Ansteckung, Anzeichen, Behandlung

Wie steckt man sich mit der Neuen Influenza an?
Die Übertragung dieser Grippeviren erfolgt von erkrankten zu gesunden Menschen überwiegend durch Tröpfchen, die beim Sprechen, Husten oder Niesen entstehen. Ein geringer Abstand zwischen einer erkrankten Person und einer gesunden Person erhöht das Risiko einer Ansteckung.

Die Viren können auch mit den Händen übertragen werden, da die Viren beim Husten und Niesen auf die Hände gelangen. Daher sollte bei Ansteckungsgefahr auf das Händeschütteln verzichtet werden.

Wie hoch ist das Risiko sich anzustecken?
Das Risiko ist hoch. Man kann sich leicht anstecken.

Wie lange dauert es von der Ansteckung bis zu den ersten Beschwerden?
1 bis 5 Tage

Welche Krankheitsanzeichen können zur Neuen Grippe gehören?

  • plötzlich auftretendes Krankheitsgefühl
  • Fieber über 38 Grad Celsius oder Schüttelfrost
  • Müdigkeit
  • Schnupfen und/oder verstopfte Nase
  • Halsschmerzen
  • Husten und/oder Atemnot
  • Muskelschmerzen, Glieder- und/oder Kopfschmerzen
  • manchmal Erbrechen und Durchfall

Wie kann die Neue Grippe behandelt werden?
Ihre Ärztin oder Ihr Arzt klärt, ob Medikamente gegeben werden müssen. Zur Abmilderung und Verkürzung des Krankheitsverlaufs kann Tamiflu® oder Relenza® eingesetzt werden, wenn die Behandlung frühzeitig begonnen wird. Daneben werden gegebenenfalls Mittel gegen zum Beispiel Fieber oder Husten eingesetzt.

Wer ist besonders gefährdet? Wer soll im Krankenhaus behandelt werden?
Menschen, die an chronischen Krankheiten wie zum Beispiel Asthma, Bronchitis, Herzleiden, Zuckerkrankheit, starkem Übergewicht, Aids, Krebs oder Leukämie leiden, weisen ein erhöhtes Risiko auf. Als gefährdet gelten auch Schwangere.

Eine schwer verlaufende Influenza sollte im Krankenhaus behandelt werden.

Kann man an der Influenza sterben?
Weniger als 0,05 Prozent der Erkrankten, die vom Robert-Koch-Institut in Deutschland erfasst wurden, sind an der Neuen Influenza verstorben, meist an Komplikationen wie Lungenentzündung oder Herzmuskelinfektion. (Stand: 15. November 2009) Chronisch Kranke sind besonders gefährdet. In Köln ist eine junge Frau an der Neuen Influenza verstorben. Bei ihr lag als Risikofaktor eine langjährige Zuckerkrankheit vor.

Was soll ich tun, wenn ich Anzeichen einer Grippeerkrankung bei mir bemerke?
Bitte wenden Sie sich direkt an Ihre Hausärztin oder Ihren Hausarzt beziehungsweise an die Kinderärztin oder den Kinderarzt! Rufen Sie bitte die Arztpraxis an, schildern Sie die Beschwerden und lassen Sie sich einen Termin geben! Meiden Sie auf dem Weg zur Praxis möglichst öffentliche Verkehrsmittel!

Wird bei Verdacht auf Neue Influenza ein Test zum Nachweis durchgeführt?
Das Gesundheitsamt empfiehlt den Ärztinnen und Ärzten gemäß den Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts, Tests nur unter bestimmten Voraussetzungen durchzuführen, wenn dies aus medizinischer Sicht erforderlich ist oder eine Schwangerschaft vorliegt. Bei Kindern über 24 Monaten, Jugendlichen und Erwachsenen bis zum 65. Lebensjahr wird in der Regel nicht getestet, wenn keine chronische Grunderkrankung vorliegt.

In der Regel orientiert sich die Behandlung an den Bewerden, dafür ist ein genauer Nachweis des Krankheitserregers nicht erforderlich.

Was mache ich, wenn meine Ärztin oder mein Arzt nicht erreichbar ist?

Bitte wenden Sie sich an die ärztlichen Notfalldienste. 

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