Im Oktober 2021 hat die Stadtarbeitsgemeinschaft Wohnungslosenpolitik beschlossen, dass eine Arbeitsgruppe Handlungsansätze für die Neugestaltung der Kölner Wohnungslosenpolitik erarbeiten soll. In elf Unterarbeitsgruppen werden nun Konzepte erstellt, deren Ergebnisse in den Entwurf eines Masterplans einfließen sollen.

Mitglieder der Arbeitsgruppen sind:

  • Verwaltungsfachleute
  • Vertreter*innen aus Politik und Wirtschaft
  • Institutionen und Vereine aus der Wohnungslosenhilfe

Die Unterarbeitsgruppen erarbeiten Konzepte zu folgenden Themen:

Partizipation – Teilhabebeirat

Es sollen Formate entwickelt werden, wie Sounding BoardsDesign Thinking, um die Menschen auf der Straße, in den Notunterkünften und Einrichtungen in die Entwicklungen einzubeziehen und ihnen eine Stimme verleihen.

Housing First

Umsetzung des Konzeptes Housing First in Köln, insbesondere mit Blick auf die Wohnraumakquise für obdachlose Menschen.

Förderprogramm Housing First

Sichere Orte

Es sollen Empfehlungen für die Schaffung und den Ausbau "Sicherer Orte" erarbeitet werden.  

Wohnraumerhalt Präventive Leistungen

Erarbeitung eines Musterprozesses und leicht anzuwendender Frühwarnindikatoren, insbesondere auch für fachfremde (sozialrechtliche) Ansprechpartner*innen der Menschen.

Streetwork und aufsuchende Hilfen

Unser Ziel muss es sein, die Angebote von Streetwork und aufsuchenden Hilfen auszuweiten und zu vernetzen.

Case Management/Lotsende

Unser städtisches Fall-Management soll sich rechtskreisübergreifend etablieren.

Rechtskreisübergreifende Wohnangebote für besondere Zielgruppen

In Kooperation mit dem Landschaftsverband Rheinland und den Krankenkassen sollen die Leistungsangebote für psychisch behinderte und pflegebedürftige Menschen weiterentwickelt werden. Besonders Personen mit bipolaren Erkrankungen oder Schizophrenie finden keinen Zugang zu den Angeboten und geraten aufgrund ihrer Behinderung schneller in die Wohnungslosigkeit.  

Soziale Wohnraumagentur

Wir werden prüfen, ob eine soziale Wohnraumagentur ein neuer Baustein zur Wohnraumversorgung von wohnungslosen oder von Wohnungslosigkeit bedrohen Menschen sein kann.

Hilfen für Menschen ohne Leistungsansprüche, insbesondere EU-Osteuropäer*innen

Es soll eine bedarfsgerechte Unterstützung von Menschen ohne Leistungsansprüche entwickelt werden, mit dem Ziel diese in den Arbeits- und Wohnungsmarkt zu integrieren.

rechtskreisübergreifende Arbeits- und Beschäftigungsprojekte für Menschen in Wohnungslosigkeit

Ausweitung von Angeboten für einen strukturierten Tagesablauf und berufliche Teilhabe.

Plätze mit besonderem Handlungsbedarf

Es wurde ein Programm zur Förderung von Hilfsprojekten für Menschen im Kontext Obdachlosigkeit entwickelt.

Weitere Informationen zum Förderprogramm