Die Bezirksvertretung Nippes hat im Februar 2025 die Umgestaltung des Johannes-Giesberts-Parks beschlossen (Weiterplanungs- und Baubeschluss 3480/2024). Zu diesem Zweck sollen 30 Bäume gepflanzt, Wege entsiegelt und zusätzliche Rundwege angelegt werden.
Bevor mit der Umgestaltung begonnen werden kann, müssen weite Teile des Parks auf Kampfmittel – Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg – untersucht werden. Da sich das Areal ganz in der Nähe der ehemaligen Clouth-Werke befindet, die im Krieg stark bombardiert wurden, gehen Expert*innen davon aus, dass auch 80 Jahre nach Kriegsende noch Blindgänger im Boden gefunden werden könnten. Auf der Grundlage von Luftbildauswertungen und Messungen haben sich bislang mehr als 150 Verdachtsmomente ergeben. In bislang 14 Fällen vermuten die zuständigen Expert*innen der Bezirksregierung Düsseldorf im Boden der Parkanlage und in deren unmittelbarer Umgebung noch Blindgänger mit einem Gewicht von mehr als 50 Kilo.
Um dies genauer zu überprüfen, müssen diese Verdachtspunkte aufgegraben werden. Aus Gründen der Gefahrenabwehr und des Bevölkerungsschutzes müssen wir den Park deshalb ab 12. Juni 2026 vollständig sperren – so sieht es die Kampfmittelverordnung für das Land Nordrhein-Westfalen (KampfmittelVO NRW) in den §§ 2, 3 Absätze 3 und 4 vor. Eine sukzessive Teilsperrung der Parkanlage über den gesamten Zeitraum der Kampfmittelmaßnahmen ist leider nicht möglich.
Sollte bei den Aufgrabungen zündfähiges Material gefunden werden, soll dieses am 13. Juli 2026 durch den Kampfmittelbeseitigungsdienst Rheinland der Bezirksregierung Düsseldorf entschärft werden. Die Größe des Evakuierungsradius richtet sich dann danach, um welche Art Blindgänger (Herkunft, Größe, Gewicht, Beschaffenheit des Zünders) es sich handelt. Wir weisen darauf hin, dass nur in etwa zehn Prozent der Verdachtsfälle tatsächlich zündfähige Blindgänger gefunden werden.
Das Kinderkrankenhaus Amsterdamer Straße kann von einer möglichen Evakuierung betroffen sein – es wurde über alle Maßnahmen frühzeitig informiert und bereitet sich auf eine mögliche Räumung vor.
Unser Amt für Landschaftspflege und Grünflächen wird nach Abschluss der Arbeiten so schnell wie möglich mit den geplanten Umgestaltungsmaßnahmen im Johannes-Giesberts-Park beginnen. Dabei werden die an Vegetations- und Wegeflächen entstandenen Schäden schnellstmöglich behoben, damit der Park wieder verkehrssicher genutzt werden kann. Die Arbeiten zur Umgestaltung des Parks erfolgen abschnittsweise und sollen spätestens im Frühjahr 2027 abgeschlossen sein.
Sollten Sie Hundebesitzer*in sein und bislang die Freifläche im Johannes-Giesberts-Park genutzt haben, finden Sie Freilaufflächen für unter anderem im Nordpark, im Nippeser Tälchen, im Bereich Merheimer Straße/Eckewartstraße oder im Grüngürtel nordwestlich des Fort X.
Wir können nicht abschätzen, wie hoch die Wahrscheinlichkeit ist, dass Kampfmittel gefunden werden. Ebenso können können wir im Voraus nicht vorhersagen, wie groß das Evakuierungsgebiet im Falle eines Fundes sein wird. Das Evakuierungsgebiet legen wir gemeinsam mit dem KBD fest, sobald tatsächlich ein zündfähiger Blindgänger gefunden wird. Die Größe hängt von der Art und Sprengkraft ab.
Wenn wir evakuieren müssen, werden wir Sie auf unserer Startseite, unseren Social-Media-Kanälen sowie in der Presse und im Radio informieren.
Was muss ich im Fall einer Evakuierung beachten?
Wenn eine Evakuierung ansteht, sind schnelle und klare Informationen entscheidend. Zum Beispiel wie Sie sich vorbereiten, was Sie mitnehmen sollten und wo Sie Hilfe und aktuelle Hinweise bekommen. Bei aktuellen Evakuierungen halten wir Sie über unsere Internetseite und Social Media auf dem Laufenden. Auch über die Medien erhalten Sie Informationen.
Allgemeine Auskünfte erhalten Sie zudem montags bis freitags, 7 bis 18 Uhr, bei unserem Bürgertelefon unter den Rufnummern 0221 / 221-0 oder 115. Fragen, die wir in unserem Fragen-und-Antworten-Katalog nicht beantworten, können Sie uns gerne per E-Mail stellen.