Auf dieser Seite haben wir Ihnen Informationen zum Thema "Aufenthalt, Einreise nach Deutschland und Reisen ins Ausland" für alle Geflüchteten Personen und deren Familienangehörigen aus der Ukraine zusammengestellt.

Aktuelles zum Thema "Aufenthalt"

Menschen die aus der Ukraine geflüchtet sind, halten sich für die ersten 90 Tage nach Ihrer Einreise legal in Deutschland auf. 

Beispiel: Sie sind am 1. Dezember 2022 nach Deutschland eingereist, dann benötigen Sie bis zum 1. März 2023 keinen Aufenthaltstitel. 

Sie sind nun nach Köln gekommen und bleiben dauerhaft hier, dann melden Sie bitte erst Ihren Wohnsitz in Köln an. Dies können Sie in einem der neun Kundenzentren tun.

Bemühen Sie sich ebenfalls bitte in diesen 90 Tagen um einen Termin bei unserem Ausländeramt. Nutzen Sie hierzu unser Online-Terminbuchungssystem.

Sollten Sie keinen Nationalpass besitzen, dieser mindestens keine 6 Monate Gültigkeit mehr haben, oder Sie diesen während Ihrer Flucht verloren haben, so nutzen Sie diesen Zeitraum auch zur Beschaffung eines neuen Nationalpasses oder Passersatzpapiers und beantragen dies bei Ihrer Botschaft. 

Die Befreiung für den Besitz eines Aufenthaltstitel gilt zunächst für alle Einreisen bis einschließlich 31. Mai 2023

Ob diese auch für Einreisen ab dem 1. Juni 2023 weiter gelten wird, ist aktuell noch nicht bekannt und kann durch uns nicht beantwortet werden. Sollte die Befreiung verlängert werden, so werden wir Sie an dieser Stelle darüber informieren. 

Termin vereinbaren - Aufenthaltstitel Ukraine

Die Gültigkeit Ihres Aufenthaltstitels endet im Februar/März 2023

Sofern Sie im Besitz eines Aufenthaltstitels nach § 24 AufenthG sind und dieser im Februar oder März 2023 ausläuft, werden wir Ihren Aufenthaltstitel selbstverständlich bis zum 3. März 2024 verlängern. 

Bitte vereinbaren Sie einen Termin über unser Terminbuchungssystem für die Verlängerung.

Sollte Ihr ukrainischer Nationalpass ebenfalls in den nächsten Wochen beziehungsweise bis zum Ablauf Ihres Aufenthaltstitels ablaufen, kümmern Sie sich bitte um eine Verlängerung beim ukrainischen Konsulat in Düsseldorf. 

Sie sind im Besitz eines Aufenthaltstitels nach § 24 AufenthG, der bald abläuft und Sie sind neu nach Köln gezogen, dann melden Sie bitte zunächst Ihren Wohnsitz in einem der neun Kundenzentren an und buchen dann einen Termin zur Verlängerung Ihres Aufenthaltstitels über unser Terminbuchungssystem für die Verlängerung.

Termin vereinbaren - Verlängerung des Aufenthaltstitels für geflüchtete aus der Ukraine

Ich habe keinen gültigen Nationalpass und bin im Besitz eines anderen Identitätsdokumentes zum Beispiel einer ukrainischer ID-Karte Modell 2015

Sollten Sie aktuell nicht im Besitz eines gültigen ukrainischen Nationalpasses sein, und ihre Staatsangehörigkeit nur mit anderen Identitätsdokumenten (Inlandspass, Geburtsurkunde, abgelaufener Pass, Gültigkeit unter 3 Monaten, Führerschein, et cetera) nachweisen können, so ist es erforderlich vor ihrem Termin einen ukrainischen Nationalpass zu beantragen.

Beachten Sie bitte, dass Sie während Ihres Aufenthaltes in Deutschland der Passpflicht unterliegen und diese nur durch einen gültigen Nationalpass erfüllt wird. Andere Dokumente genügen dieser Pflicht nicht.

