Das Denkmal zu den NSU-Anschlägen in der Keupstraße und der Probsteigasse ist ein wichtiges Zeichen der Solidarität mit den Opfern rechten Terrors. Die Auseinandersetzung mit den Taten von damals darf nicht beendet sein. Wir brauchen eine Erneuerung und ein stärkeres Bekenntnis zu unserer wehrhaften Demokratie, um unsere Werte Meinungsfreiheit, Vielfalt und Solidarität vor Angriffen, wie wir sie auch in Köln erleben mussten, zu schützen.

Die Oberbürgermeisterin, Henriette Reker

Ende 2011 wurde die menschenverachtende Mordserie der Terrorgruppe "Nationalsozialistischer Untergrund" bekannt. Bei zwei Anschlägen in Köln – im Jahr 2001 in der Probsteigasse und im Jahr 2004 in der Keupstraße – wurden über 20 Menschen teilweise schwer verletzt. Die Opfer erlitten körperliche, materielle und psychische Schäden.

Darüber hinaus wurden sie unmittelbar nach den Anschlägen als Täter*innen stigmatisiert.

Der Stadtrat hat uns in seiner Sitzung vom 11. Februar 2014 – dem Beschluss des Integrationsrats vom 20. Januar 2014 folgend – den Auftrag gegeben, ein Verfahren für ein Denkmal zu den Anschlägen des NSU in Köln in der Keupstraße und der Probsteigasse zu entwickeln. Mit der Koordination wurde federführend das NS-Dokumentationszentrum beauftragt. In die Durchführung des Wettbewerbs zur Errichtung des Denkmals waren Opfer und Betroffene eng eingebunden. Zum Sieger des Wettbewerbs wurde der Entwurf des Künstlers Ulf Aminde gekürt.

Das Denkmal erinnert nicht nur an die Anschläge des NSU. Es regt auch zur Auseinandersetzung mit dem aktuellen Rechtsextremismus und Rassismus an. 

Nachdem das Denkmal nach einem Investorenwechsel nun an dem von vielen gewünschten Standort an der Ecke Keupstraße/Schanzenstraße in Köln-Mülheim verwirklicht werden kann, legte die Verwaltung den Gremien des Rates einen Beschlussvorschlag für die Realisierung vor. Am 28. September 2021 befasste sich zunächst der Integrationsrat mit der Vorlage, über die am 9. November 2021 der Rat folgenden Beschluss gefasst hat:

Hier finden Sie die Beschlussvorlage zum Denkmal Keupstraße und Probsteigasse

Gedenktafel in der Probsteigasse

Den ersten Anschlag in Köln verübte der NSU am 19. Januar 2001 in dem Geschäft einer iranischstämmigen Familie in der Probsteigasse. Die damals 19-jährige Tochter erlitt dabei schwerste Verletzungen. Zu der Tat bekannte sich der NSU in seinem perfiden Bekenner-Video, das 2011 bei seiner Selbstenttarnung bekannt wurde. Daher ist im Zusammenhang mit den NSU-Anschlägen in Köln neben dem Bombenanschlag in der Keupstraße auch immer des Anschlags in der Probsteigasse zu gedenken.

Ende 2021 beschloss der Rat der Stadt Köln, eine Gedenktafel zur Erinnerung an den 2001 verübten Anschlag in der Probsteigasse anzubringen. Sie wurde am Jahrestag des Anschlags, am 19. Januar 2023, eingeweiht. Bei der Veranstaltung sprachen Bürgermeister Andreas Wolter in Vertretung von Oberbürgermeisterin Henriette Reker, Rechtsanwältin Edith Lunnebach, anwaltliche Vertreterin der Opferfamilie sowie Daniel Poštrak, künstlerisch verantwortlich für den Entwurf der Tafel.

Der Text der Gedenktafel

Die Tafel, die aus einem Künstlerwettbewerb hervorgegangen ist, besteht aus einer 60 mal 180 Zentimeter großen Stahlplatte, auf der das Zitat einer Überlebenden des Anschlags sowie die Erklärung des Kölner Stadtrats eingraviert sind.

