Mit einer Fotostrecke wollen wir Sie regelmäßig über den Baufortschritt zur Generalsanierung informieren. 

Vorbereitung der Entwässerung Ende September 2021

Die Drehbrücke ist seit Ende September 2021 für die neuen Straßeneinläufe und die Entwässerungsleitungen vorbereitet.

Hierfür mussten einige neue Durchbrüche erstellt werden. Die neuen Einlaufkästen werden in den Beton eingebettet. Daher erfolgt die Montage erst in einigen Wochen, wenn der neue Beton eingebracht wird.  

Schrammbordmontage und Beschichtung September 2021

Im ersten Bauabschnitt sind die neuen Schrammborde montiert. Damit erhält das "nackte" Fachwerk langsam wieder die Optik unserer Brücke zurück.

Um alle hinter den Schrammborden liegenden Bereiche optimal zu schützen, wurden hier bereits alle sechs Beschichtungslagen aufgebracht. Dies ist gut an den wechselnden Farben zu erkennen.

Die ersten Bereiche der Brücke haben also jetzt ihre endgültige neue-alte grüne Farbe.

Beginn der Nietarbeiten seit August 2021

Seit August 2021 wird auf der Brücke nach althergebrachter Art heiß genietet. Hierbei wird eine Verbindung von Stahlbauteilen durch Einstecken einer glühenden Niete in vorgebohrte Löcher und das Ausformen des zweiten Nietkopfes durch Schlagen erzeugt. Der glühende Stahl zieht sich beim Auskühlen weiter zusammen und garantiert so eine feste Verbindung zwischen den beiden Nietköpfen. Dieses Verfahren wenden wir an allen ausgetauschten Vertikalen und Blechen oberhalb der Fahrbahnebene an. So wird dem Gedanken des Denkmalschutzes entsprochen und die Optik der Brücke erhalten. Außerdem können wir notwendige Austauscharbeiten vornehmen.

Wiedereinrichtung der Baustelle und Beschichtungsarbeiten

Die Wiedereinrichtung und Säuberung der Baustelle nach dem Hochwasser Mitte Juli 2021 verlief dank guter Vorbereitung problemlos. Insgesamt stand circa ein Meter Wasser auf der Drehebene, so dass der Boden und die unterste Ebene der Gerüste überflutet waren. Im Anschluss wurden Bautrockner in Betrieb genommen. Die Strahl- und Beschichtungsarbeiten konnten wieder zügig aufgenommen werden. Die Grundbeschichtung im zweiten Bauabschnitt konnten wir bis Ende August 2021 auch unterhalb der Fahrbahn komplett abschließen.

Vorbereitung Räumung wegen Hochwassers Mitte Juli 2021

Der wegen Starkregens steigende Rheinpegel führte dazu, dass wir die Baustelle seit dem 14. Juli 2021 auf eine Räumung vorbereiten. Hierbei wollen wir Schäden an Material und Umwelt vermeiden. Sämtlichen schadstoffbelasteten Strahlsand haben wir bereits von der Drehebene entfernt. Alle losen Werkzeuge, Gerüstbauteile, Kabel sowie die Container der Stromerzeugung und der Schleuse des Schwarz/Weiß-Bereichs werden vorbereitet. Bei Eintreten der Vorhersage, dass die Drehebene der Brücke überflutet wird, werden sie rechtzeitig mit dem Baukran von der Drehebene auf das höhere gelegene Gelände neben dem ehemaligen Hafenmeisteramt versetzt.

Sachstand Grundbeschichtung Mitte Juli 2021

Die Zustandsfeststellung für den zweiten Abschnitt konnten wir Anfang Juli fertigstellen. Hier beginnen nun die Beschichtungsarbeiten. Die Grundbeschichtung konnten wir bis Mitte Juli bereits auf allen Bauteilen oberhalb der Fahrbahnebene aufbringen. Nun müssen wir die Träger und Bleche der Fahrbahn mit einem speziellen Harz waschen, um anhaftende Chloride (Tausalze aus dem Winterdienst) zu entfernen, bevor wir hier ebenfalls die Beschichtung aufbringen können.

Entfernung der alten Beschichtung bis Mitte Juli 2021

Im zweiten Bauabschnitt, also am kürzeren Arm der Drehbrücke, haben wir die Entfernung der alten Beschichtung abgeschlossen.

Das verwendete Strahlmittel wird aktuell abgefahren. Bisher sind es insgesamt über 60 Tonnen.