Soweit bekannt stellen die Auslandsvertretungen der Ukraine in Deutschland alle Kapazitäten zur Verfügung, um Pässe für ukrainische Staatsbürger*innen auszustellen. Daher werden durch unser Ausländeramt keine deutschen Reisedokumente als Ersatz für ukrainische Nationalpässe mehr ausgestellt. Dies war in der Vergangenheit teilweise nötig, um die ukrainischen Auslandsvertretungen in Deutschland nicht zu überlasten.

Hinweis für Inhabende einer ukrainischen ID-Karte Modell 2015, die nicht zusätzlich einen Pass besitzen.

Ihre ID-Karte Modell 2015 wurde durch die deutsche Bundesregierung bis zum 23. Februar 2023 als Passersatz anerkannt. Danach gilt dieses Dokument nicht mehr als Passersatz. Da Sie grundsätzlich der Passpflicht unterliegen, stellen Sie bitte sicher, dass Sie ab dem 1. März 2023 wieder im Besitz eines ukrainischen Nationalpasses oder eines gültigen Passersatzpapiers sind.

Unser Ausländeramt kann Ihnen aktuell Ihren Aufenthaltstitel nach § 24 Aufenthaltsgesetz nur bis zum 23. Februar 2023 erteilen, wenn Sie lediglich über eine ID-Karte verfügen.

In Ihrem eigenen Interesse sollten Sie sich daher bemühen vor Ihrem Termin einen ukrainischen Nationalpass ausgestellt zu bekommen. Ansonsten müssen Sie innerhalb weniger Wochen mehrmals, sowohl bei unserem Ausländeramt als auch beim ukrainischen Konsulat, vorsprechen, um einen Aufenthaltstitel bis zum 4. März 2024 zu erhalten!

Terminvereinbarung für die Ausstellung eines neuen Nationalpasses

Das Generalkonsulat Düsseldorf bittet um eine vorherige Terminvereinbarung für die Ausstellung eines neuen Nationalpass. Das Terminsystem des Generalkonsulates finden Sie hier:

Terminvereinbarung des Generalkonsulat Düsseldorf für einen Nationalpass

Sie haben ein Einladungsschreiben erhalten um "erkennungsdienstlich behandelt" zu werden?

Sie haben in Deutschland um Schutz auf Grund des russischen Angriffskrieges gebeten. Durch die Stadt Köln wurde Ihnen daher ein Aufenthaltstitel nach § 24 AufenthG (Aufenthaltsgesetz) ausgestellt, damit Sie sich in Deutschland aufhalten können. Um einen solchen Aufenthaltstitel zu erhalten, ist eine sogenannte "erkennungsdienstliche Behandlung" notwendig. Das bedeutet, dass Sie fotografiert werden und Ihre Fingerabdrücke aufgenommen werden. Im Normalfall wird dies nach der Aufnahme eines Aufenthaltstitels durchgeführt.

Ich habe bereits bei der Beantragung des Aufenthaltstitels ein Lichtbild und Fingerabdrücke bei der Ausländerbehörde abgegeben. Muss ich dennoch zum angegebenen Termin kommen? 

Ja, auch in diesem Fall müssen Sie zur erkennungsdienstlichen Behandlung erscheinen. Das bereits abgegebene Lichtbild und die abgegebenen Fingerabdrücke werden ausschließlich für Ihren Aufenthaltstitel gespeichert. Die bei der erkennungsdienstlichen Behandlung erhobenen Daten werden in zentralen behördlichen Datenbanken wie dem Ausländerzentralregister hinterlegt.

Ist die erkennungsdienstliche Behandlung verpflichtend? 

Ja, die Durchführung der erkennungsdienstlichen Behandlung ist grundsätzlich nach § 49 Absatz 5 Nummer 6 des Aufenthaltsgesetzes (AufenthG) für alle Personen, die einen Aufenthaltstitel nach § 24 AufenthG beantragt haben vorgesehen. 

Muss ich zum Termin Unterlagen mitbringen? 

Bitte bringen Sie lediglich das Ihnen zugeschickte Einladungsschreiben und Ihre Reise- beziehungsweise Ausweisdokumente mit. Andere Unterlagen werden nicht benötigt. 

Was passiert wenn ich an dem Termin nicht kommen kann? 

Ein persönliches Erscheinen an dem angegeben Termin ist verpflichtend. Sofern Sie aus dringenden Gründen verhindert sind, bitten wir um Kontaktaufnahme über das Kontaktformular Ausländeramt. Dringende Hinderungsgründe können Termine bei Ärzten, bei Gericht, bei Konsulaten oder bei Erkrankung sein. 

