Wenn in Ihrem Umfeld eine Evakuierung ansteht, sind schnelle und klare Informationen entscheidend. Auf dieser Seite finden Sie Antworten auf allgemeine Fragen. Zum Beispiel wie Sie sich vorbereiten, was Sie mitnehmen sollten und wo Sie Hilfe und aktuelle Hinweise bekommen. Bei aktuellen Evakuierungen halten wir Sie über unsere Internetseite und Social Media auf dem Laufenden. Auch über die Medien erhalten Sie Informationen.

Wie kann ich mich auf eine Evakuierung vorbereiten?

Bitte machen Sie sich Gedanken, wo Sie sich im Fall einer Evakuierung aufhalten können. Sie können zum Beispiel Familie oder Freund*innen besuchen oder einen Ausflug unternehmen. Denken Sie an Ihre Medikamente, falls Sie diese regelmäßig benötigen. Stellen Sie die Versorgung Ihrer Haustiere sicher. Sollten Sie in den Urlaub starten, nehmen Sie Ihr Gepäck direkt mit. Warten Sie unsere aktuellen Informationen ab. 

Wird es Straßensperren geben und wie fahren Busse und Bahnen?

Informationen zu möglichen Straßensperren können wird erst im Evakuierungsfall geben. Bitte beachten Sie immer die Beschilderungen vor Ort.

Im Fall einer Evakuierung können Straßen, Linien der Kölner Verkehrs-Betriebe (KVB), der Deutschen Bahn und Autobahnen betroffen sein.

Wann muss ich mein Zuhause oder meine Arbeitsstelle verlassen?

In der Regel werden Blindgänger am selben Tag entschärft, an dem sie gefunden werden. Warten Sie unsere Informationen ab. Mitarbeitende des Kommunalen Ordnungsdienstes kommen zu Ihnen und klingeln. Erst dann müssen Sie ihre Wohnung, Ihr Haus oder Ihre Arbeitsstelle verlassen. In seltenen Fällen werden Entschärfungen im Vorhinein geplant und bekannt gegeben. In diesen Fällen teilen wir mit, bis wann Sie Ihre Wohnung, Ihr Haus beziehungsweise Ihre Arbeitsstelle verlassen müssen. 

Was sollten Arbeitnehmende und Gewerbetreibende bedenken?

Wenn Sie im Evakuierungsgebiet arbeiten, wenden Sie sich an Ihre*n Arbeitgeber*in und besprechen Sie, welche Regelung für Ihren Betrieb gilt.

Gewerbetreibende im Evakuierungsgebiet müssen Ihr Geschäft im Evakuierungsfall schließen. Informieren Sie Ihre Kundschaft und Mitarbeitenden.

Wo ist eine Anlaufstelle, wenn ich nicht woandershin gehen kann?

Bei einer Evakuierung richten wir kurzfristig eine Anlaufstelle für Betroffene ein. Wir teilen Ihnen auf unserer Internetseite, über unsere Social-Media-Kanäle und über Medien den Standort mit. Die Anlaufstelle wird von einer Hilfsorganisation betreut und öffnet, sobald der erste Klingeldurchgang begonnen hat. 

Für wen ist die Anlaufstelle und was muss ich beachten?

Wir richten die Anlaufstelle für Personen ein, die bei einer Evakuierung nicht woandershin können. Wir bemühen uns, Einrichtungen auszuwählen, die barrierefrei oder barrierearm sind. Anlaufstellen bleiben so lange geöffnet, bis die Bombe entschärft ist. Für die Evakuierten gibt es Snacks und Getränke, bei länger dauernden Einsätzen auch eine warme Mahlzeit. Es gibt Sitzgelegenheiten und wir bemühen uns, Liegemöglichkeiten zu schaffen.

Betreut werden die Anlaufstellen in der Regel von Hilfsorganisationen. Auch Mitarbeitende des Ordnungsamtes sind meist vor Ort. Sollten Sie Medikamente oder etwas anderes in Ihrer Wohnung vergessen haben, wenden Sie sich bitte an die Mitarbeitenden in der Anlaufstelle.

Wie komme ich in die Anlaufstelle?

Wir bemühen uns Anlaufstellen zu finden, die fußläufig zu erreichen sind. Sollten Sie gehbehindert oder auf Hilfe angewiesen sein, melden Sie dies bitte unseren Mitarbeitenden des Kommunalen Ordnungsdienstes beim ersten Klingeldurchgang. Wir kümmern uns um Hilfe.

Was muss ich beim Verlassen meines Zuhauses beachten?

Bitte nehmen Sie im Fall einer Evakuierung Ihren Personalausweis oder Reisepass, bei Bedarf auch Ihren Führerschein, Girocard, Krankenkassenkarte, dringend benötigte Medikamente, Geld, Schlüssel, Babynahrung, Windeln und Ähnliches mit. Schließen Sie bitte Fenster und Türen.

Was ist mit meinen Haustieren?

