© Christoph Seelbach Fotografie
Mülheimer Brücke

Am 19. Mai 1927 wurde mit dem Bau der Brücke begonnen. Nur einen Monat später, am 20. Juni 1927, wurde die Mülheimer Schiffbrücke geschlossen und abgebaut. Die neue Hängebrücke eröffnete Oberbürgermeister Konrad Adenauer am 13. Oktober 1929. Schon damals wurde die Brücke vom öffentlichen Schienennahverkehr genutzt. Die Brücke wurde als "unechte" Kabelhängebrücke ausgeführt.

Dabei wurden die Zugkräfte der Tragseile vom versteiften Fahrbahnträger als Druckkräfte aufgenommen. Somit konnten schwere Ankerkörper vermieden werden, die man damals im Kölner Baugrund als nicht ausführbar betrachtete.

Die Brücke wurde auf Veranlassung von Konrad Adenauer mit einer patinagrünen Farbe gestrichen. Die heute als Kölner Brückengrün bekannte Farbe wird für alle Brücken, die sich in unserem Eigentum befinden, noch immer verwendet. Eine Ausnahme sind die Betonteile der Deutzer Brücke.

Die erste Mülheimer Brücke wurde am 14. Oktober 1944 durch einen Bombenangriff zerstört. Fast auf den Tag genau fünf Jahre später, am 13. Oktober 1949, begann der Neubau der Mülheimer Brücke. Der Entwurf stammt vom Kölner Architekten Wilhelm Riphahn unter der technischen Beratung von Fritz Leonhardt. Sie gleicht optisch der ursprünglichen Brücke. Durch die Weiterentwicklung des Brückenbaus wurde sie als "echte" Hängebrücke konstruiert, das heißt, für die neue Brücke wurde die Erdverankerung der Seile gewählt.

Die Einweihung erfolgte am 8. September 1951 wieder in Anwesenheit Adenauers, der nun als Kanzler der Bundesrepublik Deutschland auch die neu erbaute Mülheimer Brücke eröffnete. Von 1976 bis 1977 bekam die Brücke einen in der Mitte verlaufenden, gesonderten Gleiskörper für die Stadtbahn sowie je zwei Fahrspuren für den Individualverkehr.

Verkehrseinschränkungen

Sanierung der Brücke
Verkehrsbeschränkungen für Lastkraftwagen

Technische Daten

Typ:
vierspurige Straßenbrücke mit separatem zweigleisigen Stadtbahnkörper sowie Geh- und Radwegen auf beiden Seiten

Bauart:
echte Hängebrücke aus Stahl

Baujahr:
1949 bis 1951, Erweiterung 1976 bis 1977

Spannweiten:
4 mal 23,40 Meter - 52,10 Meter - 52,10 Meter - 85 Meter - 315 Meter - 85 Meter, insgesamt 682,80 Meter

Gesamtbreite:
27,20 Meter

Eigentümerin:
Stadt Köln