Auf dieser Seite erhalten Sie ausführliche Informationen zur Hepatitis B und ihrer Übertragung bei sexuellen Kontakten.

Allgemeines
Übertragungswege und Schutzmaßnahmen
Symptome
Diagnose und Behandlung
Impfung gegen Hepatitis B
Weitere Informationen
Informationen zur Meldepflicht und zur nicht-sexuellen Übertragung der Hepatitis B

Allgemeines

Die Hepatitis B ist eine Entzündung der Leber, die durch Hepatitis B-Viren verursacht wird. Weltweit ist sie eine sehr häufige sexuell übertragbare Erkrankung. Seit der breiten Einführung der Schutzimpfung ist in Deutschland die Zahl der gemeldeten Neuinfektionen in den letzten Jahren deutlich zurückgegangen.

Das Virus ist wesentlich widerstandsfähiger als das HI-Virus und wird auch wesentlich leichter übertragen.

Glücklicherweise heilt eine Hepatitis B-Infektion in etwa 90 Prozent der Fälle von selbst aus.

Etwa zehn Prozent der Infizierten bleiben jedoch lebenslang Virusträger. Sie fühlen sich dabei jedoch oft lange Zeit nicht krank und wissen nicht von ihrer Infektion. Wenn keine Behandlung erfolgt, kann eine chronische Leberentzündung mit dauerhaften Schäden entstehen.

Übertragungswege und Schutzmaßnahmen

Das Hepatitis B-Virus findet sich vor allem in Blut, Samenflüssigkeit, Scheidensekret, in geringer Menge auch in Speichel, Muttermilch und Tränenflüssigkeit. Eine Ansteckung ist deswegen bei jeder Art von sexuellen Kontakten möglich.

Während der Geburt ist eine Übertragung von der Mutter auf das Neugeborene möglich.

Ein sehr hohes Ansteckungsrisiko besteht beim gemeinsamen Gebrauch von Spritzbestecken oder bei unsachgemäßer Durchführung von Tätowierungen.

Da die Hepatitis B weit verbreitet ist, wird in Deutschland empfohlen, bereits alle Säuglinge dagegen zu impfen. Spätestens vor dem ersten Geschlechtsverkehr sollten alle Jugendlichen geimpft sein.

Blutkonserven und andere Blutprodukte werden in Deutschland überprüft, so dass eine Ansteckung auf diesem Wege praktisch ausgeschlossen ist.

Symptome

Nur bei etwa der Hälfte der Menschen, die sich anstecken, treten typische Symptome wie Gelbverfärbung von Haut und Augen, ungewöhnliche Verfärbung von Stuhlgang und Urin und Schmerzen im Bereich der Leber auf. Manchmal kommt es zu Fieber und allgemeinem Krankheitsgefühl.

Auch ohne Symptome befindet sich das Virus jedoch in den Körperflüssigkeiten und es besteht ein Ansteckungsrisiko.

Diagnose und Behandlung

Die Diagnose einer Hepatitis B kann nur durch eine gezielte Blutuntersuchung gestellt werden. Auch die Frage, wie hoch bei einer chronischen Hepatitis B das Ansteckungsrisiko für andere Personen ist, lässt sich durch eine Blutuntersuchung klären.

Eine ursächliche Behandlung der akuten Hepatitis B ist nicht möglich. Zur Schonung der Leber wird empfohlen, Bettruhe und eine Diät einzuhalten. Vor allem auf Alkohol und fettreiche Nahrung sollte verzichtet werden. 

Bei chronischer Infektion oder bei Komplikationen werden heute Medikamente eingesetzt, mit denen die Virusvermehrung gehemmt oder das Immunsystem beeinflusst werden kann.

Impfung gegen Hepatitis B

Seit etwa 20 Jahren steht eine gut verträgliche Schutzimpfung zur Verfügung. Nach dreimaliger Impfung besteht ein zuverlässiger Schutz, der mindestens zehn Jahre, wahrscheinlich sogar ein Leben lang, anhält. In Deutschland wird die Impfung für folgende Gruppen empfohlen und von den Krankenkassen bezahlt:

  • für Säuglinge im Rahmen der allgemeinen Schutzimpfungen,
  • für Jugendliche vor Beginn der sexuellen Aktivität,
  • für Menschen mit mehreren Sexualpartnern oder Sexualpartnerinnen,
  • für Menschen, die an einer Immunschwäche leiden (zum Beispiel HIV-Infektion),
  • für Menschen, deren Partner oder Partnerin an einer chronischen Hepatitis B leidet.

Außerdem wird die Impfung dringend empfohlen für Personen, die beruflich mit Körperflüssigkeiten anderer Menschen Kontakt haben (Medizin, Labor, Pflege) und vor Auslandsreisen. 

Weitere Informationen zur Impfung

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