Das Gesunde Städte-Netzwerk (GSN) hat seine Wurzeln in der Gesundheitsförderungsstrategie der Weltgesundheitsorganisation (WHO). 1986 initiierte die WHO das internationale Healthy Cities Network mit dem Ziel, Gesundheitsförderung auf kommunaler Ebene im Sinne der Ottawa-Charta zu stärken.
Inspiriert von dieser globalen Bewegung wurde 1989 das deutsche Gesunde Städte-Netzwerk von elf Kommunen in Frankfurt am Main gegründet. Es versteht sich als Teil der "Gesunde Städte"-Bewegung der WHO und setzt sich für den Aufbau gesundheitsförderlicher Strukturen in Kommunen und Landkreiseein. Hierdurch soll die Lebensqualität, das Wohlbefinden und die Gesundheit der Einwohner*innen weiter erhalten oder verbessert werden.
Wir sind seit 1991 Mitglied im Gesunde Städte-Netzwerk und engagieren uns aktiv für die Schaffung gesundheitsförderlicher Strukturen in Köln. Als Großstadt mit über einer Million Einwohner*innen stehen wir vor besonderen Herausforderungen bei der Umsetzung einer gesundheitsfördernden Gesamtpolitik. Ziel ist es, die Gesundheit in allen Politikbereichen nach dem Prinzip "Health in all Policies" zu berücksichtigen und Gesundheitsförderung als ressortübergreifende Querschnittaufgabe zu sehen.
Gesunde Städte-Nachrichten
In den Gesunde Städte-Nachrichten finden Sie Beiträge aus Köln und anderen Kommunen und Landkreisen über bestehende Projekte.
Mitgliederversammlung
Jährlich finden eine Mitgliederversammlung und ein Fachsymposium statt. Der Austausch der Kommunen und Landkreise zu fachlichen Themen aus den Bereichen der Gesundheitsversorgung, Gesundheitsförderung und Prävention steht hier im Vordergrund. Ebenso gibt es Diskussion über aktuelle politische Themen, neue Gesetzgebungen und die daraus resultierenden Chancen und Möglichkeiten.
Hannover Erklärung 2026
Im Rahmen der Mitgliederversammlung und des Bundessymposiums des Gesunde Städte-Netzwerks der Bundesrepublik Deutschland im März 2026 in der Region Hannover wurde die Hannover Erklärung 2026 diskutiert. Sie wurde im Mai 2026 finalisiert und verabschiedet.
Die Hannover Erklärung 2026 des Gesunde Städte-Netzwerks fordert gesundheitliche Chancengerechtigkeit für alle Einwohner*innen. Dazu sind Maßnahmen zur Verbesserung der individuellen Gesundheitskompetenz und der Lebensverhältnisse gleichermaßen notwendig. Die zahlreichen Selbsthilfen und Initiativen vor Ort stellen genauso wie die vielfältigen Strukturen der sozialräumlichen Arbeit in den Kommunen eine grundlegende Ressource und Chance dar. Ihre Stärkung leistet einen wichtigen Beitrag zu Demokratie, Teilhabe und gesellschaftlichen Zusammenhalt und sollte politisches Ziel bleiben.
Kontakt
Bei Fragen rund um das Thema Gesunde Städte-Netzwerk können Sie uns gerne per E-Mail oder Telefon kontaktieren:
Telefon: 0221 / 221-24754