So viele Leben, die zerstört wurden. Wofür? Was hat es euch gebracht? Wir hingegen können uns mit Stolz hinstellen und sagen, dass wir trotz allem, was ihr uns angetan habt, weitergemacht haben. Wir übernehmen Verantwortung für unser Leben.

Eine Überlebende des NSU-Anschlags in der Kölner Probsteigasse

Zur Erinnerung an den NSU-Anschlag in der Probsteigasse am 19. Januar 2001

Den Opfern rassistischer Gewalt gewidmet

Am 19. Januar 2001 explodierte hier im Geschäft einer iranischstämmigen Familie eine Bombe. Die damals 19-jährige Tochter überlebte den Anschlag nur schwerverletzt. Das Geschäft wurde völlig zerstört. Der Anschlag war Teil der Mord- und Anschlagsserie des "Nationalsozialistischen Untergrunds", der aus rassistischer Motivation deutschlandweit Bombenanschläge verübte und Menschen mit internationaler Familiengeschichte ermordete. Mindestens zehn Menschen fielen diesem neonazistischen Netzwerk in den Jahren von 2000 bis 2007 zum Opfer.

Der Anschlag in der Probsteigasse 2001 war das erste von zwei NSU-Attentaten in Köln. Am 9. Juni 2004 verübte der NSU einen Nagelbombenanschlag in der Kölner Keupstraße. Ein rassistischer Hintergrund wurde damals ausgeschlossen. Stattdessen wurde bei den polizeilichen Ermittlungen zur Mord- und Anschlagsserie des NSU vornehmlich im Umfeld der Betroffenen ermittelt. So wurden die Opfer in der öffentlichen Wahrnehmung zu Tätern.

Erst mit der Selbstenttarnung des NSU im Jahr 2011 wurden die Mordopfer, die Überlebenden der Anschläge und ihr Umfeld als Opfer rassistischer Gewalt anerkannt.

Wir sind bestürzt und beschämt, dass wir diese terroristischen Gewalttaten über Jahre nicht als das erkannt haben, was sie waren: Morde und Mordversuche aus rassistischer Ideologie!

Wir stehen ein für eine gleichberechtigte, solidarische Gesellschaft – gegen Rassismus und Diskriminierung.

Der Rat der Stadt Köln

Die Gedenktafel

© Stadt Köln

Die Stahlplatte selbst zeigt Züge eines Risses, der mit einer Schweißnaht fixiert ist. Dazu schreibt der Künstler:  

Von der oberen Kante der Tafel zieht sich zwischen den Textblöcken etwa bis zur Mittelachse ein Riss durch das Metall, gleichsam einer Verletzung, die ihr zugefügt wurde. Dieser Riss ist nun durch eine Schweißnaht verschlossen. Die zusammenhängende Fläche der Tafel ist wieder hergestellt. Doch der Verlauf des Risses bleibt sichtbar. Ein Hinweis auf den gewaltsamen Eingriff bleibt bestehen. Dieses Bild rekurriert auf den Ausspruch "Man sagt immer, dass die Zeit alle Wunden heilen kann. Aber manche Wunden sind einfach zu tief", aus einem Interview mit einer Betroffenen des Anschlags in der Probsteigasse, entnommen aus dem Sammelband "Unsere Wunden kann die Zeit nicht heilen – Was der NSU-Terror für die Opfer und Angehörigen bedeutet". Entsprechend einer Wunde, die sich zwar verschließt, aber als Narbe weiter existiert, haben sich die unzähligen rassistischen Gewalttaten in die Biografien der Opfer und Angehörigen sowie in unser gesellschaftliches Gefüge eingeschrieben.  

Wettbewerb für das Denkmal in der Keupstraße

Im Zentrum des Wettbewerbverfahrens für das Denkmal zu den Anschlägen des NSU in Köln in der Keupstraße und der Probsteigasse stand der Dialog mit den Opfern beziehungsweise den Anwohner*innen der Keupstraße. Schon die Entwicklung des Verfahrens war in enger Abstimmung mit ihnen durchgeführt worden. Der dialogische Weg zum Denkmal war uns ebenso wichtig wie das Denkmal selbst. Das so entwickelte Verfahren floss in den Antrag ein, den der Rat am 15. Dezember 2015 einstimmig beschloss.

