Wie viele wohnungslose Menschen schlafen in Köln nachts auf der Straße?

In Köln muss kein Mensch auf der Straße schlafen – unter dieser Devise werden Hilfen und Notschlafstellen angeboten. Dennoch sind in Köln immer wieder Menschen mit ihren Schlafsäcken nachts auf der Straße anzutreffen.

Die genaue Anzahl der Menschen, die dauerhaft auf der Straße leben, ist nicht bekannt. Hierzu gibt es auch keine qualifizierte Schätzung.

Welche Hilfen bieten wir den wohnungslosen Menschen?

Wir bieten ganzjährig umfassende Hilfen und Unterstützungsleistungen für Wohnungslose an. So gibt es zum Beispiel Kontakt- und Beratungsstellen, Notschlafstellen und Wohnprojekte mit Sozialbetreuung.

Ebenfalls erhalten Wohnungslose bei Bedarf finanzielle Hilfen für ihren Lebensunterhalt.

Pressemitteilung zur Erweiterung der Winterhilfe

Was machen wir, wenn es kalt wird?

Mit Beginn der kalten Jahreszeit wird das Unterbringungsangebot an Notschlafstellen insgesamt aufgestockt.

Diese zusätzlichen Angebote der Winterhilfe in der Ostmerheimer Straße bieten die Möglichkeit zur Übernachtung und zum Tagesaufenthalt, um sich vor winterlichen Witterungsverhältnissen schützen zu können. 

Bei länger andauernden frostigen Witterungsverhältnissen führen freiwillig Helfende Kältegänge durch und informieren auf der Straße schlafende Menschen über Unterbringungsangebote.

Wann beginnt die Winterhilfe?

Der Zeitraum der Winterhilfe orientiert sich an die Heizperiode vom 1. Oktober bis zum 30. April des Folgejahres. Der konkrete Beginn und das Ende der Winterhilfe können witterungsabhängig von diesem Zeitraum abweichen.

Gibt es in Köln einen Kältebus?

Der Kältebus wird vom Verein "Freunde der Kölner Straßen und ihrer Bewohner" gestellt.

Die Kontaktdaten lauten:

0221 / 259 74 244

0176 / 240 71 312

Freunde der Kölner Straßen und ihrer Bewohner e. V.

An wen kann ich mich wenden, wenn ich im Winter Schlafplätze von Wohnungslosen bemerke?

Für die Zeit der Winterhilfe wird regelmäßig ein Winterhilfetelefon eingerichtet, in diesem Jahr in Kooperation mit dem Sozialdienst Katholischer Männer e. V. (SKM), unter der Bürger*innen anrufen können.

Winterhilfetelefon: 0221 / 56097310

 

Winterhilfepostfach: winterhilfetelefon@skm-koeln.de

Das Winterhilfetelefon nimmt Hinweise zu obdachlosen Menschen an, die sich bei winterlichen Temperaturen an ihren Schlafplätzen aufhalten. Die Schlafplätze werden im Rahmen der folgenden Kältegänge aufgesucht und die Menschen über sämtliche Hilfsangebote der Winterhilfe informiert.  

Wir bitten alle Bürger*innen, aufmerksam hinzuschauen. Bei akut gefährdeten Menschen werden Bürger*innen gebeten, sich umgehend an den Rettungsdienst unter 112 zu wenden.

Kältegänge, Winterhilfe-Telefon und -Postfach Mitarbeitende von uns und der Träger der Freien Wohlfahrtspflege suchen in den Abendstunden bei längerfristigem Absinken der Temperaturen in den Minusbereich gezielt Plätze in der Kölner Innenstadt auf, die über das Winterhilfetelefon gemeldet wurden oder die als Plätze, an denen sich Wohnungslose aufhalten, bekannt sind. Die angetroffenen Personen werden vor Ort über unsere Unterstützungsangebote informiert. Die Angebote und Maßnahmen der Winterhilfe werden eng mit der Polizei, den Kölner Verkehrs-Betrieben und dem Ordnungsamt abgestimmt.

Können auch Wohnungslose mit Hunden untergebracht werden?

Der Kölner Tierschutzverein in Köln-Zollstock bietet auch in diesem Jahr Plätze zur Übernachtung der Hunde von wohnungslosen Menschen an. Für Hunde stehen zehn Plätze pro Nacht zur Verfügung. Die Hundebesitzer können die Hunde abends bis 18 Uhr oder in der Zeit von 20 bis 21 Uhr bringen. Die Hunde übernachten in einem beheizten Zwinger (Fußbodenheizung) und werden mit Futter und Wasser versorgt. Jeweils morgens können die Hunde ab 7 Uhr wieder abgeholt werden.

Um eine kurze telefonische Absprache wird gebeten unter: 0221 / 381858

Wann gab es in Köln den letzten "Kältetoten"?

Die Winterhilfe gibt es in Köln seit 18 Jahren. Auch in den Winterjahren 2010/2011 und 2011/2012, in denen es in Köln ungewöhnlich lange Frost- und Schneeperioden gab, ist kein Wohnungsloser auf der Straße erfroren.

Leider gab es im Winter 2013 gleich zwei Todesfälle. In beiden Fällen waren neben den Witterungsverhältnissen auch massive gesundheitliche Vorerkrankungen die Todesursache.

Im Winter 2020/2021 verstarb ein obdachloser Mensch, auch er litt unter gravierenden Vorerkrankungen.

Wie können Betroffene erfahren, wo sie eine Übernachtung finden?

Informationen zu Notunterkünften und anderen Unterbringungen finden Sie hier:

Obdachlosenhilfe

Auskünfte erhalten Sie auch bei den ResoDiensten im Amt für Soziales und Senioren.

ResoDienste im Amt für Soziales und Senioren

Wo kann ich warme Kleidung spenden?

Sie können gut erhaltene und warme Winterkleidung abgeben bei:

Sozialdienst katholischer Männer e. V.
Vorgebirgsstraße 22
50677 Köln