 

Strahlarbeiten und Auftrag Grundbeschichtung Juni 2021

Die Sandstrahlarbeiten im ersten Abschnitt sind im Bereich über der Fahrbahn abgeschlossen, sie werden im zweiten Abschnitt fortgeführt. Im ersten Abschnitt wird aktuell die Grundbeschichtung aufgetragen. Die Beschichtung eines filigranen Fachwerks wie unserer Brücke ist schwieriger als bei einer geraden Wand, daher erhält jede der insgesamt fünf Beschichtungslagen eine unterschiedliche Farbe. So ist auf den ersten Blick ersichtlich, ob jede kleinste Stelle ordnungsgemäß beschichtet wurde und wir erhalten einen dauerhaften Korrosionsschutz. Gleichzeitig wird aktuell die Schadensanalyse für den ersten Abschnitt abgeschlossen.

Schutzgerüst Mitte Mai 2021 zu 80 Prozent fertiggestellt

Das Schutzgerüst ist nahezu komplett. Die Planen für den ersten und zweiten Abschnitt des Sandstrahlens haben wir angebracht und luftdicht verschweißt, damit keine gefährlichen Stoffe in die Umwelt gelangen können. Zur zusätzlichen Absicherung finden die Arbeiten bei Unterdruck statt. Die Ventilatoren, Kompressoren und Strahlmittelsilos für die Strahlarbeiten sind installiert und die Bearbeitung des ersten Abschnitts läuft. Parallel führen wir im dritten Abschnitt vorbereitende Stahlbauarbeiten aus. Ersatzbauteile werden im Werk des Stahlbaubetriebes hergestellt.

Schutzgerüst Mitte April 2021 zu 30 Prozent montiert

Um die Drehbrücke dauerhaft vor Rost zu schützen, müssen wir nach Entfernung der alten Beschichtung eine neue aufbringen. Vor 113 Jahren wurden noch gesundheitsschädliche, bleihaltige Farben verwendet. Damit keine Schadstoffe in die Umwelt gelangen, errichten wir ein Schutzgerüst aus Gerüstbauteilen und großformatigen Planen um die Brücke. Ist das Gerüst fertig, so wird es - immer rund um den aktuellen Arbeitsbereich - mit einer luftdichten Hülle aus Planen versehen. Dann wird von außen nur das Zelt sichtbar sein, während wir innen mit Hochdruck arbeiten.

Demontage des Antriebs der Deutzer Drehbrücke

Teile des Antriebs der Deutzer Drehbrücke haben wir bis Mitte April 2021 bereits demontiert. Die restlichen Arbeiten führen wir bis Ende April 2021 durch.

Betonrückbau Mitte April 2021 zu 80 Prozent abgeschlossen

Der Abbruch der alten Betonfahrbahn sowie der Betongegengewichte im kurzen Arm der Brücke ist in vollem Gange. Den groben Abbruch führen wir mit maschinellen Fräsen durch. Wenn sich die Geräte jedoch dem empfindlichen Stahlfachwerk nähern, tragen wir den Restbeton mit Hochdruckwasserstrahltechnik ab. Der scharfe Wasserstrahl (500 bis 3000 bar) kann den Beton lösen, ohne die 113 Jahre alten Stahlträger zu beschädigen.

Anheben der Drehbrücke im März 2021 erfolgreich

Wir haben die Deutzer Drehbrücke mit insgesamt zwölf hydraulischen Hubpressen in mehreren Schritten um über zehn Zentimeter angehoben. Erst hierdurch ist die Drehmechanik zugänglich und kann saniert werden.

Stützblöcke wurden Ende Februar 2021 montiert

Die Stützblöcke benötigen wir, um dann die Brücke in mehreren Schritten um bis zu 60 Zentimeter anzuheben. Die über 100 Jahre alte Drehbrücke ist trotz ihres Gewichts von über 450 Tonnen ein filigranes Tragwerk. Daher ist ein präzises Arbeiten notwendig. Zur Kontrolle messen wir kontinuierlich, mit wie viel Kraft die Brücke auf jeder einzelnen Abstützung aufliegt.

Lastverteilung vom 22. bis 26. Februar 2021 montiert

Um geschädigte Bauteile ausbauen zu können muss die Brücke, ähnlich einem Auto beim Reifenwechsel, auf dem Boden abgestützt und angehoben werden. Hierzu haben wir die Lastverteilungsplatten und Stützböcke eingemessen, montiert und genau waagerecht ausgerichtet.

Demontage des historischen Geländers Mitte Mai 2020

Mitte Mai 2020 haben wir das historische Geländer an der denkmalgeschützten Drehbrücke abgebaut. Es enthält Bleche mit Jugendstilornamenten. In einer Werkstatt des Kunstschmiedehandwerks wird nun das Geländer mit diesen speziellen Blechen restauriert. Nach Abschluss der Generalsanierung bringen wir das historische Geländer wieder an.

Weitere Informationen zur Sanierung der Deutzer Drehbrücke