Auswahlverfahren

Der Kunstwettbewerb wurde in Form eines Einladungswettbewerbs durchgeführt. Im Februar 2016 legten die Kunstexperten*innen Ekaterina Degot, damalige künstlerische Leiterin der Akademie der Künste der Welt, Dr. Yilmaz Dziewior, Direktor des Museums Ludwig, Kay von Keitz, Vorsitzender des Kunstbeirats, und Dr. Barbara Hess, die das NS-Dokumentationszentrum als Kunstsachverständige beriet, in einer Auswahlrunde fest, wer zur Beteiligung am Wettbewerb eingeladen werden sollte. Dabei wurden zehn Künstler*innen benannt, die sowohl in ihrem künstlerischen Ansatz als auch in ihrer gesellschaftlichen Positioniertheit Vielfalt widerspiegelten.

Die ausgewählten Künstler*innen bzw. Gruppen waren:

  • Ulf Aminde
  • Matti Braun
  • Christine und Irene Hohenbüchler
  • Andreas Kaiser
  • Kunsthochschule für Medien, Studierende der Klasse von Professor Mischa Kuball
  • Ahmet Öğüt
  • Suat Ögüt
  • Oda Projesi
  • Boris Sieverts
  • Hans Winkler

Die ausgewählten Künstler*innen bzw. Gruppen erhielten den Auftrag, bis Oktober 2016 einen Entwurf zum Denkmal einzureichen. Es wurden schließlich neun Entwürfe eingereicht, da Suat Ögüt keinen Entwurf abgab. Die ausgewählten Künstler*innen waren verpflichtet, aber auch sehr gerne bereit, mit den Opfern als auch mit den Anwohner*innen der Keupstraße Vorgespräche zu führen, um deren Anforderungen und Wünsche an ein Denkmal zu erfahren und die örtlichen Bedingungen kennenzulernen. Entsprechend ihres Wunsches war auch die Familie, die Opfer des Anschlags in der Probsteigasse geworden war, über ihre Anwältin in den Prozess eingebunden. Drei Treffen zwischen den Opfern und den Anwohner*innen der Keupstraße und den Künstler*innen fanden statt. Die Opfer beteiligten sich lebhaft an den Gesprächen. Dazu gebührt ihnen und der IG Keupstraße um Meral Sahin und Ahmed Erdogan ein ganz besonderer Dank. Diese ungewöhnliche Vorgehensweise war bis dahin noch in keinem Kunstwettbewerb angewandt worden.

Die eingereichten Entwürfe der Künstler*innen wurden in einer Sonderausstellung im NS-Dokumentationszentrum gezeigt. 

Die Ausstellung ist in einem 360-Grad-Rundgang dokumentiert.

Dialogkreis und Jury

Der Sitzung der Jury waren Werkstattgespräche am 30. Oktober 2016 vorgeschaltet. In diesem Diskussionskreis stellten die Künstler*innen ihre Entwürfe vor und standen für Nachfragen zur Verfügung. Hier ging es darum, den Dialog zwischen den Künstlern*innen, den Opfern bzw. Anwohner*innen und den Kunstsachverständigen sowie Mitarbeitenden von Fachämtern der Verwaltung zu ermöglichen. 

Zu diesem Dialogkreis gehörten:

  • prinzipiell alle Opfer der NSU-Anschläge in der Probsteigasse und der Keupstraße,
  • die Vorsitzende Meral Sahin und der stellvertretende Vorsitzende Ahmet Erdogan von der IG Keupstraße,
  • Mitat Özdemir von der Initiative "Keupstraße ist Überall",
  • Tayfun Keltek als Vorsitzender des Integrationsrates,
  • die oben genannten Kunstsachverständigen sowie die Vorsitzende des Landesverbandes NRW Bildender Künstlerinnen und Künstler, Friederike van Duiven,
  • Kay von Keitz als Vorsitzender des Kunstbeirats,
  • der Direktor des NS-Dokumentationszentrums Dr. Werner Jung und die damalige Leiterin der Punktdienststelle Diversity, Nina Rehberg.

