Gedächtnis – Sammlung – Vermittlung – Zukunft

Wenn der Bundespräsident eine Schirmherrschaft übernimmt, dann ist das etwas ganz Besonderes. Sie kommt nur dann in Betracht, wenn ein Vorhaben oder spezieller Anlass positive Wirkung für das ganze Land hat. Einen solchen Anlass bietet das Festjahr "1.700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland".

Und nicht nur Frank-Walter Steinmeier, sondern viele Menschen sind mit ihm davon überzeugt: Das Festjahr entfaltet diese positive Wirkung für die ganze Republik und ist eine große Chance, das Judentum als selbstverständlichen Teil des Alltags- und Kulturlebens in Deutschland zu zeigen. 

Köln spielt in diesem Jubiläumsjahr eine ganz besondere Rolle, denn die jüdische Gemeinde der Stadt ist die älteste, die nördlich der Alpen urkundlich belegt ist. Im Jahre 321 nach Christus erreichte den römischen Kaiser Konstantin eine ungewöhnliche Bitte aus Köln: Er möge doch per Gesetz erlauben, dass auch Menschen mit jüdischem Glauben politische Ämter bekleiden und zum Beispiel in den Rat der Stadt berufen werden dürfen. Kaiser Konstantin gab der Bitte mit einem weiterreichend geltenden Dekret mit Gesetzeskraft statt. Mit sofortiger Wirkung durften Menschen mit jüdischem Glauben in die Stadträte berufen werden, und zwar nicht nur in Köln, sondern im gesamten Römischen Reich.

Das Dekret ist bis heute das älteste urkundliche Zeugnis jüdischen Lebens in Deutschland.

1.700 Jahre später wird 2021 von Köln ausgehend in Deutschland ein großes Festjahr veranstaltet. Unter dem Titel "#2021JLID – jüdisches Leben in Deutschland" organisiert und koordiniert ein eigens gegründeter Verein von Köln aus rund tausend Veranstaltungen, die im gesamten Bundesgebiet und über das gesamte Jahr hinweg stattfinden. Dazu gehören Konzerte, Ausstellungen, Podcasts, Theateraufführungen, Filme und vieles mehr. Gefördert wird das Festjahr vom Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat, von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien, vom Land Nordrhein-Westfalen und der Stadt Köln.

2021 Jüdisches Leben in Deutschland e. V.

Nächste Veranstaltung: Shalom zum Tag mit jüdischer Musik in Köln, am 15. August 2021

Das Kölner Forum für Kultur im Dialog e. V. und seine Partner*innen präsentieren am Sonntag, 15. August 2021, ab 16 Uhr, ein abwechslungsreiches Kulturprogramm, das die jüdische Musikgeschichte in den Blick nimmt.

Weitere Informationen zur Veranstaltung finden Sie hier

Das Kölner Programm

In Köln ist eine Vielzahl von Events von verschiedensten Mitwirkenden vorgesehen, insbesondere auch aus der Kunst- und Kulturszene. Auch wir Beschäftigten der Stadtverwaltung sind mit dabei. 25 Dienststellen beteiligen sich mit rund 70 Veranstaltungen. Unter anderem die Bürgerämter, das Amt für Gleichstellung, das Sportamt, die Volkshochschule. Die städtischen Kultureinrichtungen haben rund 120 Veranstaltungen und Mitmachprojekte entwickelt. Leider hat auch hier Corona die ursprünglichen Planungen an vielen Stellen stark beeinträchtigt. Aber die Kolleg*innen haben sich nicht beirren lassen und kreative Lösungen für ihre Vorhaben gefunden.

Bürgerzentrum Chorweiler

Am 5. Dezember 2021 findet um 19 Uhr die Feier des Chorweiler Abendfriedens zum Chanukka Fest auf dem Pariser Platz statt. Ausgerichtet von der Synagogengemeinde und dem Runden Tisch Frieden werden Gedanken zum gemeinsamen und friedlichen Zusammenleben vorgetragen. Die Chorweiler Friedensglocke wird als sicht- und hörbares Zeichen für Frieden und Toleranz geläutet. Anschließend besteht Gelegenheit zum Austausch.

