Zusammen mit unserer Feuerwehr und der RheinEnergie sind wir für die Bäume im Einsatz - alle Kölnerinnen und Kölner können beim Gießen mithelfen!

Die Wetterprognosen in den Sommermonaten lassen befürchten, dass es immer trockenere Zeiten geben wird – ein Härtetest für viele Bäume, denen in unserer wachsenden und dichtbesiedelten Stadt eine besondere Bedeutung zukommt. Nicht nur als Schattenspender, sondern auch für die Luftqualität spielen Bäume eine besondere Rolle.

Vor allem junge Bäume sind besonders gestresst, weil sie meist noch kein ausreichendes Wurzelwerk ausbilden konnten. In den ersten drei Jahren werden sie von beauftragten Unternehmen gewässert. Danach haben sie in der Regel ausreichend tiefe Wurzeln entwickelt um in tiefe, noch feuchte Bodenschichten vorzudringen.

Aufgrund der langen Trockenheit in 2018 und der Wetterlage im Sommer 2019 gehen wir nun aber dazu über, die Jungbäume auch im vierten und fünften Jahr zu wässern. Hierzu wird ein Schlepper mit einem 2.500 Liter Tank eingesetzt.

 Diesen Jungbäumen widmen wir besondere Aufmerksamkeit, und wir müssen sie regelmäßig mit Wasser versorgen. Dabei hilft uns die RheinEnergie mit ihren Standrohren,

sagt Dr. Joachim Bauer vom Amt für Landschaftspflege und Grünflächen. Der Wasserversorger stellt uns insgesamt 25 Standrohre für die mobile Wasserentnahme bereit und wir koordinieren deren Einsatz. Aufgrund der begrenzten Anzahl der Standrohre können hier ausschließlich Vereine, Initiativen und Gruppen, die sich für das öffentliche Grün engagieren, berücksichtigt werden.

© Stadt Köln

Dankenswerterweise unterstützt auch die Berufsfeuerwehr mit einem Löschfahrzeug das Wässern der Bäume. Dies, obwohl die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter durch ihre originären Aufgaben bereits stark ausgelastet sind. Im Vordergrund stehen dabei Straßenbäume, die auf schwierigen Untergründen stehen, wie beispielsweise über Tiefgaragen oder Stadtbahntunneln oder aber in Pflanztrögen.

Ältere Bäume an geeigneten Standorten brauchen derzeit hingegen keine zusätzlichen Wassergaben, weil deren Wurzeln derart weit verzweigt sind, dass sie sich in tiefen Erdschichten selbst versorgen können.  

Zudem erproben wir neuartige Wassersäcke, die gut gefüllt an den Baumstämmen platziert werden und dann portionsweise ihr Wasser über einen längeren Zeitraum direkt an den Wurzelraum abgeben. Auch zum Füllen dieser Säcke sind die Standrohre der RheinEnergie sinnvoll, weil mobil einsetzbar. Die Wassersäcke kommen dort zum Einsatz, wo die Bäume in großen Trögen ohne Bodenanschluss wachsen, zum Beispiel am Neptunplatz in Ehrenfeld.

Wir danken an dieser Stelle noch einmal herzlich den mehr als 1.000 Baumpatinnen und Baumpaten, die durch ihr großes ehrenamtliches Engagement ebenfalls zu einer Entspannung der Lage beitragen. Denn die Bewässerung der in die Baumscheiben eingebrachten Unterpflanzung kommt auch den Bäumen zugute. Aber auch den vielen anderen Kölnerinnen und Kölnern, die sich um den Baum "vor ihrer Haustüre" kümmern und ihn mit dem einen oder anderen Eimer Wasser verwöhnen, gilt unser Dank!