Energie aus Biomasse kann in Zukunft eine wesentliche Rolle für unsere Energieversorgung spielen.

Damit bei der Rohstoffsicherung Alternativen zur Verfügung stehen, testet die RheinEnergie mit diesem Projekt die Möglichkeiten zur Nutzung von regional verfügbaren nachwachsenden Rohstoffen.

Der Anbau von schnell wachsenden Bäumen und die regelmäßige Holzernte nennt man Kurzumtriebsbewirtschaftung.

© Stadt Köln
Energiewald August 2010

Die Bäume werden innerhalb von kurzen Zeitintervallen (auch Umtriebszeit genannt, etwa alle zwei bis fünf Jahre) geerntet und zu Holzhackschnitzeln verarbeitet.

Diese können dann zur CO-2-neutralen Wärme- und Stromerzeugung eingesetzt werden, deshalb sprechen wir auch vom Energiewald.

Die Holzplantagen sollten allerdings keinen natürlichen Wald verdrängen, weil dieser einen deutlich höheren ökologischen Wert hat und mehr Vielfalt für die Natur bietet.

Baumarten im Energiewald

Auf einer Fläche von 6,3 Hektar finden Sie folgende Baumarten:

  • Pappeln (verschiedene Sorten)
  • Weiden (verschiedene Sorten)
  • Esskastanie (Castanea sativa)
  • Robinie (Robinia pseudoacacia)
  • Flatterulme (Ulmus laevis)
  • Blauglockenbaum (Paulownia tomentosa)
Informationen zu den Baumarten im Energiewald

Vorteile für Boden und Natur

Ein Projekt zur Nutzung von nachwachsenden Rohstoffen für die Wärme- und Stromerzeugung

Energiewälder tragen zur Auflockerung der landwirtschaftlichen Flächennutzung bei und bieten auch wegen der extensiven Bewirtschaftung Lebensraum für Tiere. Gegenüber einer intensiven landwirtschaftlichen Nutzung bedürfen Energiewälder so gut wie keiner Düngung. Im Verhältnis zum Anbau von Feldfrüchten (zum Beispiel Mais oder Weizen) wird der Boden somit weniger belastet und die anbaubedingten Treibhausgasemissionen vermindern sich deutlich.

Kohlendioxid-Einsparung

Die Holznutzung aus Energiewäldern stellt eine Möglichkeit zur regionalen Versorgung mit Energie dar. Das Kohlendioxid, das bei der Verbrennung des Holzes frei wird, wurde zuvor von den Bäumen aufgenommen. So entsteht ein klimaneutraler Kreislauf. Unser Energiewald spart im Vergleich zu Heizöl rund 70.000 Kilogramm CO-2 ein, anders ausgedrückt entspricht das hier wachsende Holz etwa 27.000 Litern Heizöl pro Jahr.