Die Politik hat uns 2016 beauftragt, den 10-Punkte-Plan des Aktionsbündnisses #RingFrei für die fahrradfreundliche Umgestaltung der Ringe zu prüfen und nach Möglichkeit umzusetzen. Dies geschieht in einem engen und kontinuierlichem Dialog mit der Politik sowie Initiativen und Verbänden.

Die Umsetzung erfolgt in verschiedenen Stufen.

Umsetzungsstufen  

Stufe 1

Aufhebung der Radwegbenutzungspflicht

Ende 2016 haben wir auf den Ringen begonnen, die Benutzungspflicht der Radwege aufzuheben. Damit können Radfahrende auch auf der Straße fahren. Hierfür mussten wir an den Kreuzungen zwischen Ritterstraße und Maastrichter Straße die Ampeln erneuern und umprogrammieren. Dies ist mittlerweile umgesetzt. Lediglich am Ebertplatz und am Barbarossaplatz besteht die Benutzungspflicht noch in zwei kurzen Abschnitten.

 

Stufe 2

Tempo 30, Umsetzung der ersten Radfahrstreifen und vertiefende Verkehrsuntersuchungen

Mit der zweiten Umsetzungsstufe hat der Verkehrsausschuss im Dezember 2017 fünf Beschlusspunkte gefasst, die wir vollständig umgesetzt haben. Die Beschlusspunkte im Einzelnen:

  • durchgängig Tempo 30
  • Pilotstrecke Zülpicher Platz bis Lindenstraße
  • Umgestaltung Ringe Süd vom Rhein bis Barbarossaplatz
  • Umgestaltung Ringe Nord am Theodor-Heuss-Ring
  • Verkehrsuntersuchung im Kernbereich Lindenstraße bis Ebertplatz

 

Stufe 3

Durchgängige Radverkehrsführung auf der Fahrbahn mit Grundprinzip Radfahrstreifen

Auf Grundlage der Erfahrungen mit der Pilotstrecke und der durchgeführten Verkehrsuntersuchung haben wir die dritte Umsetzungsstufe entwickelt. Mit der Umsetzung haben wir im Jahr 2020 begonnen. Das Ziel ist eine durchgängige Radverkehrsführung auf der Fahrbahn auf den Ringen. Hierbei gilt das Grundprinzip eines 2,5 Meter breiten Radfahrstreifens.

Der Autoverkehr entlang der Ringe soll zukünftig grundsätzlich über jeweils eine Fahrspur abgewickelt werden. Die Auswirkungen auf den Verkehr der einspurigen Führung haben wir unter Berücksichtigung von verschiedenen Planvarianten geprüft. Für die meisten Kreuzungen konnten wir Lösungen finden, sodass zukünftig an den meisten großen Verkehrskreuzungen nur noch eine Geradeausspur für Autos verbleibt. Die andere Fahrspur werden wir in einen Radfahrstreifen umwandeln.

Im Kernbereich der Ringe werden wir die vorhandenen Kurzzeitparkplätze tagsüber in Ladezonen umwandeln, die abends und nachts für das Bewohnerparken freigeben sind. Die alten baulichen Radwege sollen zurückgebaut und die Flächen dem Fußverkehr zur Verfügung gestellt werden.

Aktuelles

© Stadt Köln

Im Juli 2022 haben wir einen großen Schritt für die fahrrad- und fußverkehrsfreundliche Umgestaltung der Ringe getan: Wir haben die südlichen Teilabschnitte des Hansarings sowie den Kaiser-Wilhelm-Ring und den Hohenzollernring fahrradfreundlich umgestaltet. Die jeweils rechte der beiden Kfz-Fahrspuren wurde dabei in einen 2,50 Meter breiten Radfahrstreifen umgewandelt. Die schmalen baulichen Klinkerradwege bauen wir derzeit nach und nach zurück, um die Flächen den zu Fuß Gehenden zur Verfügung zu stellen.

Nach Abschluss der Hochbaumaßnahmen im Bereich Rudolfplatz stellen wir den Anschluss an die bereits umgestalteten Abschnitte südlich der Richard-Wagner-Straße her.

Drei Kilometer neue Radfahrstreifen

Umgesetzte Maßnahmen

Lückenschluss am Salierring zwischen Am Trutzenberg und Barbarossaplatz

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Im Oktober 2021 haben wir die Arbeiten zur fahrradfreundlichen Umgestaltung der Ringe im Abschnitt des Salierrings zwischen Sachsenring und Barbarossaplatz abgeschlossen. In Fahrtrichtung Norden haben wir die rechte der beiden Kfz-Fahrspuren in einen 2,50 Meter breiten Radfahrstreifen umgewandelt.