Kontaktformular Ausländeramt

Wie geht es nach den 90 Tagen legalem Aufenthalt weiter?

Der Rat der Europäischen Union hat am 4. März 2022 einen EU-weiten Schutzstatus für Geflüchtete aus der Ukraine beschlossen. Dieser Schutzstatus gilt für: 

  • Ukrainischen Staatsbürger*innen und deren Familienangehörige
  • Nicht-Ukrainer*innen mit einem Reiseausweis für Flüchtlinge oder einem Reisedokument über den komplementären Schutz ("Travel document for person granted complementary protection") und deren Familienangehörige
  • Nicht-Ukrainer*innen die sich vor Kriegsbeginn mit einem unbefristeten Aufenthaltstitel in der Ukraine aufgehalten haben und deren Familienangehörige
  • Staatsangehörige Afghanistans, Syriens, Eritreas, Irans und Iraks, die sich vor Kriegsbeginn mit einem befristeten Aufenthaltstitel in der Ukraine aufgehalten haben und deren schutzbedürftige Ehepartner*innen und minderjährige Kinder. 

Die deutsche Bundesregierung hat den Ratsbeschluss in der Weise umgesetzt, dass sie den soeben genannten Personengruppen einen Aufenthaltstitel nach § 24 Aufenthaltsgesetz bis zum 4. März 2024, also für fast zwei Jahre, erteilt. 

Zur Beantragung dieses Aufenthaltstitels nach § 24 Aufenthaltsgesetz, vereinbaren Sie bitte einen Termin über unser Online-Terminbuchungssystem. 

Termin vereinbaren

Für Nicht-Ukrainer*innen mit befristetem Aufenthalt in der Ukraine, die nicht zu den oben genannten Personengruppen gehören: 

Nicht Ukrainer*innen mit befristetem Aufenthalt in der Ukraine (zum Beispiel aufgrund Studiums/Arbeit in der Ukraine) ist der Aufenthalt bei Einreise bis zum 31. Mai 2023 für 90 Tage ab dem Einreisetag erlaubt, ohne dass sie dafür über einen Aufenthaltstitel verfügen müssen.  

Beispiel: Wenn Sie am 1. Januar 2023 nach Deutschland einreisen, so benötigen Sie bis zum 1. April 2023 keinen Aufenthaltstitel.  

Um zu prüfen, ob über die genannten 90 Tage hinaus Möglichkeiten für einen weiteren Aufenthalt in Deutschland bestehen, wenden Sie sich bitte per E-Mail an uns um einen Termin zu erhalten. Wir werden uns schnellstmöglich mit einem Terminvorschlag bei Ihnen melden.  

Der Termin dient dazu, gemeinsam mit Ihnen zu besprechen ob und wenn ja, welche Aufenthaltsmöglichkeiten für Sie bestehen könnten. Dies kann zum Beispiel die Fortsetzung oder Aufnahme eines Studiums sein, der Beginn einer Berufsausbildung oder auch eine Arbeitsaufnahme.

Kontakt-E-Mail-Adresse für einen Termin - Drittstaatsangehörige

Sollte ich einen Asylantrag stellen?

Nein. Personen, die grundsätzlich unter EU-Schutzstatus nach § 24 Aufenthaltsgesetz fallen, wird von der Stellung eines Asylantrages abgeraten, da dieser für sie nachteilige Folgen haben könnte. 

Möchten Sie gleichwohl einen Antrag auf Asyl beantragen, wenden Sie sich bitte an das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge. 

Bundesamt für Migration und Flüchtlinge

Gelten Coronabedingte Einreisebeschränkungen?

Die Empfehlungen des EU-Rates zur Beschränkung von Reisen in Europa (Ratsempfehlung 2020/912) gestatten unter anderem Reisen von Personen, die internationalen Schutz oder Schutz aus anderen humanitären Gründen benötigen. Die Vorgaben der Coronavirus-Einreiseverordnung sind unabhängig davon grundsätzlich zu beachten.