Bereits eine Woche nach der Sitzung des Diskussionskreises tagte die Jury am 6. November 2016. Die Jury bestand aus Mitgliedern des Dialogkreises. Hinzu kamen ein Mitglied und ein stellvertretendes Mitglied der im Hauptausschuss stimmberechtigt vertretenen Fraktionen. Anwesend waren: Dr. Rolf Albach für die FDP-Fraktion, Berivan Aymaz für die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen, Michael Frenzel für die SPD-Fraktion und der Bezirksbürgermeister von Köln-Mülheim, Norbert Fuchs.

Die Entscheidung der Jury fiel einstimmig zu Gunsten des Entwurfs von Ulf Aminde aus. 

Siegerentwurf Ulf Aminde

Ulf Aminde, geboren 1969, ist Künstler und Filmemacher und lebt in Berlin. Er lehrt als Professor an der Weissensee Kunsthochschule Berlin. Seinen Entwurf stellt er folgendermaßen dar:

Ausgehend von dem Haus in der Keupstraße 29 wird der Grundriss der Bodenplatte abgenommen. In exakt demselben Winkel und parallel zu dem originalen Haus wird eine Bodenplatte in circa 30 Centimeter Stärke an dem dem Denkmal zugewiesenen Platz errichtet. Die Bodenplatte hat ein Maß von circa 6 mal 25 Meter. Anhand der Geodaten der Bodenplatte und eines WLAN Senders, der an der Platte aufgebaut wird, kann mit einer App auf dem Handy das Fundament zu einem prinzipiell endlos in die Höhe wachsendem Haus werden. Das Haus ist mit Hilfe der App auf dem Handy zu sehen. Mit dem Handy kann man sich vor Ort bewegen und sieht auf dem Display immer den jeweiligen Ausschnitt des Hauses, als wäre er in der physischen Welt sichtbar. Dabei sind die Wände allerdings Filme, die von den Benutzenden auf dem Handy aktiviert und betrachtet werden können. Aus der Vielzahl der Filme entsteht ein virtuelles Haus, das von jedem betreten werden kann und an dem alle eingeladen sind mitzubauen.

Aus: Beschreibung des Entwurfes von Ulf Aminde

Die große Qualität des Entwurfs ist darin zu erkennen, dass er alle unterschiedlichen Anforderungen an das Denkmal erfüllt:

Erinnerung an den Anschlag

Die Bodenplatte aus Beton entspricht dem Grundriss des Hauses Keupstraße 29, wo die Bombe gezündet wurde. Die Bodenplatte wird parallel versetzt an anderer Stelle eingelassen und vermittelt damit die Botschaft, dass das, was weggebombt beziehungsweise beschädigt werden sollte, an anderer Stelle verdoppelt bzw. dauerhaft bleiben wird.

 

Der Künstler sagt dazu:

"Mit der Bodenplatte wird ein Fundament gegossen. Sie steht in ihrer abstrakten Form für ein noch zu errichtendes Haus. Gemeint ist eine zukünftige Gemeinschaft, die ausschließlich auf Diversität und Solidarität aufbaut. Hier geht es darum, eine Grundlage zu schaffen – ein Fundament zu legen. Die Bodenplatte wird aber auch gegossen mit der Haltung, etwas wirklich massiv und unverrückbar in den Boden festsetzen zu wollen. Etwas, das nicht mehr weggedacht werden kann."

Mittels App – ein modernes und nachhaltiges Denkmal

Einen wesentlichen Teil des Denkmals bildet eine App, die über ein WLAN-Netz im Bereich der Bodenplatte abrufbar sein wird. Sie lässt virtuell Wände aus Filmen entstehen, die beispielsweise Dokumentationen zum NSU-Komplex, zu Alltags-Rassismus oder auch Musikvideos enthalten. Vor allem Schüler*innen, Studierende, Anwohner*innen des Viertels und Betroffene von rassistischen Angriffen können sich auch zukünftig einbringen und sich an der Erstellung neuer Apps beteiligen. Dadurch wird das Denkmal zu einem sich immer wieder erneuernden, modernen Medium, das dem Zusammenleben und der Demokratieförderung dient und sich eindeutig gegen jede Form von Rassismus und Diskriminierung stellt.