Damit können Radfahrende die rund drei Kilometer zwischen Ubierring und Pilgrimstraße durchgängig und komfortabel auf Radverkehrsanlagen zurücklegen. Außerdem haben wir die Querung der im Radverkehrskonzept definierten Fahrradstraßenachse Am Duffesbach/Am Weidenbach über die Ringe optimiert.

Fahrradfreundliche Umgestaltung der Kölner Ringe

Mehr Platz für den Rad- und Fußverkehr am Zülpicher Platz

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Im September 2021 haben wir den Zülpicher Platz zwischen Hohenstaufenring und Roonstraße nördlich der Kirche Herz Jesu für den Auto-Durchgangsverkehr gesperrt. Hierbei haben wir den bestehende Rechtsabbiegestreifen vom nördlichen Hohenstaufenring in den Zülpicher Platz in einen Radfahrstreifen umgewandelt und somit eine komfortable Radverkehrsführung über die Kreuzung geschaffen.

Mehr Platz für Fußgänger*innen und Aufenthalt am Zülpicher Platz

Radfahrstreifen zwischen Rudolfplatz und Ehrenstraße

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Im November 2020 haben wir einen 2,50 Meter breiten Radfahrstreifen auf einem ersten Teilabschnitt des Hohenzollernrings zwischen Rudolfplatz und Ehrenstraße eingerichtet. 

Radfahrstreifen zwischen Rudolfplatz und Ehrenstraße

Barbarossaplatz und Hohenstaufenring

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Hohenstaufenring

Anfang Oktober 2020 sind auf den Ringen in nördlicher Fahrtrichtung zwischen Neue Weyerstraße und Friedrichstraße sowie in südlicher Fahrtrichtung zwischen Zülpicher Platz und Roonstraße bis zu 2,50 Meter breite Radfahrstreifen entstanden. Erstmalig in Köln wurden hierbei Ladezonen und Taxistreifen in Mittellage eingerichtet.

 

Neue Radfahrstreifen zwischen Barbarossaplatz und Hohenstaufenring

Ubierring/Habsburgerring im August 2020

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Ubierring

Im August 2020 haben wir auf dem Ubierring, in nördlicher Fahrtrichtung zwischen Agrippinaufer und Alteburger Straße, eine komfortable Radverkehrsführung eingerichtet. Bereits in der Zufahrt vom Agrippinaufer zum Ubierring wurden die Fahrspuren für Kraftfahrzeuge auf eine Fahrspur reduziert. Auf dem Ubierring haben wir damit eine Zufahrtssituation mit einer Spur für Kraftfahrzeuge und einer Spur für Radfahrende geschaffen.

Im weiteren Verlauf des Ubierrings wurde ein komfortabler Radfahrstreifen eingerichtet. Lediglich in einem kurzen Abschnitt vor dem Gebäude des ehemaligen Rautenstrauch-Joest-Museums führen wir den Radverkehr über einen Schutzstreifen um Beladen und Anliefern zu ermöglichen.

Zukünftig dürfen keine Fahrzeuge mehr halbseitig auf dem Gehweg stehen. Die Gehwege stehen wieder vollständig dem Fußverkehr zur Verfügung. Zudem haben wir rund 50 neue Abstellmöglichkeiten für Fahrräder geschaffen. Mit der Umsetzung der Planung Ubierring wird ein attraktiver und konfliktarmer Netzanschluss von der Rheinuferstraße zu den Ringen gewährleistet.

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Habsburgerring

Zudem haben wir auf dem Habsburgerring zwischen Richard-Wagner-Straße/Pilgrimstraße und Lindenstraße/Schaafenstraße in beiden Fahrtrichtungen eine Kraftfahrzeugspur in eine Radspur umgewandelt. Der Radverkehr in nördliche Fahrtrichtung wird von der Pilotstrecke aus kommend ab der Schaafenstraße auf der Fahrbahn geführt. Um eine möglichst lange Verflechtungsstrecke für die rechtsabbiegenden Autofahrende anzubieten, haben wir vier Kurzzeitparkplätze am Fahrbahnrand entfernt und zu einem Rechtsabbiegefahrstreifen umgewandelt. Damit ist nunmehr zwischen Zülpicher Platz und Rudolfplatz eine kontinuierliche Führung auf der Straße gegeben. Ab Höhe Rudolfplatz werden wir nach Abschluss der Bauarbeiten den Radfahrstreifen in Regelbreite fortführen.