Weitere Informationen zum Abendfrieden und zur Friedensglocke

Bürgerhaus Kalk

Dienstag, 28. September 2021, um 11 Uhr, Open Air:

"Erzählen ist die Kunst - in der Magie des Augenblicks – Menschen von Mund zu Ohr zu berühren."

Kinder ab 4 Jahren reisen in die Zeit des sagenhaften weisen Königs Salomo und werden staunen, wie eine uralte jüdische Geschichte in frischen Farben aus dem Nebel der Zeit tritt – meisterhaft dargeboten von der Geschichtenerzählerin Christiane Willms und dem Klarinettisten Simon Boos.

Komm und lausche einem zauberhaften Märchen voller Musik und Magie!

Wie kommt eine arme Frau zu einem märchenhaften Schatz? Wer rettet das Schiff im Sturm? Wie sieht der Kerzenleuchter Salomos aus? Kann eine Klarinette lachen? Und was heißt das eigentlich: Jüdisch?  

Eintritt: Kindergruppen 3,50 Euro pro Kind Kinder und Erwachsene 7 Euro. Alter: ab 4 Jahren, Anmeldung erforderlich! 

Weitere Infos:

zur Veranstaltung

Germania Judaica: Kölner Bibliothek zur Geschichte des Deutschen Judentums e. V.

Von Büchern und ihren Orten – jüdische Bibliotheken weltweit

Ein Blog der Bibliothek Germania Judaica in Kooperation mit dem Steinheim-Institut

Jüdische Bibliotheken: Sie sind Wissensspeicher und Lehrhäuser, Begegnungsräume und Gedenkorte. Als Spiegel jüdischen Lebens überliefern sie einzigartiges Wissen über jüdische Geschichte und Gegenwart. Menschen mit jüdischem Glauben gelten als das Volk des Buches. Bücher, Büchersammlungen und Bibliotheken genießen traditionell und bis heute höchste Wertschätzung.

Schon für das Mittelalter lassen sich bedeutende Manuskriptsammlungen jüdischer Gelehrter und Gemeinden nachweisen. Jedes jüdische Lehrhaus ist auch gleichzeitig Bibliothek. Viele Gemeinden haben öffentliche, über Gemeindegrenzen hinaus bekannte Bibliotheken. Und auch unter bedrohlichsten Bedingungen bauten Jüdinnen und Juden Sammlungen und Bibliotheken auf, selbst in der Zeit der Schoa. Fast überall dort, wo es jüdisches Leben gibt, gibt es auch jüdische Bibliotheken.

Heute umspannen sie die ganze Welt und laden zum Besuch ein, analog und digital. Im Laufe des Festjahrs 2021 stellt der Blog 22 jüdische Bibliotheken weltweit vor, in Deutschland, der jüdischen Diaspora und in Israel, dem alt-neuen Zentrum des jüdischen Volkes.

Jüdische Bibliotheken
Germania Judaica - Bibliothek zur Geschichte des deutschen Judentums e. V.

Die Germania Judaica ist Kooperationspartnerin bei zwei weiteren städtischen Projekten im Jubiläumsjahr 2021:

Zeichen an der Wand: Heinrich Böll und das jüdische Leben in Deutschland

Ausstellungseröffnung mit Lesung: Donnerstag, 30. September 2021
Ausstellungsdauer: 1. Oktober bis 23. Dezember 2021

Boaz Kaizman:

Ausstellung im Museum Ludwig: 3. September 2021 bis 9. Januar 2022 

Lesen Sie hierzu die weiteren Informationen des Museums Ludwig weiter unten auf dieser Seite.

Historisches Archiv

Jüdisches Leben in Köln: Gedächtnis – Sammlung – Vermittlung – Zukunft

Die Tagung der Kölner Kultureinrichtungen vom 27. bis 28. April 2021 beleuchtet die Facetten des jüdischen Lebens in Köln anhand ihrer Sammlungen.

Einblicke in den Erhalt der Geschichte und in die Zukunft verschaffen 18 Vorträge, aufgeteilt in sechs Sektionen.

Die Tagung wird gestreamt und kann zum Veranstaltungsdatum über die Facebook-Seite des Historischen Archivs live verfolgt werden.

Übertragung der Tagung Jüdisches Leben in Köln am 27. und 28. April 2021 Weitere Informationen zur Tagung
Flyer zur Tagung Jüdisches Leben in Köln
PDF, 692 kb

Kölner Forum für Kultur im Dialog e. V.

