© Foto: getty images/Maria Fuchs, Grafik Susan Plokarz

Das Siegel Kinderfreundliche Kommune ist eine Auszeichnung der UNICEF und des Deutschen Kinderhilfswerks für Städte und Gemeinden, die sich in besonderem Maße den Kinderrechten verpflichten und gemeinsam mit Kindern und Jugendlichen an deren Umsetzung arbeiten.

Köln ist als erste Millionenstadt Trägerin dieses Siegels.   

Was das konkret für unsere Stadt und ihre Kinder, Jugendlichen und Familien bedeutet, möchten wir Ihnen hier erläutern.

Wofür wurden wir ausgezeichnet?

Für die Umsetzung der Kinder- und Jugendrechte haben wir einen Aktionsplan entwickelt, der 58 Maßnahmen enthält, die das Leben von Kindern und Jugendlichen in Köln nachhaltig verbessern.

Übergeordnete Ziele des Aktionsplans sind:

  • Kinderrechte im Verwaltungshandeln bewusst machen
  • Partizipation bei Kindern und Jugendlichen voranbringen
  • Kinderfreundliche Bedingungen in der Stadt schaffen
  • Information zu Kinderrechten

Den Aktionsplan stellen wir Ihnen im Downloadservice zur Verfügung.

Halbzeit - Zwischenbericht zum Aktionsplan

Die Auswirkungen des Aktionsplans sind bereits heute, eineinhalb Jahre nach dem offiziellen Start, an vielen Stellen spürbar: 

  • Das Kooperative Kinder- und Jugendbüro am Alter Markt hat seine Tore geöffnet für Kinder und Jugendliche, die sich über ihre Rechte informieren, ihre Anliegen voranbringen und Projekte diskutieren wollen, um Köln kinder- und jugendfreundlicher zu machen.
  • Seit April 2019 findet eine stadtweite Informationskampagne zum 30. Jahrestag der UN-Kinderrechtskonvention statt, die ihren Höhepunkt im ersten weltweiten Child Friendly Cities Summit findet, den wir gemeinsam mit der UNICEF ausrichten.
  • In den Handlungsleitlinien im Bereich der Spielraumplanung ist die Partizipation von Kindern und Jugendlichen fest verankert. Sämtliche Projekte zur Gestaltung von Spiel- Bolz- und Bewegungsflächen werden mit Beteiligung von Kindern und Jugendlichen umgesetzt.
  • Im Feld der stationären Hilfen für Kinder und Jugendliche ist unter hoher Beteiligung der Kinder und Jugendlichen ein Beschwerdeverfahren für stationäre Einrichtungen entwickelt sowie ein Kinderparlament eingerichtet worden.
  • Die städtischen Kindertageseinrichtungen haben eine umfassende Qualitätsoffensive unter Partizipation von Kindern, Eltern sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern gestartet und die Verwirklichung der Kinderrechte aktiv in den Fokus gerückt.
  • Die Ergebnisse der breit angelegten Jugendbefragung geben wichtige Impulse für die weitere Schwerpunktsetzung im Vorhaben "Kinder- und Jugendfreundliche Kommune".

Anne Lütkes, Vorstandsvorsitzende des Vereins Kinderfreundliche Kommunen kommentierte:

Köln hat in den ersten eineinhalb Jahren, in denen der Aktionsplan "Kinderfreundliche Kommune" nun umgesetzt wurde, zur Halbzeit viel erreicht. So ist zum Beispiel das Beschwerdemanagement für jedes Kind in den Kinder- und Jugendpädagogischen Einrichtungen der Stadt vorbildlich. Wir sind sicher, dass bis zum Ende der gesamten ersten Umsetzungsphase auch die übergreifende Zusammenarbeit aller Ämter für die Beachtung der Kinderrechte innerhalb der Stadtverwaltung von der Stadtentwicklung bis zur Mobilitätswende Alltag sein wird.   

Oberbürgermeisterin Henriette Reker ergänzte:

Der Bericht zum Umsetzungsstand unseres Aktionsplans "Kinder- und jugendfreundliches Köln" zeigt, dass seit der Siegelverleihung vor eineinhalb Jahren bereits zahlreiche Maßnahmen erfolgreich umgesetzt werden konnten. Ein besonderes Beispiel dafür sind die Schulungen zu Kinder- und Jugendrechten für die Fach- und Verwaltungskräfte. Die Anregungen, die der Verein Kinderfreundliche Kommunen gibt, sind für die Stadt Köln wertvolle Impulse, um Kinder und Jugendliche noch besser zu beteiligen.

Downloadservice

Sie haben Fragen?

Wenn Sie sich über die Auszeichnung Kinderfreundliche Kommune oder Kinderrechte im Allgemeinen informieren möchten, wenden Sie sich gerne an unser Kinder- und Jugendbüro.

Kinder- und Jugendbüro