Bitte bringen Sie Ihre Haustiere gegebenenfalls bei Familie, Freund*innen oder Bekannten unter. Anlaufstellen befinden sich in der Regel in städtischen Gebäuden wie Schulen, Sporthallen, Kundenzentren oder Bezirksrathäusern. In den Anlaufstellen sind Haustiere meistens nicht erlaubt. Ausnahmen gelten für ausgewiesene Blinden-, Therapie- oder Assistenzhunde mit entsprechendem Nachweis. 

Ich bin in meiner Mobilität eingeschränkt und benötige Hilfe. Wie mache ich auf mich aufmerksam?

Bitte warten Sie im Evakuierungsfall in Ihrer Wohnung oder Ihrem Haus, bis unsere Mitarbeitenden des Kommunalen Ordnungsdienstes bei Ihnen klingeln. Sie tragen eine Uniform und können sich ausweisen. Teilen Sie den Kolleg*innen mit, dass Sie Hilfe und einen Transport benötigen. Wir kümmern uns darum, dass Sie in die Anlaufstelle oder in ein Krankenhaus gebracht werden. Wir vergessen Sie nicht. Bitte haben Sie Geduld. Nach der Evakuierung werden Sie nach Hause zurückgebracht.

Wie lange dauert eine Evakuierung?

Zur Dauer einer Evakuierung und Entschärfung können wir vorab keine Aussage treffen. Das hängt von vielen Faktoren ab: Wie viele Menschen müssen evakuiert werden? Wie viele brauchen einen Krankentransport und verhalten sich alle Betroffenen kooperativ?

Im Evakuierungsfall machen wir in der Regel zwei Klingelrundgänge im betroffenen Gebiet. Wir gehen dabei von Tür zu Tür und stellen sicher, dass alle Menschen das Evakuierungsgebiet verlassen. Wenn diese beendet sind und alle Menschen den Evakuierungsbereich verlassen haben, können wir den Luftraum sperren und dem Kampfmittelbeseitigungsdienst die Freigabe zur Entschärfung erteilen.

Warum sehe ich im Fall einer Evakuierung zahlreiche Blaulichtfahrten im Stadtgebiet und im betroffenen Bereich?

Kranke oder in ihrer Mobilität eingeschränkte Anwohnende müssen mit Kranken- und Rettungswagen evakuiert werden. Dafür können eine Vielzahl von Einsatzfahrzeugen notwendig sein, die teilweise mit Blaulicht unterwegs sein können.

Wo kann ich mich während einer Evakuierung über den Verlauf informieren?

Wir informieren Sie auf stadt-koeln.deFacebook, Instagram und unserem WhatsApp-Kanal. Sie können unser Bürgertelefon unter 0221 / 221-0 oder 115 sowie die Leitstelle unseres Ordnungsamtes unter 0221 / 221-32000 kontaktieren. Außerdem berichten Radio Köln, WDR und andere Medien über den Verlauf der Evakuierung und Entschärfung.

Ich kenne Menschen, die im Evakuierungsbereich wohnen, aber weder Deutsch noch Englisch verstehen. Wo kann ich Informationen in ihrer Sprache finden?

Sie können unsere Internetseite mithilfe des Übersetzers in verschiedene Sprachen anzeigen lassen. Klicken Sie dazu im Menü oben rechts auf das Übersetzungssymbol. Zeigen Sie Ihren Freund*innen, Verwandten, Angehörigen und Nachbar*innen, wie das geht.

Warum dauert es nach einem Kampfmittelverdacht manchmal ein paar Tage bis die geplante Evakuierung und Entschärfung stattfinden und manchmal passiert alles am selben Tag?

Wenn Krankenhäuser, Kliniken, Seniorenheime und ähnliche Einrichtungen der kritischen Infrastruktur betroffen sind, beziehen wir sie in unsere Einsatzvorbereitungen ein. Diese benötigen Zeit, um teilweise intensiv behandelte Patient*innen sowie Mitarbeitende zu evakuieren. Daher können zwischen einem Fund und dem Start einer Evakuierung durchaus einige Stunden, manchmal sogar Tage, vergehen.

Ich möchte im Evakuierungsfall mein Zuhause nicht verlassen und den Einsatzkräften eine selbst geschriebene Verzichtserklärung für den Schadensfall geben. Geht das?

Das geht nicht. Alle Personen müssen den Evakuierungsbereich zur Gefahrenabwehr verlassen, sonst kann die Entschärfung nicht beginnen. Wir erkennen selbst geschriebene Verzichtserklärungen nicht an. Wenn Sie sich verweigern, begleiten wir Sie aus Ihrem Zuhause – wenn nötig zusammen mit der Polizei. Ihnen kann dann ein teures Bußgeldverfahren drohen.

Wo kann ich Fragen stellen, die hier nicht beantwortet werden?

Allgemeine Auskünfte erhalten Sie montags bis freitags, 7 bis 18 Uhr, bei unserem Bürgertelefon unter den Rufnummern 0221 / 221-0 oder 115. Fragen, die wir auf dieser Seite nicht beantworten, können Sie uns gerne per E-Mail stellen. Gerne können Sie auch unser sicheres Kontaktformular verwenden.

E-Mail an: ordnungsamt@stadt-koeln.de Sicheres Kontaktformular