Shalom zum Tag mit jüdischer Musik in Köln

Das Kölner Forum für Kultur im Dialog e. V. und seine Partner*innen präsentieren am Sonntag, 15. August 2021, ab 16 Uhr, ein abwechslungsreiches Kulturprogramm. 

Mendelssohn, Gershwin, Bernstein – Musik von jüdischen Komponist*innen prägt die Musikgeschichte bis heute weltweit. "shalom-musik.koeln" schafft an einem Tag Begegnungen mit jüdischer Musikkultur an ausgesuchten Orten in Köln. 40 kurze Konzerte an 13 Spielorten bieten einen Eindruck von der Vielfalt jüdischer Musik von Oper bis Klezmer, von Psalm bis Schlager und noch viel mehr.

Alle Konzertprogramme sind rund 30 Minuten lang. Bitte beachten Sie die unterschiedlichen Anfangszeiten an den verschiedenen Spielorten. Der Eintritt ist frei. Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass deshalb auch keine Sitzplätze garantiert werden können. Ist ein Spielort voll besetzt, kann leider kein weiterer Zutritt ermöglicht werden.

Weitere Informationen

Kölner Frauengeschichtsverein e. V.

Dr. Yvonne Weissberg: Jüdische Frauenvereine in Köln von 1813 bis 1939

Zwischen 1813 und 1939 existierte eine Vielzahl jüdischer Frauenvereine, die wohltätige Arbeit verrichteten, aber auch frauenpolitisch aktiv wurden. Sie prägten das Leben in der Synagogengemeinde Köln maßgeblich mit.

Wichtige Themen:

  • Frauenwahlrecht
  • Stärkung des jüdischen Gemeinschaftsbewusstseins
  • Kampf gegen Antisemitismus
  • Fürsorge zum Beispiel für Wöchnerinnen
  • Förderung weiblicher Berufstätigkeit

Der Vortrag findet am Donnerstag, 12. August 2021, um 19:30 Uhr statt.

Ort: Melanchthon Akademie, Kartäuserwall 24 b, 50678 Köln

Anmeldung per E-Mail unter Angabe der Veranstaltungsnummer: 1079 S

Irene Franken: Die Situation von Jüdinnen in der Kölner Geschichte 

In der Einführungsveranstaltung der kleinen Reihe zur Geschichte Kölner Jüdinnen werden folgende Aspekte thematisiert:

  • die rechtliche Situation der jüdischen Frau
  • die Bildung jüdischer Mädchen
  • Arbeitsmöglichkeiten - als Ausnahmefiguren: Flora Tietz, Oppenheim
  • die Rolle der Mutter
  • die religiöse Beteiligung von Frauen am Gemeindeleben

Der Vortrag findet am Donnerstag, 23. September 2021, um 19:30 Uhr statt.

Ort: Melanchthon Akademie, Kartäuserwall 24 b, 50678 Köln

Anmeldung per E-Mail unter Angabe der Veranstaltungsnummer: 1091 S

Irene Franken: Jüdinnen in Köln – gläubig, karitativ, feministisch? Kein Widerspruch

An diesem Abend werden Kölner Frauen vorgestellt werden, die relevante Positionen im städtischen und kulturellen Leben sowie in der Frauenbewegung einnahmen: die für die Synagogengemeinde Roonstraße aktive Klara Caro, die Frauen der zionistischen Familie Bodenheimer, Margarethe Tietz als Mäzenin, die Frauenrechtlerin und Amtsleiterin Hertha Kraus sowie eine Künstlerin aus der Gedok.

Der Vortrag findet am Donnerstag, 30. September 2021, um 19:30 Uhr statt.

Ort: Melanchthon Akademie, Kartäuserwall 24 b, 50678 Köln

Anmeldung per E-Mail unter Angabe der Veranstaltungsnummer: 1080 S

anmeldung@melanchthon-akademie.de Weitere Informationen zu den Veranstaltungen

KölnTourismus

Schalom und Alaaf

Ein Spaziergang durch das jüdische Köln.

