Antworten auf häufig gestellte Fragen rund um die Gesamtinstandsetzung der Mülheimer Brücke haben wir hier für Sie zusammengestellt.
Was umfasst die Gesamtinstandsetzung der Mülheimer Brücke?
Der rund ein Kilometer lange Brückenzug besteht aus vier Teilbauwerken. Die beiden außenliegenden Bauwerke – die rechtsrheinische Rampe und linksrheinisch die Deichbrücke – werden abgebrochen und komplett erneuert. Die dazwischenliegenden Teilbauwerke Strom- und Flutbrücke werden saniert und verstärkt.
Was passiert in der momentanen Bauphase?
Seit Sommer 2025 befinden wir uns in in der Bauphase 3. Dafür haben wir die gesamte Südseite der Brücke gesperrt. Den Verkehr leiten wir über eine Fahrspur je Fahrtrichtung auf der Nordseite der Brücke. In dieser Bauphase führen wir Restarbeiten wie das Auftragen des Korrosionsschutzes im Kragarmbereich und Straßenarbeiten auf der Südseite durch.
Was passiert in der nächsten Bauphase?
In der folgenen Bauphase 4 leiten wir den Verkehr über den südlichen Teil der Brücke, sodass uns der nördliche Teil als Baufeld zur Verfügung steht. Wir werden die nördlichen Bereiche der Deichbrücke und der rechtsrheinischen Rampe abbrechen und neu bauen. An den anderen Teilbauwerken nehmen wir Instandsetzungsarbeiten vor. Andere Arbeiten am Brückenbauwerk, wie zum Beispiel die Korrosionsschutzarbeiten an der Brückenunterseite, werden wir fertigstellen. Wenn wir die vierte Bauphase abgeschlossen haben, kann der Verkehr wieder über die gesamte Mülheimer Brücke fahren.
Wieso wurden die Mängel an der Mülheimer Brücke nicht früher festgestellt?
In der Planungsphase fanden umfangreiche Voruntersuchungen der Bestandsbauwerke statt. Über Betonbohrkernproben wurden Chloridgehalte analysiert, Entsorgungsklassen des Strahlschutts bestimmt, der bei den Entschichtungsarbeiten angefallen ist sowie gutachterliche Stellungnahmen zur Schweißbarkeit des Bestandsstahls eingeholt. Außerdem haben wir umfangreiche geotechnische Erkundungen durchgeführt. Viele weitere Untersuchungen konnten jedoch aufgrund der baulichen Gegebenheiten erst mit und nach dem tatsächlichen Beginn der Gesamtinstandsetzung stattfinden.
Welche Gründe gibt es für die bisherigen Bauverzögerungen?
Im Zuge der vorbereitenden Arbeiten fand die Entkernung der rechtsrheinischen Rampe statt, einem rund 220 Meter langen Betonbauwerk. Dabei wurden unter anderem die Bodenplatte, nicht tragende Wände und sonstige Einbauten entfernt. Bis zu diesem Zeitpunkt war eine Inaugenscheinnahme von vielen, auch tragenden Bauteilen der Fahrbahnplatte nicht möglich. Erst nach der Entkernung traten massive Schädigungen verschiedenster Art am Bauwerk zutage sowie auch das sich im Laufe der Jahre veränderte Tragverhalten.
Die oben genannten Gründe führten dazu, dass die geplante Unterkonstruktion im Bereich der Kölner Verkehrs-Betriebe und im Bereich des motorisierten Individualverkehrs der Nordseite umgeplant werden musste. Diese ist jedoch die Voraussetzung für den geplanten Abbruch der Südseite der rechtsrheinischen Rampe. Dadurch musste die für 2021 angekündigte Sperrung für den Stadtbahnbetrieb der Kölner Verkehrs-Betriebe in das Jahr 2024 verschoben werden.
Stehen Verkehrsänderungen für Autos oder den Fuß- und Radverkehr an?
Verkehrseinschränkungen wird es nach aktuellem Stand bis Ende 2028 geben. Über diese werden wir Sie rechtzeitig im Verkehrskalender und in der Presse informieren.
An wen kann ich mich bei Fragen zum Bauvorhaben wenden?
Die Kontaktmöglichkeiten finden Sie hier: