diesem Zeitraum zusammen mit der Linie 133 über die Brühler Straße bis zur Höhe der Haltestelle Brühler Straße/Gürtel. Dort folgt sie dann dem Linienweg der Linien 130 und 134 entlang des Raderberggürtels bis zur Bonner Straße, wo der übliche Linienweg wieder in beiden Fahrtrichtungen befahrbar ist. Busse in Richtung Heumarkt und Breslauer Platz/Hauptbahnhof können die Bonner Straße im gesamten Zeitraum planmäßig befahren. Die genauen Streckenverläufe entnehmen Sie bitte unserer Übersicht. 

Umleitungsempfehlungen Bonner Straße
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Voraussichtlich ab dem 35. Monat nach Baubeginn bis zur geplanten Fertigstellung voraussichtlich im 46. Monat und der Inbetriebnahme der Stadtbahnstrecke kann der Verkehr wieder in beiden Richtungen fließen.

Welche Lärmschutzmaßnahmen sind geplant?

Während des Stadtbahnbaus, des Umbaus der Straße und der sonstigen begleitenden Baumaßnahmen ist Lärm in der Nachbarschaft unvermeidlich. Daher sehen wir eine baubegleitende Lärmminderungsplanung vor, die die Schallemissionen der Baustelle soweit wie möglich reduziert. 

Außerdem haben wir mit der Genehmigungsplanung der Stadtbahnstrecke eine Untersuchung der Emissionsgrenzwerte gemäß Verkehrslärmschutzverordnung durchgeführt. Aufgrund dieser Begutachtung haben wir Objekte erfasst, die dem Grunde nach einen Anspruch auf Einbau von Lärmschutzfenstern und Dämmlüftern als passive Schallschutzmaßnahmen nach der Stadtbahninbetriebnahme haben. Den Anspruch untersuchen wir der Höhe nach, teilen ihn den Eigentümer*innen mit und setzen diesen um.

Die neue Stadtbahnstrecke wird darüber hinaus weitgehend als Rasengleis ausgeführt. Diese Bauform ist die derzeit leiseste Option. Insofern haben wir hier bereits planerisch eine möglichst geringe Lärmbelästigung vorgesehen. Zusätzlich werden wir einen lärmmindernden Asphalt als aktive Schallschutzmaßnahme verwenden.

Wie verändert sich die Parkplatzsituation während und nach der Bauphase?

Während der verschiedenen Bauphasen werden die Zufahrten zu Ihren Grundstücken aufrechterhalten. Die Benutzung der Stellplätze entlang der Bonner Straße ist über die gesamte Bauzeit nur eingeschränkt möglich.

Ursprünglich wollten wir 2022 ein neues Bewohnerparkgebiet in Bayenthal einrichten. Leider verzögert sich dies aufgrund von Lieferschwierigkeiten von Halbleitern aus China für die Parkscheinautomaten. Wir werden Sie rechtzeitig über die Einrichtung des Bewohnerparkgebietes Bayenthal informieren.

An der künftigen Endhaltestelle Arnoldshöhe planen wir eine P+R-Palette.

P+R-Palette am Bonner Verteilerkreis

Wird es zur Erhebung von Straßenbaubeiträgen kommen?

Voraussichtlich werden Erschließungsbeiträge nach § 127 folgende des Baugesetzbuches fällig. Die Höhe der fälligen Beiträge können wir erst nach Abschluss der Baumaßnahme beziffern. Bei einer am 29. Januar 2013 durchgeführten Informationsveranstaltung wurde von einem sehr groben Wert von bis zu 40 Euro pro Quadratmeter Grundstücksfläche ausgegangen. Dies hängt davon ab, ob in der Vergangenheit bereits sogenannte Vorausleistungen auf den Erschließungsbeitrag gezahlt wurden oder ob das jeweilige Grundstück eventuell erschließungsbeitragsfrei von uns veräußert wurde. Zurzeit können wir keine verlässliche Aussage zur Höhe eines voraussichtlichen Erschließungsbeitrages treffen.

Wie wird die Bonner Straße nach Abschluss der Baumaßnahme aussehen?

Im Mittelpunkt der Baumaßnahme steht die Verlängerung der Stadtbahnlinie 5 mit der Erstellung von vier neuen, barrierefreien Haltestellen bis zum Verteilerkreis Süd. Die Stadtbahnlinie wird auf einer Länge von 2,1 Kilometern mittig entlang der Bonner Straße verlaufen. Durch die Einfassung der Gleiskörper mit Rasen und neuer Bäume entsteht entlang der Bonner Straße eine 12.000 Quadratmeter große Grünfläche. Für den Fahrzeugverkehr und den öffentlichen Personennahverkehr haben wir südlich des Raderberggürtels jeweils zwei Fahrspuren vorgesehen, im nördlichen Bereich jeweils eine Fahrspur. Ergänzend dazu wird die Bonner Straße breite Gehwege sowie Fahrradschutzstreifen in beide Fahrtrichtungen bekommen.

An wen kann ich mich bei Fragen wenden?

Bei Fragen wenden Sie sich gerne an das Informationsbüro auf der Bonner Straße 242, 50968 Köln. Aufgrund von Baubesprechungen und Ortsterminen bieten wir Ihnen offene Sprechstunden zu folgenden Zeiten an: 

  • Montag und Mittwoch, 15 bis 17 Uhr
  • Donnerstag, 10 bis 12 Uhr

Darüber hinaus erreichen Sie uns unter der Rufnummer  0221 / 42915191 oder per E-Mail.

E-Mail an das Informationsbüro