Gerd Buurmann präsentiert in diesem Jubiläumsjahr eine ganz besondere Art der Stadtführung. Da in Köln aktuell keine Stadtführungen draußen stattfinden dürfen, geht Gerd Buurmann alleine durch Köln und lädt Sie ein, ihn via Zoom von Ihrem Zuhause aus zu begleiten. Währenddessen erzählt er viele spannende Geschichten über das jüdische Köln. Welcher jüdische Komponist aus Köln wird jeden Tag vom Glockenspiel des Kölner Rathausturms gespielt? Welcher jüdische Bankier aus Köln führte im Jahr 1824 den Rosenmontagszug als Prinzessin Venetia an? Welcher jüdische Dichter aus Düsseldorf schrieb ein Gedicht über die ewige Baustelle Kölner Dom? Diese und viele weiteren Fragen beantwortet Gerd Buurmann auf seiner humorvollen Reise durch das jüdische Köln. Es gibt viel zu entdecken!  

Die Führung wird virtuell per Zoom durchgeführt, dauert circa 90 Minuten und kann in den Sprachen Deutsch oder Englisch (jeweils 236 Euro) gehalten werden. Die Führung kann auf Anfrage gebucht werden.

2.000 Jahre jüdisches Leben in Köln

Jüdisches Leben in Köln umfasst eine Zeitspanne von etwa 2.000 Jahren. Auf Phasen der Anerkennung folgten immer wieder Phasen der Ausgrenzung, Verfolgung und Ermordung der jüdischen Mitbürger*innen. Eine wechselvolle Geschichte, die das Leben der jüdischen und nichtjüdischen Kölner*innen bis in die Gegenwart berührt und beeinflusst. Dieser Stadtspaziergang beleuchtet die wechselvolle Geschichte der Kölner Jüdinnen und Juden von der Spätantike bis heute und zeigt, welch großen Beitrag die jüdische Bevölkerung zur Entwicklung der Stadt Köln geleistet hat. Es werden so unterschiedliche Themen wie das mittelalterliche, jüdische Viertel am Rathausplatz, das Museumsprojekt MIQUA, die Bezüge des Kölner Doms zum Judentum, die Phase von Anerkennung und Wachstum im 19. Jahrhundert bis hin zur Zeit des Nationalsozialismus mit Verfolgung und Deportation erklärt.

Die Führung dauert circa 90 Minuten und kann auf Anfrage in den Sprachen Deutsch (160 Euro), Hebräisch oder Englisch (jeweils 185 Euro) gebucht werden.        

Die Führung kann nur unter der Voraussetzung stattfinden, dass die zum Zeitpunkt gültige Corona-Schutzverordnung touristische Führungen im Kölner Stadtgebiet zulässt.

Kulturbunker Köln

Broschüre: "Die jüdische Gemeinde Köln-Mülheim und ihr Friedhof"

von der Geschichtswerkstatt im Kulturbunker Mülheim e. V. 

Die Geschichtswerkstatt hat zum Jubiläum "1.700 Jahr Jüdisches Leben in Deutschland" eine Broschüre mit dem Titel "Die Geschichte der jüdischen Gemeinde Köln-Mülheims und ihr Friedhof" erstellt. Die Broschüre enthält einen Abriss der Geschichte von Friedhof und Gemeinde. Eine Dokumentation der Gräber konnte nach Übersetzung der hebräischen Inschriften der Grabsteine erstellt werden. Personen, Familien und Zeitabschnitte der jüdischen Geschichte Mülheims werden dargestellt. So etwa Nathan Simon, gestorben 1796, Zeitgenosse des Eisgangs von 1784. Sein Bruder Mendel Nathan hat die Katastrophe aus jüdischer Sicht beschrieben. Auszüge daraus sind in der Broschüre enthalten.

Mithilfe der Dokumentation konnten Quellensammlungen ergänzt werden. Sechs Gräber der Familie von Geldern konnten identifiziert werden. Das älteste ist von Lazarus Simon, der 1882 im Alter von 84 Jahren starb. Er war gebürtig aus Mülheim und wie sein Vater Kantor an der hiesigen Synagoge. Sein Großvater, Michael von Geldern, war Oberrabbiner in Deutz und der Großonkel von Heinrich Heine.

Vier Mitglieder aus der Familie Cahen-Leudesdorff waren Mülheimer Stadtverordnete. Abraham war 1829 Begründer der ACLA Werke, die mit Leder-Transmissionstreibriemen expandierten und auch 2021 Kunststoff-Antriebselemente in Buchheim produzieren. 1933 wurde die Familie enteignet.

Die Broschüre bietet verschiedene Zugänge zur Vertiefung des Themas. Ein Theaterprojekt mit Schüler*innen ist in Planung, das voraussichtlich im Januar 2022 im Kulturbunker zur Aufführung kommt. Die Broschüre wurde aus Mitteln des Verfügungsfonds "Starke Veedel" finanziert und in einer Auflage von 3.000 Stück gedruckt. 

Weitere Informationen

Auf YouTube finden Sie außerdem einen Rundgang über den jüdischen Friedhof in Köln-Mülheim:

Museumsdienst Köln

Ist die lange Geschichte der Jüdinnen und Juden in Köln auch eine Geschichte des Antisemitismus?

In der digitalen Unterrichtseinheit finden Schüler*innen ab dem 8. Schuljahr Antworten.

Ergänzend dazu erkunden Schüler*innen mit dem Biparcours "Jüdisches Leben im alten Köln" und ihren eigenen Handys die Kölner Altstadt selbstständig in Kleingruppen.

Kontakt: Birgit Kloppenburg, Lehrerin der Museumsschule Köln

Das Angebot ist ab dem 3. Mai 2021 buchbar.

Buchungen per E-Mail
Weitere Informationen

Im Herbst 2021 planen wir Workshops zum Festjahr "1.700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland" an Kölner Schulen (Durchführung in der Fahrten- und Projektwoche, September/Oktober).

An drei Tagen spüren die Schüler*innen der Sekundarstufe I und II dem jüdischen Leben aktuell und in der Zeit vor dem 2. Weltkrieg nach. Die Workshops nehmen unterschiedliche Themen, wie zum Beispiel Religion, Kultur oder Ernährung in den Fokus, in deren Rahmen die Schüler*innen jeweils jüdische Akteur*innen aus Köln kennenlernen und mit ihnen gemeinsam die Gegenwart und die Geschichte des jeweiligen Themas erkunden.

Die Ergebnisse könnten in Form von Fotografie- oder Filmprojekten, Interviews oder erarbeiteten Stadtrundgängen im jeweiligen Veedel erfolgen. Begleitet wird jeder Workshop von unseren Museumspädagog*innen. Die Auseinandersetzung mit dem Thema erfolgt partizipativ, die Ergebnisse der Schüler*innen sollen im Anschluss in der Jugend- und Schülergedenktagsausstellung im Januar 2022 anderen Schüler*innen und der Stadtgesellschaft präsentiert werden.

Kontakt: Dr. Andrea Imig, Museumsdienst Köln, Leitung Programme Outreach

Buchbar ab Schuljahresbeginn 2021/22.

Buchungen per E-Mail

MAKK – Museum für Angewandte Kunst Köln

Dieter Rams versus Jony Ive

Donnerstag, 6. Mai 2021, 18 Uhr

Den Auftakt des Vortrages bilden die "10 Thesen über gutes Produktdesign" von Dieter Rams. Im Anschluss geht der Referent der Frage nach, warum die Entwürfe des ehemaligen Designchef der Firma Braun so wesentlich die moderne Designwelt bestimmte. Besonders beeinflusste Rams den ehemaligen Leiter des Designteams von Apple, Jonathan Ive.

Der Vortrag wird in hebräischer Sprache und online gehalten. Eine Anmeldung ist erforderlich.

Veranstalter: Museumsdienst Köln

Stars des Designs. Ron Arad und Co.

Sonntag, 6. Juni 2021, 11 Uhr

Einige jüdische Designer*innen, deren Objekte sich in den Designbeständen des MAKK befinden, haben mit ihren Innovationen neue Maßstäbe gesetzt. Dazu gehört Marcel Breuer mit seinem konstruktivistischen Lattenstuhl und dem Freischwinger B34 aus Stahlrohr oder Margarete Heymann-Loebenstein, die die Keramik ihrer Zeit mit neuen Farben und Formen bereicherte. Ron Arad ist für seine rebellischen und experimentellen Schöpfungen bekannt, da er spielerisch die Möglichkeiten des Upcyclings oder des Einsatzes von Stahl und Beton ausschöpfte.

Der Vortrag wird in hebräischer Sprache und online gehalten. Eine Anmeldung ist erforderlich.

Veranstalter: Museumsdienst Köln

Stars des Designs. Ron Arad und Co.

Donnerstag, 1. Juli 2021, 18 Uhr

Einige jüdische Designer*innen, deren Objekte sich in den Design Beständen des MAKK befinden, haben mit ihren Innovationen neue Maßstäbe gesetzt. Dazu gehört Marcel Breuer mit seinem konstruktivistischen Lattenstuhl und dem Freischwinger B34 aus Stahlrohr oder Margarete Heymann-Loebenstein, die die Keramik ihrer Zeit mit neuen Farben und Formen bereicherte. Ron Arad ist für seine rebellischen und experimentellen Schöpfungen bekannt, da er spielerisch die Möglichkeiten des Upcyclings oder des Einsatzes von Stahl und Beton ausschöpfte.

Der Vortrag wird in hebräischer Sprache gehalten. Er findet als Online-Vortrag oder unter Corona-Bedingungen im MAKK Overstolzensaal statt. Eine Anmeldung ist erforderlich.

Veranstalter: Museumsdienst Köln

Dieter Rams versus Jony Ive

Sonntag, 7. November 2021, 11 Uhr

Den Auftakt des Vortrages bilden die "10 Thesen über gutes Produktdesign" von Dieter Rams. Im Anschluss geht der Referent der Frage nach, warum die Entwürfe des ehemaligen Designchef der Firma Braun so wesentlich die moderne Designwelt bestimmte. Besonders beeinflusste Rams den ehemaligen Leiter des Designteams von AppleJonathan Ive.

Der Vortrag wird in hebräischer Sprache gehalten. Er findet als Online-Vortrag oder unter Corona-Bedingungen im MAKK Overstolzensaal statt. Eine Anmeldung ist erforderlich.

Veranstalter: Museumsdienst Köln

Akademieprogramm: Auf den Spuren Manfred Fabers

Freitag, 16. Juli 2021, 15 bis 16:30 Uhr und

Freitag, 3. September 2021, 15 bis 16:30 Uhr

Unter unzähligen jüdischen Architekt*innen, die das Stadtbild Kölns im Laufe der Jahrhunderte mit ihren Bauten prägten, spielt Manfred Manuel Faber (1879 bis 1944) eine wichtige Rolle. Ein Rundgang durch zwei Kölner Siedlungen aus den 1920er Jahren spürt Leben und Wirken dieses jüdischen Baumeisters nach, wobei Konzepte und Typologien des Bauens, die er in Zusammenarbeit mit der GAG entwickelte, von Interesse sind. Dabei werden beim ersten Termin traditionelle Wurzeln in der Märchensiedlung in Holweide den fortschrittlichen Tendenzen in der Naumannsiedlung in Riehl beim zweiten Termin gegenübergestellt.

Beide Termine können Sie separat buchen.

Veranstalter: Museumsdienst Köln

 

Weitere Informationen und Anmeldungen zu den Veranstaltungen im MAKK

Museum Ludwig

Boaz Kaizman

Die Ausstellung findet vom 3. September 2021 bis zum 9. Januar 2022 statt.

Das Museum Ludwig hat den Künstler Boaz Kaizman beauftragt, aus Anlass des Festjahres 2021 – "1.700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland" –  eine neue Arbeit zu entwickeln.

Kaizman, geboren 1962 in Tel Aviv, lebt und arbeitet seit 1993 in Köln. Er hat ein medial vielfältiges und künstlerisch dichtes Werk geschaffen, dem das Museum Ludwig bereits seit längerem verbunden ist. Für seine Ausstellung im Museum Ludwig realisiert Boaz Kaizman eine große Medieninstallation mit sechzehn unterschiedlichen Videos, die in sieben raumfüllenden Projektionen auf einer Fläche von rund 200 Quadratmeter präsentiert werden. Er zeigt zum einen seinen Alltag und reflektiert zum anderen über den künstlerischen Prozess selbst, indem er sein bisheriges Werk unter der thematischen Perspektive jüdischen Lebens in Geschichte und Gegenwart rekapituliert und in Zitaten in die Installation einbezieht.