Neue Radfahrstreifen auf dem Ubierring und dem Habsburgerring

Sachsenring

© Stadt Köln
Sachsenring

Im Februar 2020 haben wir die Umgestaltung des Knotenpunkts Sachsenring/Ulrichgasse/Vorgebirgstraße abgeschlossen. Dabei konnten wir auf dem Sachsenring in weiten Teilen 2,50 Meter breite Radfahrstreifen realisieren.

Lediglich im Abschnitt zwischen Brunostraße und Ulrichgasse haben wir aufgrund fehlender Alternativen für das Bewohnerparken einen 1,5 Meter breiten Radschutzstreifen umgesetzt.

Umbau am Sachsenring abgeschlossen

Pilotstrecke Ringe vom Zülpicher Platz bis Lindenstraße

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Hohenstaufenring

Zwischen Mai und September 2018 haben wir einen rund 450 Meter langen Abschnitt der Ringe zwischen Lindenstraße und Zülpicher Platz umgestaltet. Auf diesem zunächst als Pilotstrecke ausgelegten Teilabschnitt haben wir in beiden Richtungen jeweils eine Autospur in einen 2,50 Meter breiten Radfahrstreifen umgewandelt und die Höchstgeschwindigkeit auf 30 Kilometer pro Stunde begrenzt.

Neben den Markierungen haben wir auch die Ampelanlagen erneuert. Zudem haben wir Kurzzeitparkplätze tagsüber in Lieferzonen und abends sowie nachts in Bewohnerparkplätze umgewandelt, beziehungsweise die Flächen für das Fahrradparken freigegeben. Wir haben zudem damit begonnen, die alten baulichen Radwege zurück zu bauen. Damit steht auch dem Fußverkehr zukünftig mehr Raum zur Verfügung.

Pilotstrecke auf den Ringen freigegeben

Umgestaltung Ringe Nord am Theodor-Heuss-Ring

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Theodor-Heuss-Ring

Mit der Straßensanierung des Theodor-Heuss-Rings im Juni 2018 konnten wir erste Maßnahmen zur fahrradfreundlichen Gestaltung der Ringe umsetzen. Zwischen Riehler Straße und Konrad-Adenauer-Ufer können Radfahrerinnen und Radfahrer künftig in Richtung Norden einen 2,50 Meter breiten Radfahrstreifen nutzen. In Richtung Süden haben wir einen 2,25 Meter breiten Schutzstreifen für ein komfortables und sicheres Vorankommen angebracht.

Fahrradpiktogramme machen deutlich, welche Bereiche für Radfahrende reserviert sind. An Einmündungen und im Bereich von Abbiegespuren haben wir die reservierten Bereiche rot eingefärbt. Vor den Ampelanlagen sind komfortable Wartebereiche entstanden.

Im Bereich der Einmündung Clever Straße haben wir zudem einen neuen Überweg für den Fußverkehr geschaffen. An den Kreuzungen Theodor-Heuss-Ring/Ebertplatz und Theodor-Heuss-Ring/Konrad-Adenauer-Ufer haben wir Aufstellflächen für den Radverkehr ergänzt. Die Kosten für die Umgestaltung der jeweils knapp 500 Meter langen Strecke betragen rund 50.000 Euro.

Fahrradfreundliche Umgestaltung des Theodor-Heuss-Rings

Weitere Informationen

Im Sommer 2019 haben wir Verkehrsteilnehmende auf dem Hohenstaufenring zu ihren Erfahrungen mit der Pilotstrecke befragt. 83 Prozent aller Teilnehmenden bewerteten die an der Pilotstrecke umgesetzte Radverkehrsführung als sehr gut oder gut.

Ergebnisse der Befragung Pilotstrecke - Sommer 2019
PDF, 2668 kb
Beschlussvorlage Radverkehrsführung auf den Kölner Ringen - Umsetzungsstufe 2020 im Rahmen der Umsetzung des Radverkehrskonzepts Innenstadt
Kernbereich der Ringe wird radverkehrsfreundlich umgestaltet

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Wenn Sie Fragen, Hinweise oder Anregungen zum Thema Radverkehrskonzept Innenstadt haben erreichen Sie uns unter den Rufnummern 115 und 0221 / 221-0 oder nutzen Sie bitte unser Formular zur Kontaktaufnahme mit dem Fahrradbeauftragten.

Kontaktformular des Fahrradbeauftragten