Verschiedene Diskriminierungsformen und ihre Wechselwirkungen sind Teil von Sozialisierungsprozessen, prägen alle Lebensbereiche und somit auch den Schulalltag. In diesem Workshop, der aus zwei aufeinander aufbauenden Modulen besteht, soll unter anderem ein Bewusstsein und eine Sensibilität für verschiedene diskriminierende Wirkmechanismen, ihre Auswirkungen und Komplexitäten geschaffen werden.
Modul 1: (Aus)Wirkungen von Diskriminierungsformen im Schulkontext
Diskriminierungen prägen unsere Lebenswirklichkeiten in allen Bereichen. In diesem Modul wird durch verschiedene Übungen der Austausch über Erfahrungen und Kenntnisse zu Diskriminierungsformen (wie Rassismus, Sexismus, Klassismus, Ableismus und Altersdiskriminierung) und ihren Verschränkungen (Intersektionalität) angeregt. Ebenso wird die eigene Positionierung in diskriminierenden Strukturen thematisiert. Ziel ist es, ein Bewusstsein und eine Sensibilität für die verschiedenen Diskriminierungsformen, ihre Wirkmechanismen und Auswirkungen zu entwickeln und zu erweitern. Darüber hinaus werden die Teilnehmenden dazu eingeladen, die Auswirkungen von Diskriminierung auf ihr eigenes Fühlen, Denken und Handeln wahrzunehmen und ihren Umgang damit zu reflektieren.
Modul 2: Umgang mit Diskriminierung im Schulkontext
Diskriminierung wirkt in uns selbst und beeinflusst die Begegnung mit Mitmenschen. Dieses Modul dient der (Weiter-)Entwicklung von Umgangsstrategien mit Situationen, in denen diskriminierende Wirkmechanismen sichtbar werden. Dies erfolgt in Selbstreflexions- und Austauschphasen. Dabei liegt ein besonderer Fokus auf emotionalen und sozialen Herausforderungen (diskriminierungsspezifische Abwehrmechanismen), die mit Diskriminierung einhergehen. Ziel ist es, einen konstruktiven und handlungssichereren Umgang mit Diskriminierung zu gewinnen, konstruktive Gespräche und konkrete Veränderungsideen im Schulalltag darüber anzuregen.
Zielgruppe
Schulleitungen, Lehrkräfte, Kollegien, Pädagogische Fachkräfte an Schulen
Verschiedene Diskriminierungsformen wirken auch im Schulsystem. Gerne bieten wir unsere Fortbildungen deshalb auch für Jahrgangsteams, Beratungsteams und andere Schulteams an. Die Zahl der Teilnehmenden beläuft sich in der Regel auf bis zu 20 Personen.
Dauer
Circa vier Zeitstunden pro Modul
Ort
In der anfragenden Schule oder im Schulpsychologischen Dienst.
Termine und Anmeldung
Bei der Fortbildung in unserem Haus empfehlen wir die Teilnahme an beiden Modulen. Für die Teilnahme am Modul 2 ist der Besuch des Moduls 1 Voraussetzung.
Alle Fortbildungsangebote bieten wir auch für Ihre Schule an. Wenn Sie daran Interesse haben, melden Sie sich gerne bei uns, um einen Termin zu vereinbaren.
Damit wir unser Angebot passend auf Ihre Zielgruppe, Ihre Bedarfe und die gewünschten Inhalte abstimmen können, ist uns eine ausführliche Auftragsklärung im Vorfeld wichtig.