Darüber hinaus beschäftigt Kaizman, auf welche Weise Sprache die Grundlage aller Künste darstellt – nicht nur der Literatur, sondern auch der bildenden Kunst und der Musik. Dieser Schwerpunkt auf Sprache und Literatur erfährt durch die geplante Kooperation mit der Kölner Bibliothek zur Geschichte des deutschen Judentums Germania Judaica eine bedeutsame Erweiterung. Es ist geplant, dass sie mit 1.700 Büchern eine temporäre Dependance im Museum Ludwig erhält.

NS-Dokumentationszentrum

Synagogen in Deutschland - Eine virtuelle Rekonstruktion

11. Juni bis 19. September 2021

Eine Ausstellung der Technischen Universität Darmstadt in Zusammenarbeit mit dem NS-Dokumentationszentrum und der Kölner Synagogen-Gemeinde. Die Rekonstruktionen entstanden als Reaktion auf den Anschlag von Neonazis auf die Synagoge in Lübeck im Jahr 1994. 2019 wird auf die Synagoge in Halle ein Anschlag verübt.

Diese Taten zeigen, wie offen und brutal Antisemiten und Rechtsradikale in unserer Gesellschaft wieder agieren. Die Ausstellung will dagegen ein Zeichen setzen. Sie lässt die zumeist unbekannte Pracht von Synagogen, die in der NS-Zeit zerstört wurden, wiederauferstehen. Auch die Kölner Synagoge Glockengasse steht im Mittelpunkt der Präsentation, deren verlorene Schönheit mittels Animationen vermittelt wird.

Zur Veranstaltung

Die Cellistin von Auschwitz

16. Juni 2021 bis 3. Oktober 2021

Die Geschichte von Anita Lasker-Wallfisch erzählt für junge Menschen von 8 bis 12 Jahre.

Anita Lasker-Wallfisch spielte im Mädchenorchester von Auschwitz und wurde dadurch vor dem Tod bewahrt. Lukas Ruegenberg und Barbara Kirschbaum haben ein Kinderbuch mit dem Titel "Du wirst gerettet werden" über ihr Leben verfasst. Auf der Grundlage dieses Buches gestaltete Georg Bungarten die Ausstellung "Die Cellistin von Auschwitz".

Zur Veranstaltung NS-Dokumentationszentrum

Oper Köln

Mazeltov, Rachel'e

Die Premiere findet am 4. Juni 2021, von 19:30 bis 21 Uhr, im StaatenHaus, Saal 3 statt.

Die Veranstaltung läuft bis zum 22. Juni 2021.

Zu einer so gefühlsbetonten wie frechen "Feier des Lebens" lädt die Oper Köln aus aktuellem Anlass ein: Begleitend zum Jubiläum "321 bis 1.700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland" gibt es im Juni 2021 die Uraufführung "Mazeltov, Rachel'e", eine musikalische Farce von Regisseur und Autor Christian von Götz.

Mit Witz und Gefühl wird an den Vater des jiddischen Theaters Abraham Goldfaden erinnert und Fragen der kulturellen Tradition behandelt. Im Mittelpunkt der Spielhandlung steht die in Köln-Mülheim ansässige Sängerin Lea, dargestellt von Dalia Schaechter. In der Nacht des Pessach-Festes erscheinen ihr die Geister ihrer weiblichen Ahnen wie ihrer Ururoma Rachel'e und weiterer Persönlichkeiten des jüdischen Lebens der vergangenen Jahrhunderte. Bei den sich dabei entwickelnden Begegnungen und Auseinandersetzungen geht es schon bald im weitesten Sinne um Fragen der kulturellen Tradition, des Herkommens und des sich "Neu-Verortens".

Ebenfalls zur Handlung gehören der Geiger Leyser Janowskij, der von John Heuzenroeder gespielt wird und Israel Teitelbaum, der Schächter der jüdischen Gemeinde Mülheim, dargestellt von Stefan Hadžić. Matthias Hoffmann verkörpert den Impresario, Komponisten und "wundersamen Zauberer", als den ihn seine Zeitgenossen bewunderten.