Lern- und Erinnerungsort

Das Denkmal auf dem Birlikte-Platz an der Ecke Keupstraße/Schanzenstraße soll sich zu einem Lern- und Erinnerungsort entwickeln. Das wesentliche, geradezu sinnstiftende Element des Denkmals besteht in der Tatsache, dass mittels der Entwicklung von Filmen das Denkmal immer wieder aktualisiert wird. Hierfür wird ein öffentlicher Wettbewerb ausgeschrieben, der von einer Jury organisiert wird. Einrichtungen wie Schulen und die Hochschule für Medien werden unmittelbar einbezogen. Zudem bietet das Denkmal eine Bühne für Veranstaltungen, auf denen an die Opfer der NSU-Anschläge gedacht und über Formen des aktuellen Rassismus informiert werden kann. Theater- und Musikdarbietungen, Lesungen und andere Formen sind ebenso denkbar.

So wird das Denkmal nicht nur ein Zeichen der Solidarität mit den Opfern rechten Terrors sowie den Betroffenen von Rassismus und Diskriminierung. Es regt auch zur Auseinandersetzung mit dem aktuellen Rechtsextremismus und Rassismus an. Zudem vermittelt zudem eine positive, auf die Zukunft gerichtete Botschaft: Alle Menschen, die hier leben, gehören zu unserer Stadtgesellschaft. So soll das Denkmal auch zeigen, dass das Ziel des NSU, mit Morden die Menschen mit Zuwanderungsgeschichte in Deutschland zu bedrohen und gesellschaftlich zu isolieren, letztlich nicht erreicht wurde. Es ist vielmehr ein Plädoyer für den Schutz der Menschenwürde, für eine offene, tolerante und demokratische Gesellschaft, in der alle Menschen selbstbestimmt und ohne Ausgrenzung leben können.

Standort des Denkmals

© Gentes
Geplanter Standort des Denkmals Keupstraße/Schanzenstraße

Im Beschluss des Rates vom 15. Dezember 2015 zum Verfahren wurde im Punkt 3 zum Standort erklärt,

dass das Denkmal in der Keupstraße bzw. in ihrer unmittelbaren Nähe aufgestellt werden soll. Einen sehr guten Standort für das Denkmal stellt der infolge der Neugestaltung des alten Güterbahnhofs Ecke Keupstraße/Schanzenstraße entstehende neue Eingangsbereich dar. Über den endgültigen Standort wird der Rat zusammen mit dem Beschluss über den künstlerischen Entwurf des Denkmals gesondert beschließen.

Bedauerlicherweise kam es in der Frage des Standorts für das Denkmal zu einem mehrjährigen Stillstand. Erst ein Eigentümerwechsel des Grundstücks macht die Verwirklichung am gewünschten Standort möglich. Die neue Eigentümerin, die "gentes Gruppe" aus Düsseldorf, hat die entsprechende Grundstücksfläche zur Verfügung gestellt.

Auf gut 550 Quadratmetern entsteht ein öffentlicher Platz, der dem Denkmal einen würdigen Raum gibt. 

Kuratorium

Ein Kuratorium "Denkmal Keupstraße" zum Gedenken an die Anschläge in der Keupstraße und der Probsteigasse und zur Entwicklung des Denkmals zum Lern- und Erinnerungsort soll geschaffen werden. So wie der Weg zum Denkmal in einem dialogischen Verfahren mit den Opfern der Anschläge und Betroffenen entstanden ist, soll auch die Frage der Zusammensetzung und der Aufgaben des Kuratoriums entschieden werden. Das Ergebnis nach Abschluss eines solchen Verfahrens wird dem Rat 2022 zum Beschluss vorgelegt.