Die Ukraine ist seit dem 27. Februar 2022 nicht mehr als Hochrisikogebiet eingestuft. Damit besteht nach der Coronavirus-Einreiseverordnung nur eine allgemeine Testpflicht vor der Einreise, aber kein Quarantäne- und Anmeldeerfordernis mehr.

Nach aktuellem Kenntnisstand wird die Bundespolizei bei Kriegsflüchtlingen und Vertrieben pragmatisch mit der Situation umgehen. So werden unter anderem freiwillige Tests bei der Einreise an der Grenze angeboten. Bei Covid-Symptomen werden medizinische Fachkräfte konsultiert.

Reisen in die Ukraine und ins Ausland

Kann ich mit meinem Aufenthaltstitel nach § 24 Aufenthaltsgesetz in die Ukraine oder generell ins Ausland reisen? 

Ja. Wenn Sie bereits einen Aufenthaltstitel zum vorübergehenden Schutz in Deutschland haben, ist es Ihnen grundsätzlich möglich ins Ausland und damit auch in die Ukraine zu reisen. Bitte beachten Sie dennoch die konkreten Ein-und Wiederausreisebestimmungen Ihres gewählten Ziellandes.

Solange Ihre Aufenthaltserlaubnis gültig ist und Sie mit einem gültigen Reisedokument reisen, können Sie jederzeit wieder nach Deutschland einreisen. 

Beachten Sie aber bitte, dass Ihr Aufenthaltstitel in folgenden Fällen erlischt:

  • Sie verlassen Deutschland nicht nur aus einem vorübergehendem Grund oder
  • Sie halten sich mehr als sechs Monate nicht in Deutschland auf. 

Kann ich auch verreisen, wenn ich bislang nur eine Fiktionsbescheinigung habe? 

Nein. Sie erhalten die Fiktionsbescheinigung, wenn Sie eine Aufenthaltserlaubnis in Deutschland beantragt haben. Diese berechtigt nicht zum visumfreien Reisen im Schengen-Raum, da Ihnen noch kein Aufenthaltstitel ausgestellt wurde.

Die Fiktionsbescheinigung ersetzt somit weder einen gültigen biometrischen Pass noch einen Aufenthaltstitel und erlaubt deshalb grundsätzlich auch nicht die Wiedereinreise nach einem Auslandsaufenthalt.

Aktuell ist die Einreise bis zum 30. November 2022 weiterhin durch eine besondere Verordnung der Bundesregierung auch ohne Aufenthaltstitel erlaubt.  

Achten Sie daher darauf, bei Reisen die über den 30. November 2022 hinaus geplant sind, dass Sie einen gültigen Aufenthaltstitel zu besitzen!

Kann ich in ein anderes Land weiterreisen, wenn ich beim Ausländeramt bereits eine Aufenthaltserlaubnis nach § 24 Aufenthaltsgesetz beantragt oder bereits einen Aufenthaltstitel erhalten habe? 

Mit einem biometrischen Pass können Sie innerhalb des Schengen-Gebietes ohne Visum weiterreisen und sich für insgesamt 90 Tage innerhalb von 180 Tagen darin aufhalten.

Das Gleiche gilt, wenn Sie bereits einen Aufenthaltstitel erhalten haben, zum Beispiel zum vorübergehenden Schutz, auch wenn Sie keinen biometrischen Pass haben. Ein separates Visum benötigen Sie dann nicht.  

Wenn Sie weiterreisen möchten, um in einem anderen EU-Mitgliedstaat den vorübergehenden Schutz zu beantragen, ist dies aktuell in der Regel visumfrei möglich. Bitte erkundigen Sie sich zu den Einreisemodalitäten im Zweifel bei dem Staat, in den Sie weiterreisen möchten.  

Wir bitten Sie aber darum, sich bei uns, der Ausländerbehörde Köln, zu melden, sollten Sie planen den vorübergehenden Schutzstatus in einem anderen europäischen Land zu beantragen!

Antworten auf häufige Fragen

Häufig gestellte Fragen zur Einreise aus der Ukraine und zum Aufenthalt in Deutschland beantwortet die Beauftragte der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration auch auf Ukrainisch, Russisch und Englisch:

Втеча, в’їзд і притулок Бегство, въезд в Германию и убежище Displacement, entry and asylum Flucht, Einreise und Asyl