Die musikalische Leitung des Gürzenich-Orchesters hat Dirigent Rainer Mühlbach inne. Christian von Götz lenkt mit der musikalischen Szenenfolge Mazeltov, Rachel'e den Blick auf jenen geografischen Raum, in dem Jiddisch einst als europäische Kultursprache von 11 Millionen Menschen gesprochen wurde. Das Publikum wird zu Zeug*innen einer so irrwitzigen wie musikalisch ergiebigen Geisterstunde, ganz nah am (Alltags-)Leben und auch mal "scharf daneben".

Dabei werden zahlreiche bis dato ins Vergessen gerückte Schätze aus dem Schaffenswerk jüdischer Komponisten gehoben. Die ideale Sommerproduktion zum Jubiläum!

Rheinisches Bildarchiv

Das Rheinische Bildarchiv leistet seinen Beitrag in Form einer eigenen Bildgalerie auf der Seite der Bilddatenbank "Kulturelles Erbe Köln".  Hier werden zahlreiche Fotos von Gebäuden, Kunstschätzen und Ereignissen zum jüdischen Leben in Köln unter einer Kachel gebündelt.

Die Abbildungen gehören zehn Kategorien an:

  1. Jüdische Handschriften
  2. Schriftstücke
  3. Synagoge und Ausstattung
  4. Jüdisches Alltagsleben
  5. Jüdische Friedhöfe
  6. Denkmäler und Gedenkstätten
  7. Diskriminierung und Verfolgung
  8. Architektur
  9. Porträts
  10. Ausstellungen
Bilddatenbank "Kulturelles Erbe Köln"

Sportamt

Am 3. Oktober 2021 nimmt die Jugendmannschaft aus Galiläa am Köln Marathon teil.

Aus der Region Galiläa im Norden Israels haben wir zum wiederholten Male eine Jugendmannschaft nach Köln eingeladen, um am Köln Marathon teilzunehmen.

Die Gruppe besteht aus israelischen Jungen und Mädchen, die nicht nur der jüdischen Religion sondern auch anderen Religionen (Islam und Christentum) angehören. Mit der Teilnahme am Schulmarathon wird ein Zeichen der Verständigung und der friedlichen Annäherung der Menschen innerhalb Israels gesetzt, denn im Alltag gehen sich die Kinder überwiegend aus dem Weg, besuchen getrennte Schulen und spielen nicht miteinander.

Partner des Sportamtes in diesem Projekt ist das israelische Sportministerium.

Stadtbibliothek

Zeichen an der Wand: 

Heinrich Böll und das jüdische Leben in Deutschland

Die Ausstellungseröffnung mit Lesung findet am Donnerstag, 30. September 2021 statt.

Ausstellungsdauer: 1. Oktober bis 23. Dezember 2021

Das Heinrich-Böll-Archiv der Stadtbibliothek Köln richtet in Kooperation mit dem Büro für Europäische und Internationale Angelegenheiten, der Erbengemeinschaft Heinrich Böll und der Heinrich-Böll-Stiftung Berlin eine Kabinettausstellung mit Lesung zum Thema: "Heinrich Böll und sein Verhältnis zum Judentum in Deutschland" aus.

Geplant ist auch eine Chronik über die verschiedenen Bezüge Bölls zu Israel und seine Reisen in das Land.

Die Veranstaltung soll unter Mitwirkung von René Böll und einer oder einem noch auszuwählenden Schauspieler*in, die oder der Texte lesen wird, stattfinden. Abschließend ist eine Online-Publikation zum Thema vorgesehen.

Volkshochschule Köln

Jakob Schüller betont als Leiter der VHS Köln:

Die VHS steht für Vielfalt und Toleranz und positioniert sich entschieden gegen jede Form von Antisemitismus und Rassismus. Wir laden die Kölnerinnen und Kölner ein, sich mit der deutsch-jüdischen Geschichte auseinanderzusetzen, miteinander ins Gespräch zu kommen und gemeinsam in die Zukunft zu blicken. In diesem Sinne: Freuen Sie sich mit uns, lassen Sie uns zusammen feiern, miteinander diskutieren, staunen, Gegenwart und Zukunft gestalten.

Weitere Informationen zu den Veranstaltungen der VHS Köln

Videogruß der Oberbürgermeisterin Henriette Reker zum Pessachfest und zu Ostern 2021